FondsAnbieter GAM: Emerging Markets: Kurzfristig unter Druck – attraktive Chancen auf lange Sicht

20. September 2018 von um 11:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-GAM: Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.Schwieriges Jahr für EM-Anleihen, Benchmarkindex seit Jahresbeginn um 10,5% gesunken. Auslöser vielfältig und auf Ebene der einzelnen Länder zu finden. Aussichten für Lokalwährungsanleihen aufgrund solider Fundamentaldaten positiv.

Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern (Emerging Markets/EM) erleben bislang ein schwieriges Jahr. Die Benchmark, der JP Morgan GBI-EM Index, ist seit Jahresbeginn um 10,5 Prozent gesunken. Der Index fiel allein im zweiten Quartal um 10,4 Prozent, erholte sich im Juli und verlor im August erneut 6,1 Prozent. „Die Schwäche im August unterschied sich allerdings deutlich von jener im zweiten Quartal, als der US-Dollar stärker wurde und im Gegenzug die Schwellenländer schwächer notierten“, sagt Mike Biggs, Investment Manager bei GAM Investments. „Da EM-Währungen stark mit dem US-Dollar korrelieren, kamen die Verluste nicht überraschend. Doch im August gaben die Schwellenländer stärker nach als angesichts der Entwicklung des US-Dollars zu erwarten war.“ Die Gründe dafür seien verschiedenen Entwicklungen auf Ebene der einzelnen Länder geschuldet.

„Die Situationen in der Türkei und in Argentinien hatten ebenso Einfluss wie die Turbulenzen rund um die anstehenden Wahlen in Brasilien“, erklärt Biggs. „Die US-Strafzölle und der schwelende Handelskonflikt kamen als geopolitische Risiken noch hinzu.“

Zwei Fundamentaldaten entscheidend

„Trotz der bislang in diesem Jahr enttäuschenden Wertentwicklung beurteilen wir die Aussichten für Lokalwährungsanleihen dank der soliden wirtschaftlichen Fundamentaldaten weiterhin positiv – insbesondere aufgrund der attraktiven Bewertungen.“ Zwei Arten von Fundamentaldaten seien dabei besonders entscheidend: die Wachstumsaussichten und die Zahlungsbilanz. „Unseres Erachtens nach sind beide Faktoren nach wie vor solide“, sagt der Experte.

Nach historischen Maßstäben sei das Kreditwachstum gering und schwächer als das nominale BIP-Wachstum, was dazu führe, dass die Verschuldungsquote der Schwellenländer im Verhältnis zum BIP sinke. „Wir erwarten, dass sich das Kreditwachstum wenigstens bis auf das Niveau des nominalen BIP-Wachstums beschleunigt. Bis dahin dürfte der positive Kreditimpuls das reale Wachstum der Privatnachfrage unterstützen.“

Es sei zwar kurzfristig möglich, dass das Kreditwachstum weiter nachgebe. Solche Rückgänge seien aber kaum von Dauer. „In unseren Augen sind die Wachstumsaussichten so gut wie in den letzten drei Jahren – und wenn das Wachstum in den Emerging Markets stark ist, entwickeln sich dort in der Regel auch die Finanzmärkte ganz gut.“

Stabil aufgestellt

Die Aussichten für die Zahlungsbilanz hätten sich in letzter Zeit etwas getrübt. Ende des zweiten Quartals seien die lokalen Währungen der Schwellenländer unter Druck geraten, auch aufgrund schlechter werdender Handelsbilanzen. „Die Gesamtverschlechterung der Handelsbilanzen der Emerging Markets verschleiert jedoch einige interessante zugrunde liegende Trends“, sagt Biggs. „Verantwortlich für die Verschlechterung ist allein Asien, allen voran die nicht im GBI-EM enthaltenen Länder Korea, Taiwan und Indien.“

In den übrigen Schwellenländern verbessere sich die Handelsbilanz weiter. „Wir erwarten, dass die Handelsbilanzen der Emerging Markets in den kommenden Monaten solide bleiben und sich in jenen Ländern verbessern werden, die von idiosynkratischen Problemen erschüttert wurden, wie Argentinien und die Türkei.“ Sollte sich darüber hinaus der US-Dollar so stabilisieren, wie der Experte es erwarte, dürften die Emerging Markets wieder Kapitalzuflüsse verzeichnen, dank des stärkeren Wachstums und der hohen Renditen.

„Kurz gesagt: Wir glauben, dass das aktuell geringe Kreditwachstum ein gutes Zeichen für die zukünftigen Wachstumsaussichten ist und die derzeit niedrigen Kapitalzuflüsse das Abwärtsrisiko der EM-Währungen begrenzen. Insgesamt denken wir, dass diese Risiken nun weitgehend eingepreist sind. Zudem bedeuten die soliden Fundamentaldaten, dass die Emerging Markets besser gegen Risiken aufgestellt sind als in der Vergangenheit.“

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Stefanie Henn
Edelman.ergo GmbH
T +49 221 912 887 15
TeamGAM@edelmanergo.com

 

GAM. Hintergründig.

GAM ist eine der führenden unabhängigen, reinen Vermögensverwaltungsgruppen der Welt. Sie bietet aktive Anlagelösungen und produkte für Institutionen, Finanzintermediäre und Privatkunden an. Das Investment-Management-Kerngeschäft der Gruppe wird durch eine Private Labelling-Sparte ergänzt, die Management-Company- und andere unterstützende Dienstleistungen für Dritte anbietet. GAM beschäftigt über 900 Mitarbeitende in 14 Ländern und betreibt Anlagezentren in London, Cambridge, Zürich, Hongkong, New York, Lugano und Mailand. Die Vermögensverwalter werden von einem umfassenden weltweiten Vertriebsnetz unterstützt. Die Aktien von GAM (Symbol „GAM”) mit Sitz in Zürich sind an der SIX Swiss Exchange notiert und Teil des Swiss Market Index Mid (SMIM). Die Gruppe verwaltet per 30. Juni 2018 Vermögen von CHF 163.8 Milliarden (USD 165.0 Milliarden).

 

Wichtige rechtliche Hinweise: Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Einschätzungen können sich ändern und geben die Ansicht von GAM unter den derzeitigen Konjunkturbedingungen wieder. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Die vergangene Performance ist kein Indikator für die laufende oder künftige Wertentwicklung.

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