FondsAnbieter AXA Investment Managers: „America First“ ist kein Allheilmittel gegen höhere Volatilität

09. August 2018 von um 09:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-AXA-Investment-Managers: Ein Tweet zum nationalen Feiertag am 4. Juli brachte es ans Licht: Amerika geht es großartig. Mit nur vier Prozent befindet sich die Arbeitslosenquote auf langjährigem Tiefstand, das reale Bruttosozialprodukt expandiert 2018 mit knapp drei Prozent. Gleichzeitig schreibt die aktuelle Expansion im zehnten Jahr nach der großen Finanzkrise quasi Geschichte. Warum also die internationale Handelsfehde, die beinahe jeden Tag neue Varianten hervorbringt? Die Verantwortlichen lassen bis dato mit einer Antwort auf sich warten.

Auch bleibt eine Antwort auf die Frage schuldig, wann dieser Spuk endlich aufhört. Beinahe jede Woche geistern neue, noch größere Drohungen durch die Medien. „Allerdings darf man bei all den Wortgefechten nicht die Tatsache übersehen, dass sich höhere Tarife nicht ausschließlich nach außen auswirken. Im internationalen Handel entfalten sich substanzielle Nebenwirkungen auch nach innen“, warnt Dr. Franz Wenzel, Anlagestratege für institutionelle Kunden bei AXA Investment Managers.

Die Importe der betroffenen Sektoren würden schlicht und ergreifend teurer, vorausgesetzt, die importierten Güter können nicht über Nacht von der einheimischen Industrie substituiert werden. „In der langfristigen Konsequenz kann dies zu geringeren heimischen Investitionen und, last, but not least, sogar zu niedrigerer Beschäftigung führen“, so Wenzel weiter.

Spürbare Folgen an der Börse

Zwar wirke sich dies mit einem deutlichen Zeitverzug aus. Dennoch nähmen die Konsequenzen bereits Form an und ließen sich am einfachsten an der Börsenentwicklung der betroffenen Länder ablesen. „Seit Jahresbeginn hat sich der S&P 500 Index um zirka fünf Prozent erhöht, trotz der allseits erwarteten weiteren Zinserhöhungen. Der deutsche Aktienindex DAX hat sich in diesem Vergleich wacker geschlagen und nur leicht um –0,5 Prozent abgeschwächt. Mit zirka 15 Prozent Kursverlusten ist der chinesische Aktienmarkt der große Verlierer“, berichtet Wenzel. Ein Zeichen dafür, dass die Märkte der amerikanischen Regierung zumindest kurzfristig recht gäben.

Die Gretchenfrage für Investoren laute daher, wie man sich in den kommenden Quartalen strategisch ausrichten sollte. „Es kann kaum Zweifel daran bestehen, dass höhere US-Zinsen eine im Trend steigende Volatilität begünstigen, die sicherlich von dem einen oder anderen Tweet aus dem Weißen Haus beschleunigt wird. Andererseits sprudeln die Unternehmensgewinne fleißig weiter und stützen die aktuelle Bewertung der Aktienmärkte“, so Wenzel.

Vorsicht walten lassen

Trotz der aktuellen guten Wirtschaftszahlen seien langfristig ausgerichtete Investoren gut beraten, Vorsicht walten zu lassen. „Eine steigende Volatilität wird sicherlich den einen oder anderen Durchsetzer mit sich bringen und über kurz oder lang auch zu deutlicheren Marktkorrekturen führen“, so Wenzel weiter.

Die einfachste Antwort darauf wäre, die Aktienquote zu reduzieren. „Allerdings ist diese Lösung nicht für jedermann opportun, zumal man damit jedwedes Aufwärtspotenzial aufgibt. Wir meinen, dass sich das aktuelle Umfeld vielmehr für asymmetrische Anlagestrategien via Optionen anbietet“, erklärt der Experte. Eine wachsende Zahl von Investoren nähere sich diesem Ansatz. Wenzel zufolge verbinden mindestens zwei komplementäre Ansätze die geeignetsten Antworten:

1) Um das Marktrisiko zu schmälern, eignet sich ein aktives Risikomanagement in Form von „value at risk“-Strategien, die bei steigendem Risiko aktiv das Markt-Exposure reduzieren, kombiniert mit

2) einer Volatilitäts-Cap-Strategie, die die Portfoliorisiken (mehr oder weniger) neutralisiert, wenn die Volatilität bestimmte vordefinierte Marken erreicht oder gar überschreitet.

Solche Strategien seien zwar keineswegs ein Allheilmittel. „Unserer Erfahrung nach können jedoch mit solchen kalibrierten Strategien die Risikomerkmale für ein Portfolio verbessert werden und haben somit durchaus ihre Legitimation“, schließt Wenzel.

 

AXA Investment Managers. Hintergründig.

AXA Investment Managers (AXA IM) ist ein aktiver, langfristig orientierter, weltweit tätiger Multi-Asset-Experte in der Vermögensverwaltung. Zusammen mit unseren Kunden erarbeiten wir schon heute die Lösungen für die Investmentherausforderungen von morgen. Dabei ist es unser Ziel, einen positiven Wandel für die Welt zu bewirken, in der wir alle leben. AXA IM verwaltet rund 759 Mrd. Euro Vermögen (Stand: Juni 2018) und ist mit über 2.390 Mitarbeitern und 30 Niederlassungen in weltweit 21 Ländern tätig. AXA IM gehört zur AXA-Gruppe, einem weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen finanzielle Absicherung und Vermögensverwaltung.

 

 

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TeamAXAIM@edelmanergo.com
+49 (0)221 912887 19

 

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