FondsAnbieter Aberdeen Standard Investments: Kommentar zum Zinsanstieg bei italienischen Staatsanleihen

07. Juni 2018 von um 09:00 Uhr
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Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-Aberdeen-Standard-Investments: Ihre Werbung. Hier?Sehr geehrte Damen und Herren, Luke Hickmore, Senior Investment Manager bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert die Auswirkungen der italienischen Politik auf die Staatsanleihen:

„Die Zinsen auf italienische Staatsanleihen sind in den letzten Tagen deutlich angestiegen, da sich die negative Stimmung in Hinblick auf die italienische Politik aufgetürmt hat. Dennoch legt die Kursdifferenz zwischen zehnjährigen deutschen und italienischen Staatsanleihen nahe, dass die Märkte noch weit davon entfernt sind, die Möglichkeit eines Ausstiegs Italiens aus dem Euro einzupreisen. Mit anderen Worten: Die Zinsen auf italienische Staatsanleihen spiegeln auf diesem Level lediglich die politische Unsicherheit des Landes wider. Wenn nachgelagerte Einflussfaktoren, wie der Austritt aus dem Euro, in die Zinsen eingepreist würden, wären diese viel höher, als dies im Moment der Fall ist. Dies bedeutet zwar nicht unbedingt, dass die Zinsen weiterhin steigen.

Allerdings gibt es die deutliche Wahrnehmung, dass sich die Besorgnis bereits eine Weile wie Wasser hinter einem Damm aufgestaut hat. Die politische Situation hat sich im Verlauf dieses Jahres verschlechtert, aber der Druck hatte sich noch nicht in den Markt entladen. Anstelle dessen hat sich die Anspannung graduell erhöht, da Investoren, sogar als die Fakten sich veränderten, ihre Einschätzung bezüglich des Landes beibehalten haben. Der Zinsanstieg ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Wasser nun über den Damm getreten ist.

Italiens Probleme sind hausgemacht und viele dauern seit der Euro-Krise an. Die Anleihenmärkte waren dem Land gegenüber jedoch wohlgesonnen. Dort herrschte die Annahme vor, dass die schlimmsten Befürchtungen sich nicht bewahrheiten würden. Diese Befürchtungen sind jetzt zurück, aber die Probleme waren eigentlich nie wirklich weg. Die Lehren daraus sind, dass sich die Investoren weiterhin Sorgen machen werden, bis ihnen einen Grund gegeben wird, damit aufzuhören. Beim letzten Mal war dies das Versprechen Mario Draghis, alle Mittel einzusetzen, um den Euro zu schützen. Zwar sind wir noch weit davon entfernt, dass er ein ähnliches Versprechen abgeben muss, aber seine Worte werden wahrscheinlich kein zweites Mal Wirkung zeigen.“

Lesen Sie unten den vollständigen englischen Originalkommentar von Luke Hickmore.

Freundliche Grüße

Dr. Andreas Jaensch
+49 69 94 41 80 15
aberdeen@newmark.de

 

Aberdeen Standard Investments. Hintergründig.

Die britische Vermögensverwaltung Aberdeen wurde 1983 gegründet. Am 14.08.2017 fusioniert Aberdeen Asset Management PLC und Standard Life plc zu Standard Life Aberdeen plc. Standard Life Aberdeen plc ist ein führendes, global tätiges Investmentunternehmen mit 9000 Mitarbeitern an 50 Standorten weltweit und hat seinen Sitz in Schottland. Das Unternehmen hat rund 1,2 Millionen Aktionäre und ist an der Londoner Börse (LSE) notiert.

 

 

Aberdeen Standard Investments Senior Investment Manager Luke Hickmore comments:

“Yields on Italian government bonds have surged to 3.06% in recent days as negative sentiment about Italian politics has piled up. But the spread between 10 year Italian government bonds and the 10 year German government bonds suggest that markets are a long way of pricing in the possibility of Italy leaving the euro.

Spreads are a long way off where they were during the 2011 European debt crisis (see chart below). At the time, government bonds of the so-called peripheral countries like Italy, Portugal and Greece were trading in similar patterns. The yield on Greek, Irish and Portuguese debt was much higher than Spain or Italy but they became more synchronised as the crisis developed.

It was around the time of the first Greek bail out in June 2011 that Italian yields really spiked, as the scale of Greece’s woes became clear and the prospect of the country crashing out of the euro became talked about more. This increased the concern about the wider systemic impact of Greece’s problems and so-called peripheral Europe’s bonds began trading with great synchronicity. Spreads continued to widen for the rest of the year and into 2012 before the second Greek bail out and Draghi’s infamous “whatever it takes” comments eventually put a lid on concerns that Greece may fall out of the euro.

In other words, Italian yields at this level are really only reflecting the uncertainty in the country’s politics. If second order impacts, like leaving the euro, were being priced in then yields would be much higher than they are at the moment.

That doesn’t mean yields are necessarily going to keep on rising. There’s a definite sense that worries about Italy have been building like water behind a dam for a while. The political situation has worsened throughout this year but that tension wasn’t really released out into the market. Instead the pressure has just gradually built up as investors maintained their view on the country even as the facts changed. Yields spiking is a sure sign that the water has built over the dam.

Italy’s problems are endemic and many never went away after the euro crisis. Bond markets have treated it more favourably because they thought the worst of their fears back then would not come true. Those fears are back but the problems never really went away. The lesson is that investors’ will continue to worry until they are given reason not to. Last time, that meant Mario Draghi saying he will do anything to protect the euro. We are a way off him having to say something similar but his words probably won’t work twice.”

Ausschließlich semiprofessionellen bzw. professionellen Investoren vorbehalten – Für Privatanleger nicht geeignet.

Unter der Marke Aberdeen Standard Investments haben Aberdeen Asset Management und Standard Life Investments ihr Anlagegeschäft zu einem der größten aktiven Vermögensverwalter der Welt zusammengefasst.

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Dr. Andreas Jaensch
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