FondsAnbieter Aberdeen Asset Management: Kommentar zu den bevorstehenden britischen Parlamentwahlen

08. Juni 2017 von um 11:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-Aberdeen-Asset-Management: Sehr geehrte Damen und Herren, Lucy O’Carroll, Chefvolkswirtin bei Aberdeen Asset Management, kommentiert die Bedeutung der heutigen Wahlen in Großbritannien wie folgt:

SJB FondsSkyline OHG 1989. PortfolioManagement. Antizyklisch.„Der Versuch, etwas aus den Meinungsumfragen abzulesen, erwies sich die letzten Jahre als vergebliche Liebesmüh. Trotzdem: Aktuell deuten sie darauf hin, dass Theresa May in den Parlamentswahlen die Macht gewinnen wird. Aber nachdem diese Frage geklärt sein wird, treten andere in den Fokus. Es kommt darauf an, wie groß der Vorsprung von Frau May bei den Wahlen ist. Sie berief die Wahlen unter anderem ein, um ein erweitertes Mandat für die Brexitverhandlungen zu erhalten und dabei weniger von den Abgeordneten aus ihrer eigenen Partei und dem Rest des Parlaments infrage gestellt zu werden.

Erhält sie weniger als 50 zusätzliche Parlamentssitze zu ihrer Mehrheit, wird sie sich dem Vorwurf ausgesetzt sehen, jedermanns Zeit verschwendet zu haben. Schlimmer noch, ein solches Ergebnis wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ihre Autorität gegenüber den Konservativen wie auch gegenüber dem ganzen Land unterminieren.

Ihrem Wahlprogramm fehlen eindeutig wirtschaftliche Details. Dieser Mangel ist besorgniserregend – insbesondere für Ökonomen – da wir wenig darüber wissen, welche Pläne die Konservativen nach einem Wahlsieg haben und wie sie diese Pläne in Steuern und Ausgaben umsetzen. Den Finanzmärkten könnte ein Wahlsieg Mays willkommen sein und das Pfund Sterling könnte eine Rally erleben. Aber jegliche Euphorie wird wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein. Die Austrittsverhandlungen beginnen elf Tage nach dem Wahltag. Theoretisch sollten wir dann langsam sehen, wie sich die Verhandlungen entwickeln. Es sei denn, es würde nur wenig Fortschritt bis zu den deutschen Bundestagswahlen im September geben. Sofern die aktuellen Erfahrungen nicht nur vorübergehend sind, könnte jedes durch Untätigkeit hervorgerufene Vakuum durch äußerst nutzloses Gehabe von Entscheidungsträgern aus dem Vereinigten Königreich sowie ihren europäischen Kollegen gefüllt werden. Die Finanzmärkte könnten entsprechend reagieren. Obwohl sie den Wahlkampf nicht sonderlich genossen zu haben scheint, wird er sich für Frau May wie der einfache Teil anfühlen.“

Lesen Sie den vollständigen englischen Originalkommentar von Lucy O’Carroll.

Aberdeen Asset Management Chief Economist Lucy O’Carroll comments:
“Reading the runes of opinion polls has been a fool’s errand in recent years. Nevertheless, they point to Theresa May returning to power in the UK general election this week. But with that issue resolved, others will come to the fore.

The size of Mrs May’s majority matters. She called the election partly to give her a larger mandate to take the country through Brexit with less challenge from her own MPs and the rest of Parliament. If she adds anything less than an additional 50 seats to her majority, she will be open to accusations of having wasted everyone’s time. More troubling for her, such a result would almost certainly undermine her authority in both the Conservative party and country.

Her manifesto is strikingly lacking in economic detail. This lack of detail is troubling (not least to an economist!) because we have little idea of what exactly the Conservatives will do if they win, or how they will do it in tax and spending terms. Some campaign pledges are also concerning. Reducing immigration to the tens of thousands at the same time as ensuring the economic well-being of the country through the Brexit process and beyond looks to be an undeliverable combination. The UK’s construction industry, to give just one example, relies heavily on migrant labour. Without this resource, how will the Conservatives’ home-building pledges be met?

But Brexit is the biggest unanswered question of all. It framed the decision to call the election in the first place. Yet we have no more information about what lies ahead than we did seven weeks ago. In its place, we have a catch-phrase: no deal is better than a bad deal. But what a bad deal, or no deal, looks like in reality remains pretty mysterious. It is not even clear what deal the government is seeking. This level of uncertainty seriously undermines business planning and economic forecasting. This doesn’t mean that the UK is headed for disaster. It does mean that Brexit creates more uncertainty than the UK economy has encountered for a very long time.

Financial markets could welcome a May victory and sterling might rally. But any euphoria is likely to be short lived. The Brexit negotiations begin 11 days after polling day. In theory, we should start to see how the negotiations will shape up from that point on. Except that there may not be much progress until German elections are out of the way in September. If recent experience is anything to go by, any vacuum of inaction could be filled with ultimately unhelpful posturing from UK policymakers and their European peers. Financial markets could respond accordingly. However little she has appeared to enjoy the experience, the campaign trail may yet feel like the easy part to Mrs May.”

 

aberdeenAberdeen Asset Management. Hintergründig.

Die britische Vermögensverwaltung Aberdeen wurde 1983 gegründet. Heute ist sie mit über 2.000 Mitarbeitern in 26 Ländern aktiv. Weltweit verwaltet die Gesellschaft ein Vermögen von 360,7 Milliarden Euro, davon 9,4 Milliarden Euro in der Region Deutschland/Österreich. Zu Umsatz und Gewinn macht die Gesellschaft keine Angaben. Geschäftsführung in Deutschland: Dr. Hartmut Leser, Fabian Klingler. Stand: 31.12.2016.

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