Fonds-Anbieter-J.P. Morgan Asset Management: (Wirtschafts-)Politik am Scheideweg?

02. Februar 2017 von um 12:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-J.P. Morgan Asset Management: Fiskalpolitik gewinnt an Relevanz. Protektionismus als größte Gefahr für 2017. „Guide to the Markets” für das 1. Quartal 2017 beleuchtet das aktuelle Marktgeschehen.

Ihre Werbung. Hier?Laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management sollten Anleger sich durch die weiterhin turbulente politische Gemengelage nicht verunsichern lassen, sondern vielmehr auf Fakten und Kennzahlen bauen: Diese zeigen an, dass das Jahr 2017 von einem soliden Wirtschaftswachstum weltweit geprägt sein könnte. „Die Frühindikatoren weisen aktuell auf eine Beschleunigung der Wirtschaftsentwicklung hin. Beispielsweise ist der globale Einkaufs­managerindex für das verarbeitende Gewerbe inzwischen auf dem höchsten Stand der letzten drei Jahre“, unterstreicht Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. So scheint die ölpreisbedingte Konjunkturdelle in vielen Ländern der Welt überwunden – insbesondere in den USA legte der Zyklus seit der Präsidentschaftswahl noch einmal kräftig zu.

Ist die Trump-Rally gerechtfertigt?

US-Aktien haben vor wenigen Tagen ein neues Allzeithoch erreicht, was einer Verbesserung der Wirtschaftsdaten sowie Hoffnungen auf Steuersenkungen und Infrastrukturausgaben unter einer Trump-Regierung zuzuschreiben ist. „Unserer Ansicht nach ist diese Rally angesichts der verbesserten Konjunktur­daten und des anhaltend niedrigen Rezessionsrisikos bislang gerechtfertigt“, erläutert Galler. „Wir rechnen damit, dass US-Aktien 2017 positive Erträge liefern werden, allerdings auf niedrigerem Niveau, da die verbesserten Aussichten teilweise bereits eingepreist sind.“

Angesichts der steigenden Auslastung der US-Wirtschaft und eines Arbeitsmarkts, der sich der Vollbeschäftigung nähert, steigt laut dem Experten auch die Wahrscheinlichkeit höherer Zinsen. Darüber sollten US-Aktienanleger allerdings nicht allzu besorgt sein: „Aus historischer Sicht haben Zinsanhebungen den US-Aktienmarkt nicht aus der Bahn geworfen – sofern die Erhöhung wie aktuell von einem niedrigen Niveau aus erfolgte. In der Vergangenheit haben Aktien immer erst dann begonnen, unter höheren Zinsen zu leiden, nachdem die kurzfristigen Zinsen deutlich angestiegen waren“, so Galler. Der Anleihemarkt hat für 2017 bereits zwei US-Zinserhöhungen eingepreist, und Aktien haben auf diese Entwicklung in Erwartung höherer Zinsen gut reagiert.

Für die Entwicklung der Märkte im Jahr 2017 wird laut Galler ausschlaggebend sein, wie stark die fiskalpolitischen Anreizmaßnahmen letztlich ausfallen. Der positive Ausblick könnte sich allerdings eintrüben, wenn eine negative, protektionistische Handelspolitik den 2017 zu erwartenden neuen fiskalpolitischen Anreizen entgegensteht. „Dies ist zweifellos ein Aspekt, den Anleger im Laufe des Jahres 2017 im Auge behalten sollten, da er eine der größten Gefahren darstellt“, betont der Experte.

Nach Beginn der Zinsnormalisierung in den USA: Wohin entwickeln sich die Anleiherenditen?

Das letzte Quartal verlief für die globalen Rentenmärkte turbulent. Die Renditen tendierten bereits ab dem Sommer allmählich aufwärts, der Wahlsieg Donald Trumps beschleunigte ihren Aufwärtstrend noch. Anleger setzen nun darauf, dass seine Politik höheres Wachstum und steigende Inflation nach sich ziehen wird – beide Faktoren sind für die Kurse von Anleihen jedoch ungünstig. Galler erläutert den Marktmechanismus: „Bei steigender Inflation sinkt der künftige Wert der Zinszahlungen von Anleihen unter das Niveau, das Anleger bis dahin erwartet hatten. Um Käufer im Markt zu finden, gilt es eine höhere Rendite zu bieten, indem der Preis der Anleihen gesenkt wird. Darüber hinaus führt ein Anstieg der Wachstumserwartungen dazu, dass die Opportunitätskosten einer Anlage in Vermögenswerte wie Anleihen steigen. Somit sinkt der Preis, den Anleger zu zahlen bereit sind, wodurch wiederum die Renditen steigen.“ Der jüngste Anstieg der Renditen scheint in etwa zu gleichen Teilen höheren Wachstums- und Inflationserwartungen zuzuschreiben zu sein. Dies war in früheren Phasen steigender Renditen nicht immer der Fall. „Anlegern, die die Aussichten für die Weltwirtschaft optimistisch einschätzen, mag man verzeihen, dass sie angesichts der weiter steigenden Inflationserwartungen weitere Verluste für Staatsanleihen vorhersagen und auch wir bevorzugen weiterhin Aktien“, so Galler

Von Deflationsängsten zu steigenden Inflationserwartungen

Der starke Einbruch der Ölpreise, der 2014 eingesetzt hatte, nachdem die Ölproduktion stärker als die Nachfrage gewachsen war, führte zu einem drastischen Rückgang der globalen und europäischen Inflation. Als Folge haben sich unter Anlegern und Zentralbankern während der letzten beiden Jahre zunehmend Deflationsängste breit gemacht. „Nachdem der Ölpreis inzwischen wieder deutlich höher notiert als im Januar 2016, wird die Inflation in diesem Jahr wieder anziehen, wodurch die globalen Deflationsängste vorerst verschwinden sollten“, so Galler.

Die Inflation wird dort am stärksten ansteigen, wo einerseits die Arbeitslosigkeit niedrig ist, was sich günstig auf das Lohnwachstum auswirkt, und andererseits in Regionen mit einer schwachen Lokalwährung – weshalb laut dem Experten mit einem Anstieg der Preise für importierte Güter zu rechnen ist. „Auch wenn die Arbeitslosigkeit in einigen Ländern der Eurozone weiterhin hoch ist, sollte die Inflation in der Region insgesamt ansteigen – wenngleich nicht so stark wie in den USA und Großbritannien“, so Gallers Erwartung. Höhere Inflations­prognosen dürften weitere Zinserhöhungen in den USA nach sich ziehen. „Die Aussichten auf eine etwas höhere Inflation könnten auch zur Entscheidung der Europäischen Zentralbank beigetragen haben, den Umfang ihrer im Rahmen des quantitativen Lockerungsprogramms getätigten monatlichen Anleihekäufe zu verringern. Angesichts der Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Folgen des Ausstiegs Großbritanniens aus der Europäischen Union ist es allerdings unwahrscheinlich, dass die Bank of England ihre Zinsen als Reaktion auf die höhere Inflation zeitnah anheben wird“, sagt der Experte.

Angesichts ansteigender Inflation und eines verbesserten realen Bruttoinlandsprodukts sollten die Gewinne der Unternehmen 2017 erstmalig seit vielen Jahren wieder steigen. Dies dürfte Aktien und Hochzinsanleihen Unterstützung bieten. „Das Potenzial für selbst moderat höhere Anleiherenditen könnte die Performance europäischer Finanzaktien stützen. Zudem untermauert es unsere allgemeine Präferenz für Aktien und Hochzinsanleihen gegenüber Staatsanleihen.“

Insgesamt sollten Anleger selektiv vorgehen und sich über die verschiedenen Anlageklassen hinweg positionieren, um für die Unwägbarkeiten der kommenden wahrscheinlich volatilen Monate gewappnet zu sein.

Tilmann Galler hat diese und weitere Erkenntnisse des aktuellen Guide to the Markets in einer aktuellen Web-Konferenz vorgestellt und einen Ausblick auf die Entwicklungen der kommenden Monate gegeben. Die Aufzeichnung ist hier zu finden.

Der vollständige, aktuelle Guide to the Markets steht ab sofort in der Market Insights App oder unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.jpmorganassetmanagement.de/DEU/MarketInsights

Der Guide to the Markets ist das Herzstück des Market Insights Programms von J.P. Morgan Asset Management, für das 30 Kapitalmarktexperten rund um den Globus aktiv sind. Es wird inzwischen seit über 11 Jahren in 25 Ländern und 12 Sprachen publiziert. Ziel des Market Insights Programms ist, die globalen Kapitalmärkte zu beleuchten und regelmäßig verlässliche Erkenntnisse rund um das aktuelle wirtschaftliche Umfeld zu vermitteln. Damit möchten wir eine wertvolle Unterstützung bei der Informationsbeschaffung leisten und es ermöglichen fundierte Anlageentscheidungen zu treffen.

Der Guide to the Markets ist eine umfangreiche und aktuelle Sammlung von Marktdaten und zeigt ein vielfältiges Spektrum rund um Anlageregionen, Investmentthemen und die Entwicklung verschiedener Anlageklassen auf. Dabei ist Neutralität und Aktualität besonders wichtig. Um einen objektiven Blick auf die Ereignisse an den weltweiten Finanzmärkten zu ermöglichen, ist der „Guide“ frei von jeglicher „Hausmeinung“ von J.P. Morgan Asset Management. Eine aktualisierte deutschsprachige Version in gleichbleibend hohe Qualität erscheint jeweils in der dritten Woche des Quartals. So lässt sicherstellen, dass jederzeit Zugriff auf die neuesten Daten verfügbar ist.

Zur Ergänzung des Market Insights Programms stehen weitere Dokumente zur Verfügung: In den Quarterly Perspectives werden beispielsweise die Märkte anhand von Grafiken aus dem Guide to the Markets analysiert und aus Sicht von J.P. Morgan Asset Management interpretiert.

Die Market Insights App bietet eine interaktive Version des Guide to the Markets ergänzt um aktuelle Marktkommentare, weitere Dokumente des Programms, Videos und Aufzeichnungen von Web-Konferenzen.

Wichtige Hinweise:
Bei diesem Dokument handelt es sich um Informationsmaterial. Sämtliche Prognosen, Zahlen, Einschätzungen und Aussagen zu Finanzmarkttrends oder Anlagetechniken und -strategien sind, sofern nichts anderes angegeben ist, diejenigen von J.P. Morgan Asset Management zum Erstellungsdatum des Dokuments. J.P. Morgan Asset Management erachtet sie zum Zeitpunkt der Erstellung als korrekt, übernimmt jedoch keine Gewährleistung für deren Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Informationen können jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden. J.P. Morgan Asset Management nutzt auch Research-Ergebnisse von Dritten; die sich daraus ergebenden Erkenntnisse werden als zusätzliche Informationen bereitgestellt, spiegeln aber nicht unbedingt die Ansichten von J.P. Morgan Asset Management wider. Die Nutzung der Informationen liegt in der alleinigen Verantwortung des Lesers.

J.P. Morgan Asset Management ist der Markenname für das Vermögensverwaltungsgeschäft von JPMorgan Chase & Co und seiner verbundenen Unternehmen weltweit. Telefonanrufe bei J.P. Morgan Asset Management können aus rechtlichen Gründen sowie zu Schulungs- und Sicherheitszwecken aufgezeichnet werden. Zudem werden Informationen und Daten aus der Korrespondenz mit Ihnen in Übereinstimmung mit der EMEA-Datenschutzrichtlinie von J.P. Morgan Asset Management erfasst, gespeichert und verarbeitet. Die EMEA-Datenschutzrichtlinie finden Sie auf folgender Website: http://www.jpmorgan.com/pages/privacy.

Herausgeber in Deutschland: JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l., Frankfurt Branch, Taunustor 1, 60310 Frankfurt.

 

jpmJPM. Hintergründig.
Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co. bietet J.P. Morgan Asset Management seinen Kunden erstklassige Investmentlösungen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Investmentgesellschaften und verwaltet in den Asset Management Fonds von JPMorgan Chase & Co. per 31. Dezember 2016 Kundengelder von rund 1,8 Billionen US-Dollar. Mit 41 Niederlassungen weltweit verbindet J.P. Morgan Asset Management ein globales Angebot und eine breite Expertise in allen relevanten Assetklassen mit einer starken lokalen Präsenz. In Deutschland ist J.P. Morgan Asset Management seit über 25 Jahren präsent und mit rund 20 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften.

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