Fonds-Anbieter J.P. Morgan Asset Management: Economic Update

08. März 2017 von um 10:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter J.P. Morgan Asset Management: Diese zweiwöchentlich aktualisierte Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick Veränderungen der konjunkturellen Daten und Kapitalmärkte, wobei auch die Implikationen für Anleger im Fokus stehen.

Wachstum: Die deutsche Wirtschaft hat das Jahr 2016 mit einem starken Wachstum von insgesamt 1,9% abgeschlossen. Im viertel Quartal konnte ein Wachstum von 0,4% gegenüber dem Vorquartal verzeichnet werden. Die Gründe dafür sind vor allem der private Konsum sowie die Ausgaben des Staates. Die Wirtschaft der Eurozone ist im vierten Quartal mit einem Anstieg von 0,4% gegenüber dem Vorquartal etwas schwächer als erwartet gewachsen. In einer ersten Schätzung hatte das Statistikamt Eurostat noch einen Anstieg um 0,5 Prozent gemeldet.

Jobs: Der Januarbericht der Bundesagentur für Arbeit hat die gute Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bestätigt. Die Arbeitslosenquote ist saisonbereinigt mit 5,9% auf ein neues Rekordtief für das wiedervereinigt Deutschland gefallen. Nach der international vergleichbaren ILO-Methode liegt die Erwerbslosigkeit sogar bei 3,9%. Der Unterschied der Quoten erklärt sich hauptsächlich aus der unterschiedlichen Kategorisierung geringfügig Beschäftigter. In der Eurozone ist die Arbeitslosenquote überraschen stark auf 9,6% gefallen. Damit liegt der Anteil der Erwerbslosen unterhalb des Niveaus vor der Eurozonenkrise und auf dem niedrigsten Stand seit Mai 2009.

Gewinne: Die Gewinne im Deutschen Aktienindex (DAX) konnten sich 2016 deutlich erholen. Der Gewinn pro Aktie stieg um 30% im Vergleich zum Vorjahr. Für 2017 wird ein weiteres Gewinnplus von rund 10% erwartet. Für Europa liegen die Erwartungen mit +15% sogar etwas höher aufgrund des größeren Anteils an Energie- und Rohstoffunternehmen. Der steigende Ölpreis und die Erholung bei den Industriemetallen und Stahl sind die größten Treiber des Gewinnwachstums. Zusätzlich sollte der starke US-Dollar zahlreichen Exportunternehmen helfen.

Inflation: In Deutschland hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Februar 2017 fortgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Lebenshaltungskosten um 2,2% erhöht. So stark sind die Preise seit August 2012 nicht mehr angestiegen. Steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise waren die Hauptverantwortlichen für den beschleunigten Preisauftrieb. Die Inflation im Euroraum ist auch im Februar spürbar angezogen und den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise sind um 2,0% im Jahresvergleich gestiegen was dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) entspricht.

Zinsen: Die EZB beließ in ihrer Ratssitzung am 19.01. die drei Leitzinssätze (Einlagesatz -0,40%, Hauptrefinanzierungssatz 0,00% und Spitzenrefinanzierungssatz +0,25%) wie erwartet unverändert. Das Anleihekaufprogramm (APP) soll wie beim letzten Zinsentscheid beschlossen bis mindestens Dezember 2017 laufen. Es wurde jedoch bekräftigt, das Volumen von derzeit 80 Mrd. Euro pro Monat ab April 2017 auf 60 Mrd. Euro pro Monat zu reduzieren. Die Leitzinsen sollen für eine längere Zeit auch über das Ende des Anleihekaufprogramms hinaus auf dem aktuellen Niveau oder darunter liegen.

Risiken
• Eine anhaltende US-Dollarstärke kann weiterhin wie ein Magnet für die internationalen Kapitalströme wirken und insbesondere die jüngste Erholung in den Schwellenländern gefährden.
• Die restriktivere US-Geldpolitik wird über die Währungsbindung quasi nach China importiert und erhöht das Risiko einer Wachstumsabschwächung.
• Steigende Anleihenrenditen setzen die Bewertungen anderer Anlagen (z.B. Aktien, Immobilien) unter Druck.
• Zunehmender Protektionismus der USA mit Mexiko und China im Zentrum des zukünftigen Handelskonflikts.

Investmentthemen
• Aktien und Unternehmensanleihen bleiben aufgrund steigender Gewinne vorerst attraktiv.
• Im aktuell reflationären Umfeld präferieren wir Anleihen mit kürzeren Laufzeiten.
• Fundamental ist der US-Dollar nach der jüngsten Aufwertung sehr teuer geworden.

jpmJPM. Hintergründig.
JP Morgan Asset Management gehört zu JP Morgan Chase & Co. Gegründet 1799 in den USA. Verwaltetes Vermögen: 1,3 Bill. US-Dollar, davon in Deutschland 15 Mrd. US-Dollar. Fonds in Deutschland: über 160. Zu Umsatz und Gewinn keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter: über 700. Ständige Vertreter in Deutschland: Dr. Christoph Bergweiler, Michael Mewes und Jens Schmitt. Stand: 30.06.2015. SJB Abfrage: 30.09.2015.

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