Gerd Bennewirtz-Sparer-Wissen-Suche Fonds: Derivate in der Regulierung – eine Absicherung für Fonds?

06. Mai 2012 von um 12:30 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Sparer-Wissen-Suche Fonds: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Derivate in der Regulierung – eine Absicherung für Fonds? „Derivate, die über den Tresen (over the counter, OTC) gehandelt werden, waren bislang bei einer Dienstleistung im Finanzwesen wichtige Absicherungsinstrumente gegen Risiken bei der Geldanlage. Unternehmen sowie Finanzinstitute nutzen sie, um Zins-, Wechselkurs-, Rohstoffpreis- und sonstige Ihre Werbung. Hier?Risiken zu managen. Bis zur Finanzkrise waren OTC-Derivate weitgehend unreguliert“, definiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss seinen Standpunkt. „2009 beschlossen die G20, dass zukünftig alle standardisierten OTC-Derivate über ein zentrales Clearing mittels einer zentralen Gegenpartei (central counter party, CCP) abgewickelt werden sollen. Alle Kontrakte über Derivate sollen an ein Transaktionsregister gemeldet werden, um den Aufsichtsbehörden einen Überblick über die Risiken zu ermöglichen. Für nicht zentral abgewickelte Kontrakte sollen höhere Kapitalanforderungen gelten. Die Verordnung über die europäische Marktinfrastruktur wurde im März 2012 vom Europäischen Parlament verabschiedet.“

Liebe FondsBlogger, durch die neuen Vorschriften werden den Banken voraussichtlich 35 bis 40 Prozent des Handels mit standardisierten außerbörslichen Derivaten entgehen. Definition: Derivate sind Kontrakte, mit denen sich die Vertragspartner der Banken – etwa Unternehmen, aber auch Staaten – gegen Zins-, Kredit- oder Währungsrisiken absichern. Die Institute handeln diese Finanzinstrumente untereinander, bislang in einem weitgehend unregulierten Markt. Weil die Banken so viele Freiheiten in der Preisgestaltung haben und beim Handel bislang keine Gebühren an Dritte zahlen müssen, sind Derivate für die Banken sehr lukrativ. Nach Schätzungen der Citigroup erreichen die Einnahmen aus dem außerbörslichen Derivatehandel global jährlich rund 55 Milliarden US-Dollar oder rund ein Drittel der Bankerträge insgesamt. Der gesamte Markt für Derivate umfasste zuletzt weltweit rund 708 Billionen (trillions) US-Dollar. Nach einem Einbruch zum Höhepunkt der Finanzkrise war er in den vergangenen Jahren wieder deutlich gewachsen.

Die EU will die Institute zwingen, ihre Standardderivate künftig über eine zentrale Stelle abzuwickeln. Beim Handel mit den Papieren müssen den Plänen zufolge ab 2013 Börsen oder börsenähnliche Plattformen eingeschaltet sein. Direkt könnten die Banken untereinander nicht mehr mit diesen Derivaten handeln. Die strikten neuen Vorgaben sind Teil einer Regulierungswelle als Konsequenz aus der Finanzkrise. 2008 war die US-Versicherung AIG nach riskanten Wetten auf Derivate fast kollabiert, was das gesamte globale Finanzsystem ins Wanken brachte. Ähnliche Fälle sollen die EU-Regeln verhindern. In Folge vieler neuer Vorschriften müssen die Banken ihre Geschäftsmodelle neu ausrichten. So verlangt das internationale Reformpaket Basel III, dass sie mehr Eigenkapital vorhalten und größere Liquiditätspuffer aufbauen. Die Konsequenz für die Banken ist, dass sie sich neue Einnahmequellen suchen oder ihre Bilanzen verkleinern müssen.

Mit den neuen EU-Vorschriften müssen Börsenbetreiber wie die Intercontinental Exchange (ICE) und die Deutsche Börse künftig überwachen, dass der Käufer bei einem Derivategeschäft zahlt und der Verkäufer liefert. Einbußen für die Banken entstehen dadurch, dass sie Börsengebühren zahlen und Sicherheiten hinterlegen müssen. Rund 80 Millionen Euro kostet laut Spezialisten allein die technische Anbindung von Handel und Abwicklung.

Anders als Standardprodukte, die den Großteil des außerbörslichen Marktes ausmachen, sollen Banken komplexere Derivate auch weiterhin untereinander handeln dürfen. Banken könnten durch die neuen Vorschriften in weniger standardisierte Produkte getrieben werden. Eine Regulierung dieser Gefahrenstelle ist noch nicht erkennbar.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Auch wenn die Regulierung nicht allumfassend ist, wird der Aufwand zur Umsetzung gewaltig. Die Regeln zur Eingabe in die IT-Systeme sollen  ausdrücklich und detailliert genug sein, um eine konsistente Umsetzung im Binnenmarkt zu ermöglichen. Das bedeutet, dass konkret vorgeschrieben wird, bei welchen Derivaten genau ein Clearing stattfinden muss. So gibt es zum Beispiel Ausnahmen für Nicht-Institute, die typischerweise Derivate zum Management von geschäftlichen Risiken und zur Glättung von Cashflows im Zeitablauf nutzen, solange die entsprechenden Unternehmen kein systemisches Risiko darstellen. Die Zukunft der Derivate hängt davon ab, ob es bei der Regulierung gelingt, strikt genug zu sein, um Stabilität zu gewährleisten, und frei genug, um den Absicherungsgedanken nicht einzuschränken. Grundsätzlich haben FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer von besser regulierten Derivaten nur Vorteile. Zum Beispiel werden Rohstoffe nur selten physikalisch und fast immer über Derivate gehandelt. Wie zum Beispiel der Craton Capital Precious Metal Fund (WKN 964907, ISIN LI0016742681) mit Domizil in Liechtenstein und der Earth Exploration Fund UI (WKN A0J3UF, ISIN DE000A0J3UF6) mit Domizil in Frankfurt.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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