Gerd Bennewirtz-Sparer-Wissen-Fonds Begriffe: Was ist besser – Schulden im Inland oder im Ausland?

25. August 2012 von um 11:00 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Bennewirtz-Sparer-Wissen-Fonds Begriffe: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Aktienfonds steht: Was ist besser – Schulden im Inland oder im Ausland? „Über zwei Dekaden war in Europa eine sich verfestigende Integration internationaler Sparer, Anleger und Investoren zu beobachten. Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.Jetzt ziehen sich ausländische Anleger aus Italien und Spanien zurück“, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Neuss-Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. „Ist es besser, im Inland Schulden zu kaufen?“

Liebe FondsBlogger, der Beitritt zur europäischen Währungsunion bot Staaten mit einer schwächeren Währung den großen Vorteil von mehr Glaubwürdigkeit und Stabilität. Die Folge waren eine drastische Senkung der Renditen von Staatsanleihen sowie ein Rückgang der Inflation. Dadurch wurden diese Länder für ausländische Investoren attraktiv. Der Trend zur Internationalisierung der Schuldenhaltung war unaufhaltsam, vor allem in antizyklisch interessanten Ländern wie Spanien und Italien.

In Spanien, berichtet DB Research, hat sich der Anteil  ausländischer Gläubiger innerhalb von 15 Jahren fast verzehnfacht. Lag er 1990 noch bei 6 Prozent, so war er bis 2006 auf mehr als 50 Prozent gestiegen. In Italien verlief die Entwicklung ähnlich. Besonders im Jahr der Euroeinführung 1999 beschleunigte sich die Internationalisierung der Gläubiger deutlich. Auch in Deutschland diversifizierte sich die Gruppe der Investoren in den vergangenen 20 Jahren international. Zu Beginn der 90er Jahre wurden Schuldentitel nur zu 20 Prozent von ausländischen Gläubigern gehalten, heute sind es 57 Prozent. In Deutschland setzt sich diese Entwicklung fort. In Italien und Spanien brach der Trend mit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 unvermittelt ab und änderte die Richtung.

Mit dem Anstieg der Renditen für spanische und italienische Staatstitel stiegen internationale Gläubiger aus. In Spanien stieg der absolute Wert der im Ausland gehaltenen Staatsschulden zwar bis 2010 weiter an, jedoch vergrößerte sich die gesamte Staatsschuld ab 2006 überproportional. Dadurch sank der Anteil ausländischer Gläubiger. In Italien nimmt die Auslandsschuld seit 2010 relativ, seit letztem Jahr auch absolut ab. Allein im ersten Quartal 2012 reduzierte sich der Anteil ausländischer Gläubiger um fast 4 Prozentpunkte.

Deutschland profitierte von dieser Entwicklung in den Peripheriestaaten. Bundesanleihen avancierten zu einem begehrten „Safe Haven“. Die Nachfrage ist groß, was die Renditen sinken und den Anteil internationaler Gläubiger steigen lässt. Ein größerer Anteil an Inland-Schulden muss nicht schlecht sein. Bei überhöhten Staatsschulden kann es für ein Land von Vorteil sein, wenn seine Schulden zum Großteil im Inland gehalten werden. Es gibt der Regierung die Gelegenheit, mittels einer Pauschalbesteuerung, zum Beispiel in Form einer Vermögensteuer, die Schulden zu bedienen und einen Zahlungsausfall zu vermeiden. Die Politiker stehen dann nicht beim Ausland, sondern beim Inland-Wähler im Wort.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag! Das berühmteste Beispiel ist Japan. Nippons Schuldenquote betrug 2011 rund 230 Prozent des BIP. Dennoch refinanziert sich Japan zu sehr niedrigen Zinsen, weil der Anteil von Gläubigern aus dem Inland bei über 90 Prozent liegt. Auch Italien konnte bereits Anfang der 90er seine hohe Zinslast bedienen, weil der Großteil der Staatsschulden im Inland gehalten wurde. Heute haben die italienischen Haushalte nicht nur hohe Anteil am Inland, sondern auch große Auslandsvermögen. Angestrebt wird darum, die italienische Staatsschuld im Ausland zurückzuholen (zu repatriieren). Für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer heißt das: Italien hat Reserven und kann auch eine längere Phase höherer Risikoprämien überstehen. Und wenn nichts mehr hilft, kann es immer noch die Toskana verkaufen. Mit Vorkaufsrecht bei uns. Wie Sie sich auch jetzt schon dort engagieren können? Durch diese Fonds: Fidelity Funds – Italy Fund (WKN 973262, ISIN LU0048584766), AXA WF – Framlington Italy (WKN 988185, ISIN LU0087656426) und Schroder ISF Italian Equity (WKN 933393, ISIN LU0106238719). Alle drei Fonds sind domiziliert in Luxemburg.

Empfehlung von FondsVerwalter Bennewirtz für den FondsBlog und den FondsBlogger: Sie wollen mehr FondsAuskünfte von Ihrer SJB FondsSkyline? Sie wünschen sich eine direkte Antwort auf Ihre individuelle(n) MarktFrage oder MarktFragen bevor Sie Fonds, Funds oder einen Fund kaufen? Sie wollen als Sparer, Privatanleger und FondsInvestoren neben der Frage – Was ist besser – Schulden im Inland oder im Ausland? – vertiefende Informationen, Nachrichten und Analysen auch Auskünfte rund um das Thema Geldanlage und zu Investmentfonds sowie den Spezialthemen finden? Diese finden Sie auf allen auch hier verlinkten SJB Internetseiten. Ob Beratung, Verwaltung oder Rabatte. Kein Problem. Einfach Anfragen. Für Kunden gibt es zukünftig das FondsPortal mit direktem, exklusivem Depotzugang. Bis Sie Kunde sind lieber Blogger, Ihre direkte Frage einfach hier im Blog, oder kurz unter Fragen stellen. Alternativ besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem Webinar, Seminar oder direkt zu einer individuellen Beratung in unserem Büro in Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. Wir freuen uns immer. Genau auf Sie!

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