Gerd Bennewirtz-Investoren-Wissen-Suche Fonds: Sind Agrarfonds nur etwas für Spekulanten?

05. Mai 2012 von um 11:00 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Sparer-Wissen-Suche Fonds: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Sind Agrarfonds nur etwas für Spekulanten? „2008 stürzte eine Lebensmittelkrise vor allem arme Länder ins Chaos“, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss seinen Standpunkt. „Jetzt sind die Preise für Soja fast wieder so hoch wie damals, Tendenz weiter steigend. Ursachen sind hungrige Chinesen,Ihre Werbung. Hier? Spekulanten und das Wetter. Der Soja-Preis ist auf ein Vier-Jahres-Hoch geklettert. Allein im vergangenen Monat nahm er um zehn Prozent zu. Jetzt steht der Scheffel bei 15,09 Dollar – nicht mehr weit weg vom Rekordhoch von mehr als 16 Dollar.“

Liebe FondsBlogger, der Deka-Bank wird das Agrargeschäft zu heiß. Zum Erstaunen der FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer  will die Bank bis zum Jahresende aus dem Spekulationsgeschäft im Universum aus Agrarrohstoffen aussteigen. „Wir haben uns entschlossen, zukünftig auf die Abbildung der Preisentwicklung von Grundnahrungsmitteln, wie zum Beispiel Weizen, Soja oder Vieh, zu verzichten“, schreiben die Fonds Manager Gesellschaft in einem Brief an die Verbraucherorganisation Foodwatch. Auch die Fonds Manager der Deutschen Bank werden von Aktivisten beschuldigt, sich an Nahrungsmittelspekulation zu beteiligen, die die Ernährung für die Ärmsten der Welt unbezahlbar mache. Nach intensiver Analyse hat die Deutsche Bank angekündigt, keine neuen Finanzprodukte auflegen zu wollen, die auf Lebensmittelpreise wetten.

Welche Rolle Spekulanten insgesamt bei der Preisbildung spielen, ist umstritten. Fest steht, dass immer mehr Finanzunternehmen versuchen, auf dem Rohstoffmarkt Geld zu verdienen, wo früher nur Produzenten und Abnehmer der Produkte miteinander handelten. Im aktuellen Fall Soja kommen, dies als Hintergrund für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer, Ernteausfälle in Argentinien und eine anziehende Nachfrage vor allem in China zusammen. Wegen des Wetterphänomens La Niña herrscht seit Monaten Hitze und Trockenheit über den Feldern der wichtigen Sojaproduzenten Argentinien, Brasilien und Uruguay. China ist der am schnellsten wachsende Markt für Soja. Das Land ist einer der größten Importeure. China ist so wichtig auf dem Weltmarkt, dass ein Preisanstieg bei Soja die Inflationsrate im Land hochtreiben kann. Ein weiterer Grund ist, dass im vergangenen Jahrzehnt viele Bauern umschwenkten: Auf immer mehr Feldern werden Pflanzen angebaut, die nicht zum Essen bestimmt sind, sondern wie Zuckerrohr für die Produktion von Bio-Kraftstoffen.

Wie FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer wissen, wird der Handel von Rohstoffen fast ausschließlich über Termingeschäfte in Form von Derivaten abgewickelt. Die Geschichte der Derivate auf Rohstoffe lässt sich bis weit in die Antike zurückverfolgen. In Griechenland wurde die Olivenernte teilweise auf Terminbasis verkauft. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in Nordamerika große organisierte Märkte, wobei Chicago mit dem dort entwickelten Weizenhandel die treibende Kraft war. 1972 übertrug die Chicago Mercantile Exchange, die größte Rohstoffbörse der Welt, das Termingeschäft auf Finanzinstrumente. Seither werden an der Tochterbörse International Monetary Exchange Termingeschäfte auf Währungs-, Zins- und Aktieindizes abgeschlossen. Die wichtigsten Handelszentren sind: Chicago, wo hauptsächlich Getreide und Ölsamen, Vieh und Fleisch, Metalle, Bauholz, Finanz-Futures und Aktienindex-Futures gehandelt werden. In New York sind in erster Linie Nahrungsmittel und Baumwolle, Metalle, Erdöl und Energie sowie Aktienindex-Futures zu finden, während Kansas City für Getreide und Aktienindex-Futures und Minneapolis für Getreide bekannt ist. Futuresbörsen gibt es außerdem zum Beispiel in Toronto, Winnipeg, Rio de Janeiro, London, Amsterdam, Paris, Madrid, Hannover, Frankfurt, Mailand, Hongkong, Singapur, Tokio, Sydney und Kuala Lumpur. Die Globalisierung und die Fortschritte im elektronischen Handel haben einen 24-Stunden- Handel in einigen Commodities möglich gemacht. Agrarerzeugnisse, wie Getreide, Kakaobohnen, Kaffee, Zucker und Baumwolle, waren Ursache und treibende Kräfte für die Entwicklung von Terminmärkten auf Rohstoffe.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Eine Bank, die sich vom Handel mit Agrarrohstoffen zurückzieht und keine neuen Agrarfonds anbietet, stellt das Atmen ein. Agrarrohstoffe sind Lebensmittel und somit für Menschen essentiell. An dieser Tatsache kommen keine Fonds Manager und auch keine FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer vorbei. Und welche FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer hätten die Fonds Manager schon beauftragt, die Preise spekulativ in die Höhe zu treiben? Agrarfonds müssen den langfristigen Rhythmus der Agrarrohstoffe in sich aufnehmen, um langfristig erfolgreich zu sein. Diese Selbstheilungskräfte haben die natürliche Volatilität immer wieder ausgeglichen. Nachhaltige FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer nutzen diesen Effekt schon seit langem: Werden einem Depot Agrarfonds beigemischt, verringern sie das Verlustrisiko des Gesamtportfolios. Der Grund: Die Agrarfonds koppeln sich von schwachen Wertpapiermärkten ab. Nicht wenige UCITS-Fonds nutzen diese Möglichkeit und sichern sich mit Futures auf Agrarrohstoffen gegen die Schwankungsrisiken an den Wertpapiermärkten ab. Beispiele sind der DWS Invest Global Agribusiness (WKN DWS0BU, ISIN LU0273158872) mit Domizil in Luxemburg und der Allianz RCM Global Agricultural Trends (WKN, ISIN LU0342688941) ebenfalls mit Domizil in Luxemburg.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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