FondsAnbieter-Warburg: Kapitalmarktperspektiven

04. Dezember 2013 von um 12:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!Fonds-Anbieter-Warburg Invest: Die globale Konjunkturdynamik ist 2013 schwächer als erwartet ausgefallen. Allerdings haben sich die meisten Frühindikatoren zuletzt verbessert, so dass eine moderate Konjunkturbelebung in den nächsten Monaten wahrscheinlich ist. Jedoch könnte die Wachstumsschwäche in den Schwellenländern länger anhalten, falls sich die Finanzierungsbedingungen dieser Länder aufgrund einer möglichen Änderung der US-Geldpolitik verschlechtern sollten. In den Industrieländern haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert, wenngleich der anhaltende Konsolidierungsdruck der öffentlichen und der privaten Haushalte für ein geringeres Potenzialwachstum spricht. Dagegen ist die konjunkturelle Entwicklung in den Schwellenländern immer noch unstetig, obwohl die längerfristigen strukturellen Wachstumsvoraussetzungen als günstig einzustufen sind (geldpolitischer Handlungsspielraum der Notenbanken, geringere Staatsverschuldung, bessere Demographie), so dass die derzeitige Schwächephase bald überwunden sein sollte.

Inflation ist trotz der expansiven Geldpolitik der Notenbanken kein Thema, im Gegenteil: die globale Inflationsrate ist so niedrig wie selten zuvor. Nachgebende Rohstoffpreise und eine schwache Konjunkturentwicklung haben hierzu beigetragen. Da die Preissteigerungsraten zunächst niedrig bleiben, werden die meisten Notenbanken an ihrer äußerst expansiven Geldpolitik festhalten.

In den USA kauft die Fed neben hypothekenbesicherten Wertpapieren auch Staatsanleihen auf. Angesichts besserer Konjunkturdaten zeichnet sich jedoch ab, dass die Fed Anfang 2014 ihr Aufkaufprogramm reduzieren und später ganz aufgeben könnte. Zinserhöhungen sind aber frühestens im Jahr 2015 zu erwarten. Die EZB hat den Leitzins aufgrund der schwachen Konjunktur und einer (zu) niedrigen Inflationsrate auf 0,25% gesenkt und könnte ein weiteres langfristiges Refinanzierungsgeschäft (LTRO) beschließen. Zinserhöhungen sind nicht vor 2016 zu erwarten. Die japanische Notenbank hat wegen des zunehmenden politischen Drucks ihr Wertpapieraufkaufprogramm massiv ausgeweitet und ihr Inflationsziel nach oben angepasst.

Die Renditen für Staatsanleihen sind aufgrund der Erwartung einer weniger expansiven US-Geldpolitik im Sommer 2013 stark angestiegen. Nachdem die US-Notenbank im September überraschend ankündigte, an ihrem Anleiheaufkaufproramm zunächst festzuhalten, haben sich die Kurse wieder erholt. Allerdings spricht das etwas bessere Konjunkturumfeld dafür, dass die Renditen im nächsten Jahr moderat steigen werden, so dass sich Anleger auf weitere Kursverluste einstellen müssen. Einem solchen Szenario begegnet man am besten, in dem man die Kreditrisiken in einem Portfolio erhöht.

Seit knapp einem Jahr hält sich der US-Dollar gegenüber dem Euro in einem vergleichsweise engen Band von 1,27 bis 1,38 EUR/USD. Nachdem die Fed den angekündigten Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik verschoben hat, haben wir unsere EUR/USD-Prognose von 1,22 auf 1,30 angehoben. So gibt es eine Reihe von Gründen, die mittelfristig für einen stärkeren US-Dollar sprechen: Die US-Wirtschaft entwickelt sich dynamischer als die der Eurozone, so dass die US-Notenbank deutlich früher mit einem Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik beginnen wird als die EZB. Zudem hat sich die Zinsdifferenz zugunsten der US-Rentenpapiere verändert.

Das konjunkturelle Umfeld hat sich zuletzt weiter verbessert, zudem profitierten die Aktienmärkte immer noch von der anhaltend lockeren Geldpolitik und den fehlenden Anlagealternativen bei den festverzinslichen Wertpapieren. Auch wenn Aktien nicht mehr als billig einzustufen sind, gehen wir davon aus, dass sich die Bewertungen in der nächsten Zeit weiter erhöhen werden. Die Aufwärtstendenz an den Aktienmärkten sollte sich von daher fortsetzen, auch weil die Unternehmensgewinne im nächsten Jahr von der besseren wirtschaftlichen Lage profitieren werden. Wir bleiben von daher bei der Empfehlung, Aktien in einem Portfolio überzugewichten. Da sich zuletzt in der europäischen Peripherie viele Wirtschaftsdaten verbessert haben, sollte hier die Rezession langsam abklingen; so dass Aktien aus der Eurozone in den kommenden Monaten überproportional stark zulegen dürften.

 

Über Warburg Invest       

Die 1987 gegründete Warburg Invest ist die Kapitalanlagegesellschaft der M.M. Warburg Gruppe mit Sitz in Hamburg. Hinter Warburg Invest steht die renommierte Hamburger Privatbank M.M.Warburg & CO KGaA, die seit 1798 tätig ist und zu den größten und ältesten unabhängigen Privatbanken Deutschlands zählt. Produkte sind Spezial- und Publikumsfonds sowie diskretionäre Portfolios für institutionelle Anleger.

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