FondsAnbieter- Union-Investment: Marktticker

01. Februar 2016 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- Union-Investment: AktienSJB FondsSkyline 1989 e.K.. PortfolioManagement. Antizyklisch.

Aktienmärkte kommen nicht zur Ruhe

Die internationalen Aktienmärkte haben auch in der abgelaufenen Woche wieder eine Achterbahnfahrt absolviert. In der Summe hielten sich dabei die Gewinne und Verluste die Waage, so dass der MSCI World bis Freitagnachmittag nur marginale Verluste verzeichnete. In Europa verbesserte sich der EURO STOXX 50 um 0,3 Prozent. Die Märkte in den USA standen unter dem Einfluss der laufenden Berichtssaison sowie der US-Notenbank Fed. Die Währungshüter hatten am Donnerstag ihren Kurs der geldpolitischen Straffung grundsätzlich bekräftigt, dabei aber die Formulierungen etwas vorsichtiger als zuletzt gewählt. Am Markt werden derzeit für das laufende Jahr zwei weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank erwartet. Der S&P 500 verbesserte sich bis Freitagmittag um 0,5 Prozent.

Unterdessen läuft die Berichtssaison in den USA auf vollen Touren. Bislang haben 22 Prozent der im S&P 500 notierten Unternehmen Zahlen vorgelegt. Davon konnten 78 Prozent die Analystenerwartungen hinsichtlich der Gewinne übertreffen. Mit Blick auf die Umsätze waren es 50 Prozent. Für beide Werte gilt indes, dass die Analysten ihre Schätzungen in den vergangenen Wochen deutlich nach unten revidiert hatten. Die Erwartungen an die Unternehmensdaten waren also nicht besonders hoch.

Facebook glänzt mit guten Zahlen

Selbst hochgesteckte Ziele konnte Facebook im vierten Quartal übertreffen. Der Konzern berichtete steigende Nutzerzahlen und ein boomendes Geschäft mit Werbung. Der Umsatz kletterte im Schlussquartal 2015 um gut 50 Prozent, der Gewinn des Unternehmens schoss um 124 Prozent auf rund 1,6 Prozent nach oben. Die Zahlen beflügelten die Aktie, die nachbörslich nach Veröffentlichung der Daten um zwölf Prozent auf bis zu 105 US-Dollar zulegte. Zum Vergleich: Beim Börsengang im Jahr 2012 wurden die Anteilsscheine zum Preis von 38 US-Dollar ausgegeben.

Auf etwas schlechtere Zeiten hat unterdessen der Handy- und Computerkonzern Apple die Investoren vorbereitet. Im laufenden Quartal sei erstmals seit 13 Jahren mit rückläufigen Umsätzen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Vor allem die konjunkturelle Abkühlung in China belastet die Geschäfte, zudem fehlt dem Unternehmen ein neuer Verkaufsschlager. Das Reich der Mitte steht für etwa ein Viertel der Verkaufserlöse. Im Schlussquartal konnte das Unternehmen Umsatz und Gewinn noch um jeweils etwa zwei Prozent steigern, allerdings war das den Investoren offenbar nicht genug: Die Aktie des Konzerns gab nach Veröffentlichung der Zahlen rund drei Prozent ab.

BASF schockt mit Gewinnwarnung

Unterdessen schockte der deutsche Chemiegigant BASF seine Investoren mit einer Gewinnwarnung. Das Unternehmen musste für das vergangene Jahr einen Gewinneinbruch von 1,4 Milliarden Euro berichten, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel auf 6,2 Milliarden Euro. Dafür verantwortlich war unter anderem das rückläufige Geschäft der Öl- und Gasfördertochter Wintershall. In der Folge des Preisverfalls bei Energierohstoffen wurde bei BASF auch eine Wertberichtigung von 600 Millionen Euro nötig, die den Konzern zusätzlich belastete. An der Börse gaben die Papiere binnen kurzer Zeit rund drei Prozent ab.

Renten

Staatsanleihen weiterhin gesucht

In der abgelaufenen Handelswoche konnten europäische Staatsanleihen deutlich zulegen. Mehrere Faktoren ließ die Anleger dort kräftig zugreifen. Zum einen hielt die Unsicherheit an den Aktienmärkten weiter an. Zum anderen verhalfen rückläufige Konjunkturdaten den Anleihenotierungen zu einem zusätzlichen Schub. So zeigte beispielsweise zum Wochenbeginn die Veröffentlichung des vielbeachteten Ifo-Indexes vor allem auf der Erwartungsseite eine deutliche Eintrübung in Deutschland. Während sich die aktuelle Lage zum Zeitpunkt der Umfrage noch weitgehend intakt darstellte, geht die deutsche Wirtschaft bei den Erwartungen skeptisch in das neue Jahr. Am US-Markt gab es am Donnerstag bei den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter, die im Dezember deutlich um 5,1 Prozent sanken, eine negative Überraschung. Letztlich ergibt sich aus dem aktuell zu beobachtende Datenkranz eine verstärkte Konjunkturskepsis, die auf eine lockere Geldpolitik der Notenbanken schließen lässt.

Notenbanken unterstützen

Darüber hinaus sorgten die Notenbanken für Unterstützung. Die US-Notenbank Fed beließ am Mittwoch zwar die Zinsen unverändert, will zukünftig aber die Entwicklung sowohl der globalen Konjunktur als auch der Finanzmärkte genauer als bisher beobachten und ihren geldpolitischen Kurs stärker darauf ausrichten. Die bislang eher ausschließliche Fixierung auf den US-Markt scheint somit obsolet. Unter den Marktteilnehmern rief dies deutliche Zweifel am Zinserhöhungsmodus hervor, es wird nunmehr von einer langsameren Straffung der US-Geldpolitik ausgegangen. Die für 2016 erwarteten vier Leitzinserhöhungen werden zunehmend ausgepreist, die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel im Wochenverlauf von 2,05 auf fast 1,9 Prozent zurück. Auf aktueller Basis dürften ein bis zwei Zinsschritte in 2016 durch die Fed aber denkbar sein.

Im Euroraum war EZB-Präsident Draghi in geldpolitischer Hinsicht zuletzt weiter expansiv gestimmt. Die EZB will, um glaubhaft zu bleiben, keine Verfehlung ihres Inflationsziels (zwei Prozent) zulassen. Damit wird die europäische Geldpolitik unvermindert expansiv bleiben und weitere Maßnahmen damit wahrscheinlicher. Die Renditeentwicklung betreffend kam es am Markt im Wochenverlauf zu einer deutlichen Abwärtsbewegung. Zehnjährige Bundespapiere rentierten am Freitagnachmittag – nach Veröffentlichung des US-Bruttoinlandsproduktes fürs vierte Quartal (plus 0,7 Prozent) – mit nur noch 0,34 Prozent. Die deutsche Zinskurve verflachte sich gegenüber dem Vorwochenschluss deutlich. Während im Einjahresbereich die Rendite – im negativen Terrain – um zwei Basispunkte fiel, kam es im langlaufenden Bereich (30 Jahre) zu einem Rückgang von 20 Basispunkten. Entsprechende Papiere verzinsen sich mittlerweile nur noch mit 1,05 Prozent. Laufzeiten bis einschließlich acht Jahren wiesen zuletzt negative Renditen auf. Auch in der europäischen Peripherie ging es mit der Verzinsung weiter abwärts. Spanische Zehnjahrestitel notieren bei 1,52 Prozent (minus 20 Basispunkte), italienische Titel fielen unter die 1,5 Prozentmarke. Selbst portugiesische Papiere, die zuletzt aufgrund von Zweifeln an der dortigen Regierungspolitik unter Druck gerieten, fielen wieder unter die Drei-Prozentmarke. Auf Gesamtmarktebene (iBoxx Euro Sovereign) ergab sich somit per Freitagnachmittag ein Zugewinn von einem Prozent.

Ausblick

Einer der wichtigsten Termine steht gleich zu Wochenbeginn an: Der chinesische Einkaufsmanagerindex für Januar. Der mehr als holprige Jahresauftakt an den Finanzmärkten war in nicht unerheblichem Maße auf die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage Chinas zurückzuführen. Ob sich eine Trendwende mit den neuen Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe ergeben wird, darf bezweifelt werden. Die wichtige Schwelle von 50 Punkten dürfte angesteuert werden.

Am Freitag steht dann der US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Wir gehen dabei von einem Zuwachs von 240.000 neuen Arbeitsplätzen aus. Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich in den vergangenen Monaten sehr dynamisch. Ob diese Entwicklung angesichts der aktuellen Eintrübung verschiedener US-Wirtschaftsdaten auch künftig anhalten wird, bleibt mehr als fraglich. Die US-Notenbank wird jedenfalls im Rahmen ihrer Zinspolitik genauer hinschauen. Hierzu zählt auch die Entwicklung der Konsumausgaben, die am Montag veröffentlicht wird. Die Fed ist – wie auch die EZB – derzeit weit von ihrem Inflationsziel entfernt.

 

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Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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