FondsAnbieter- Union Investment: Martticker

07. März 2016 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- Union Investment: Aktien

Breite Gewinne an den globalen Börsen

Die globalen Aktienmärkte sind mit Kursgewinnenin den März gestartet. Sowohl in Europa, als auch in den USA und in Asien haben sich die Notierungen nach den Verlusten der vergangenen Monate etwas erholt. Vor allem europäische und deutsche Titel konnten Boden gutmachen. So kletterte der EURO STOXX 50 bis Freitagmittag um 3,0 Prozent, der DAX stieg um 2,5 Prozent. In den USA konnte der Leitindex Dow Jones Industrial Average 1,8 Prozent zulegen und bei den Aktionären für einen positiven Wochenabschluss . Für Impulse sorgten auch die am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen der USA. Sie lagen deultlich über den Erwartungen der Ökonomen und sind somit ein Hinweis auf die konjunkturelle Lage in den USA. Auch die asiatischen Börsen wurden von den ermutigenden Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und einem starken US-Dollar mitgerissen. Sie profitierten am Ende der Woche mit 4,3 Prozent.

Börsenfusion im Rampenlicht

Die London Stock Exchange verkündete am Freitag neue Zahlen zu Umsatz und Gewinn. Im Jahr 2015 habe sich der Gewinn um 27 Prozent erhöht und liegt nun bei 709,6 Millionen Britische Pfund. Diese Zahlen dürften vor allem von der Deutsche Börse AG eng beobachtet werden. Der deutsche Börsenbetreiber ist mit der London Stock Exchange im Gespräch. Ziel ist eine Fusion der beiden Börsen. Die beiden Unternehmen hätten zusammen einen Börsenwert von etwa 25 Milliarden Euro. Damit wollen die Börsenbetreibern den großen Wettbewerbern aus den USA oder China künftig die Stirn verstärkt entgegentreten zu können. Beide Unternehmen hatten schon in der Vergangenheit Versuche unternommen, sich zusammenzuschließen. Allerdings waren die Vorhaben bislang stets gescheitert.

Adidas im Spurt

Der Sportartikelhersteller Adidas holte im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres unerwartet auf. So steigerte Adidas das organische Umsatzwachstum um zwölf Prozent. In diesem Wachstum zeichnet sich zum einen die Laufschuh-Technologie „Boost“ ab und zum anderen die ersten Geschäfte zur Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Für das neue Geschäftsjahr erwartet das Management ein Wachstum von zehn bis zwölf Prozent. In gleicher Höhe soll auch der Gewinn des Unternehmens wachsen. Sorgenkind des Unternehmens bleiben die Margen. Der neue Vorstandschef Kasper Rorsted, der vom Konsumgüterhersteller Henkel kommt und bei Adidas ab Oktober die Nachfolge von Herbert Hainer antritt, soll den Anschluss an die Konkurrenz herstellen.

Unterdessen hat es im deutschen Leitindex DAX einen Wachwechsel gegeben. Neu im Börsenbarometer ist der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1. Das Unternehmen übernimmt wegen seines gestiegenen Börsenwerts zum 21. März den Platz des Düngemittelproduzenten K+S, wie die Deutsche Börse mitteilte. Mit einem Marktwert von knapp zehn Milliarden Euro ist der TV-Anbieter mittlerweile teurer als althergebrachte Traditionskonzerne wie etwa Lufthansa, Thyssenkrupp oder RWE. Der Wechsel von ProSiebenSat.1 in den DAX ist bereits die zweite Veränderung innerhalb von sechs Monaten. Im September vergangenen Jahres stieg die Immobilienfirma Vonovia in den wichtigsten deutschen Aktienindex auf und ersetzt den Spezialchemiekonzern Lanxess.

Renten

Marktteilnehmer sind wieder risikobereiter

In der abgelaufenen Handelswoche zeigten sich die Marktteilnehmer wieder spürbar risikobereiter. Die als sicher geltenden Staatsanleihen aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden stießen daher auf ein geringeres Interesse als noch in der Vorwoche. Dies führte zu leichten Kursverlusten, mit deren steigende Renditen einhergingen. Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit rentierten anfänglich noch bei 0,1 Prozent, später dann jedoch bei 0,2 Prozent.

Analog dazu verlief auch die Kursbewegung in den USA. US-Schatzanweisungen waren in den letzten Tagen etwas weniger nachgefragt. Die Veröffentlichung des Arbeitsmarkberichts am Freitag, bei dem 242.000 Stellen neu geschaffenen wurden, verlieh der Bewegung noch zusätzlich Rückenwind. Zusammen mit einer weiterhin geringen Arbeitslosenquote von nur 4,9 Prozent, dürfte das den Befürwortern einer weiteren Zinsanhebung der US-Notenbank wichtige Argumente bieten.

Größerer Beliebtheit erfreuten sich im Gegenzug wieder Anleihen aus den Peripherieländern. In Portugal etwa ging die 10-Jahresrendite deutlich unter die Marke von drei Prozent zurück. Die politische Unsicherheit, die in Portugal, aber auch in Spanien und Italien herrscht, trat dabei nahezu völlig in den Hintergrund. Es gilt zu befürchten, dass eine Haushaltskonsolidierung zukünftig weniger stringent umgesetzt wird. Dafür spricht auch das jüngste Wahlergebnis in Irland.

Irlands Regierung wird trotz hohem Wachstum abgewählt

Die grüne Insel galt schon immer als Musterschüler der Europäischen Union. Die Bankenkrise sorgte vor Jahren dafür, dass Irland als erstes Land unter den Rettungsschirm der Staatengemeinte schlüpfen musste. Konsequente Sparanstrengungen haben das Land auch wieder als erstes aus dem Rettungsschirm herausgeführt. In den Jahren danach wurde eine vorbildliche Austeritätspolitik umgesetzt. Das Ergebnis: Irland wächst so stark wie kaum ein anderes Land. Bei den Parlamentswahlen am vergangenen Wochenende hat die Regierungskoalition nun aber dennoch eine herbe Schlappe hinnehmen müssen. Die Wähler erkannten die Verdienste von Premierminister Enda Kenny zwar an, bemängelten aber, dass vom aktuellen Aufschwung zu wenig bei der Bevölkerung ankommt. Hiervon dürfte ein schlechtes Signal ausgehen, das da lautet: Sparen lohnt sich nicht, zumindest nicht dann, wenn man wiedergewählt werden möchte. Diese Botschaft ist mit Blick auf Spanien und Portugal durchaus problematisch.

Unternehmensanleihen sind sehr gefragt

Der Jahresauftakt verlief für Unternehmensanleihen alles andere als erfreulich, steigende Risikoaufschläge und Kursverluste waren die Folge. Darüber hinaus litt der Sektor unter einer sehr schlechten Liquiditätslage. Die größere Risikobereitschaft der Investoren hat in den letzten Tagen aber zu einer regelrechten Rallye geführt. Dabei standen jene Werte ganz oben auf der Gewinnerliste, die zuvor besonders stark abgestraft wurden. Hierzu gehörten vor allem Finanzanleihen. Das Rückkaufangebot der Deutschen Bank, welches letztlich kaum in Anspruch genommen wurde, kann rückblickend als ausgesprochen vertrauensbildende Maßnahme eingestuft werden. Darüber hinaus waren auch Werte aus dem Rohstoffsektor sehr gefragt, nachdem sich der Ölpreis weiter stabilisiert hat. Zwar ist die fundamentale Lage beim Rohöl weiterhin problematisch, die Stimmung gegenüber Rohstoffen hat sich aber zuletzt ein wenig aufgehellt. So kostet ein Fass der Sorte Brent gerade 37 US-Dollar. Im Januar waren es aber weniger als 28 US-Dollar.

Ausblick

Der Kapitalmarkt stellt sich für die kommende Woche vor allem eine Frage: Wird Draghi liefern? Am Donnerstag trifft sich die Europäische Zentralbank zur geldpolitischen Sitzung und nicht wenige Marktteilnehmer erwarten von ihrem italienischen Präsidenten den großen Wurf. Wie schon vor vergangenen Sitzungen waren die EZB-Ratsmitglieder um eine möglichst realistische Erwartungssteuerung bemüht. Auch wenn sie dieses Mal, nach eigener Aussage, eher zurückhaltend kommunizierten, bleibt ein gewisses Enttäschungspotenzial bestehen – mit entsprechend möglichen negativen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte. Unsere Volkswirte rechnen mit einer Reduzierung des Einlagezinses um weitere 20 auf dann -50 Basispunkte. Zudem sollte das monatliche Anleiheankaufprogramm um 10 bis 15 Milliarden Euro anwachsen. Schließlich gehen wir auch von neuen langfristigen Liquiditätsspritzen für Banken, die sogenanten (T)LTROs, aus.

Neben den aktuellen Maßnahmen werden die neuen Wachstums- und Inflationsprognosen der EZB einen Einblick in die langfristigen Pläne der Währungshüter geben. Nachdem die Teuerungsrate im Februar wieder in den negativen Bereich abgerutscht war, dürften auch die Projektionen für 2016 und 2017 nach unten korrigiert werden.

Fast historisch wird es bereits am Dienstag und Mittwoch wenn die DAX-Schwergewischte RWE und E.ON ein letztes Mal ihre Jahresbilanzen in alter Unternehmensstruktur präsentieren. Beide Versorger spalten 2016 ihre profitablen Zukunftssparten, insbesondere Erneuerbare Energien, vom kriselnden Geschäft mit fossilen Energieträgern ab. Die schwach erwarteten Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr dürften die Notwendigkeit dieses Schrittes nochmals unterstreichen.

 

union investmentÜber Union Investment
Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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