FondsAnbieter- Union Investment: Marktticker

02. Mai 2016 von um 10:00 Uhr

unabhaengigkeitFondsAnbieter- Union Investment: AktienSJB Fonds Echo. Analysiert.

Globale Börsen verzeichnen Kursverluste

Die weltweiten Aktienmärkte haben in der vergangenen Woche Kursverluste verzeichnet. Für Unsicherheit sorgten unter anderem schwache Unternehmensnachrichten sowie gemischte Makrodaten. Der MSCI World Index verlor in lokaler Währung 0,5 Prozent. Aktien aus der Eurozone gaben bis Freitagnachmittag 3,1 Prozent ab. Der deutsche Leitindex DAX fiel um 2,7 Prozent. Auch in den USA sackten die Kurse ab, der Leitindex S&P stand am Freitagmittag 1,2 Prozent tiefer.

Durchwachsene Berichtssaison in den USA

Einmal mehr rückte die Berichtssaison der US-Unternehmen in den Fokus der Anleger. Bislang haben etwa 300 der 500 im S&P 500 gelisteten Unternehmen ihre Zahlen für das erste Quartal 2016 veröffentlicht. 57 Prozent der Unternehmen konnten die Umsatz- und sogar 78 Prozent die Gewinnerwartungen übertreffen. Allerdings hatten die Experten ihre Schätzungen seit Jahresbeginn immer weiter abgesenkt, so dass die Hürden nicht mehr allzu hoch waren.

In der abgelaufenen Woche standen vor allem Werte aus dem Bereich Internet und Technologie im Blickpunkt. So konnte der Internet-Einzelhändler Amazon einmal mehr alle Erwartungen übertreffen und steigerte seinen Umsatz um 28 Prozent auf fast 30 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 513 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von 57 Millionen US-Dollar aufgelaufen. Die Zahlen verbesserten sich quer durch alle Segmente und Regionen. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Sprung von 13 Prozent. Neben Amazon konnte auch Facebook mit guten Zahlen überzeugen, das Unternehmen hat seinen Gewinn im ersten Quartal dank sprudelnder Werbeeinnahmen verdreifacht. Der Umsatz stieg um 52 Prozent. Die Aktie schoss nach Bekanntgabe der Zahlen um fast zehn Prozent nach oben und erreichte ein Rekordhoch.

Aktien des Handy- und Computerkonzerns Apple hingegen mussten herbe Abschläge hinnehmen. Erstmals in seiner Geschichte berichtete der Konzern rückläufige Zahlen für sein wichtigstes Produkt. Im Auftaktquartal wurden 51,2 Millionen iPhones verkauft, das sind rund 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn des Unternehmens sank um etwa 20 Prozent auf 10,5 Milliarden US-Dollar. Die Aktie fiel nachbörslich um zeitweise mehr als acht Prozent. Die Talfahrt ging weiter, als Star-Investor Carl Icahn bekanntgab, sich von seiner Apple-Beteiligung trennen zu wollen.

Adidas startet durch

Gute Nachrichten kamen aus Herzogenaurach. Der Sportartikelhersteller Adidas hat die Anleger mit starken Zahlen überrascht. Rund sechs Wochen vor dem Start der FußballEuropameisterschaft kletterte die Aktie auf ein Rekordhoch, nachdem der Konzern die Prognose erhöht hatte. Der Umsatz für das Gesamtjahr soll nun 15 Prozent über dem Vorjahr liegen. Optimistisch gestimmt hatte den Konzern das erste Quartal, in dem der Umsatz währungsbereinigt um 22 Prozent gestiegen war. Der Gewinn kletterte im Dreimonatszeitraum um 35 Prozent auf fast 500 Millionen Euro. Die Aktie schoss nach Bekanntgabe um fast zehn Prozent auf 118,30 Euro. Das dürfte vor allem Investoren gefreut haben, die das Papier schon länger im Depot haben: Ende 2014 kostete ein Anteilsschein – nach einem heftigen Absturz – noch 55 Euro.

Renten

Euroraum: Trend zur Platzierung von Langläufern

An den europäischen Staatsanleihemärkten unterlagen die Anleihenotierungen in der abgelaufenen Handelswoche leichten Schwankungen. Zehnjährige Bundesanleihen streiften dabei die 0,3 Prozent-Renditemarke. Die deutsche Zinsstrukturkurve verschob sich über den Großteil der Laufzeiten hinweg um wenige Basispunkte nach oben. In Italien und in Spanien zeigten sich die zehnjährigen Laufzeiten mit 1,5 und 1,6 Prozent kaum unverändert. Auf Indexebene (iBoxx Euro Sovereign) führte der leichte Renditeanstieg an den Kernmärkten zu einem leichten Minus von 0,3 Prozent.

Auffällig war zuletzt die Tendenz zur Begebung von ausgesprochen lang laufenden Staatsanleihen. Nach Irland hatte auch Belgien kürzlich ein Papier mit 100 Jahren Laufzeit emittiert. Am Donnerstag legten die Belgier dann noch einmal nach und platzierten einen weiteren Langläufer, dieses Mal mit Fälligkeit in 50 Jahren. Der Bond im Gegenwert von drei Milliarden Euro kam am Markt gut an und generierte im Orderbuch eine Nachfrage von mehr als acht Milliarden Euro.

Die Emittenten gehen angesichts des Niedrigzinsumfeldes zunehmend dazu über, die sich für Schuldner derzeit günstigen Konditionen auf lange Sicht zu sichern. Der Bund schloss sich in der Handelswoche dem Trend ebenfalls an und stockte seine dreißigjährigen Papiere kräftig auf. Trotz der guten Nachfrage dürfte die zuletzt verhaltene Entwicklung in den Kernmärkten auch auf das erhöhte Angebot von Langläufern zurückzuführen sein.

Die jüngste eher zurückhaltende Marktentwicklung war wohl auch eine Folge jener Ereignisse, die vor genau einem Jahr am europäischen Rentenmarkt zu beobachten waren. Ende April 2015 kam es nach einer langen Aufwärtsphase zu einem abrupten Kurswechsel, der die Renditen rasant ansteigen ließ. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen beispielsweise schoss in kurzer Zeit von 0,07 auf 0,7 Prozent nach oben. Die Angst vor einer Wiederholung dieses Musters dürfte den einen oder anderen Anleger zur Zurückhaltung gemahnt haben und somit auch zur Konsolidierung in der Berichtswoche beigetragen haben.

Fed und BoJ zeigen sich zurückhaltend

Die geldpolitischen Sitzungen der US-Notenbank Fed und der Bank of Japan brachten wenig neue Erkenntnisse. Die Fed hat die Leitzinsen gemäß Erwartung nicht verändert. Allerdings zeigen sich deren Mitglieder – die internationalen Risiken betreffend – mittlerweile etwas gelassener. Eine weitere Zinserhöhung im kommenden Juni ist damit aber nicht wahrscheinlicher geworden. Der US-Rentenmarkt reagierte mit leicht rückläufigen Renditen im Bereich von drei bis zehn Jahren, längere Fälligkeiten (dreißig Jahre) zeigten sich hingegen weitestgehend unbeeindruckt.

Die Bank of Japan hat für die Märkte sehr überraschend auf eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik verzichtet. Es waren weitere expansive Maßnahmen erwartet worden. Im Gegensatz zum japanischen Aktienmarkt, der in der Folge deutlich verlor, ging die Entscheidung an den Rentenmärkten weitestgehend spurlos vorüber. Die Zehnjahresrendite stieg dort leicht von minus zwölf auf minus neun Basispunkte an. Angesichts schwacher Konjunkturdaten und negativer Inflation bleiben weitere geldpolitische Maßnahmen aber im Gespräch.

Ausblick

Für Deutschland und den Euroraum stehen in der kommenden Woche keine relevanten Wirtschaftsdaten zur Veröffentlichung an. In der um den Donnerstag verkürzten Handelswoche dürften sich die Anleger daher in erster Linie auf die US-Daten konzentrieren. Am Freitag wird der vielbeachtete Arbeitsmarktbericht aus den USA veröffentlicht. Der Beschäftigungszuwachs außerhalb der Landwirtschaft (non farm payroll) wird im Konsens mit 200.000 neuen Stellen veranschlagt. Unser Chefvolkswirt rechnet mit 210.000 neuen Stellen und liegt damit leicht über Konsens. Ein Zuwachs in dieser Größenordnung würde im Rahmen des Durchschnitts der vergangenen Monate liegen.

Darüber hinaus dürfte zum Wochenstart der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe von größerem Interesse sein. Ein leichter Rückgang innerhalb des expansiven Bereichs mit Werten um 51,5 ist wahrscheinlich. Am Mittwoch folgen die Daten für die Branchen außerhalb des verarbeitenden Gewerbes. Hier ist von leicht ansteigenden Werten auszugehen.

Darüber hinaus setzt sich die Berichtssaison der Unternehmen zum ersten Quartal 2016 weiter fort.

 

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Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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