FondsAnbieter- Union-Investment: Marktticker

25. April 2016 von um 10:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- Union-Investment: Aktien

Globale Börsen verzeichnen leichte Kursgewinne

Die weltweiten Aktienmärkte konnten in der vergangenen Woche leichte Kursgewinne verbuchen. Weiter steigende Ölpreise und verbesserte Konjunktursignale aus China haben die Märkte unterstützt. Der MSCI World Index kletterte in lokaler Währung um 1,2 Prozent. Aktien aus der Eurozone verbesserten sich bis Freitagnachmittag um 3,0 Prozent. In Deutschland erholte sich der Leitindex DAX und erreichte am Donnerstag den höchsten Stand seit Jahresanfang. Am Freitag musste er aber aufgrund der schwachen Automobilwerte etwas Federn lassen. Er lag per Freitagmittag dennoch auf Wochensicht mit 3,4 Prozent im Plus. In den USA sorgte die gemischte Berichtssaison dafür, dass der S&P 500 am Freitag um lediglich 0,4 Prozent höher notierte.

Berichtssaison verläuft gemischt

In den USA haben 130 der 500 im S&P 500-gelisteten Unternehmen ihre Zahlen für das erste Quartal 2016 veröffentlicht. 59 Prozent der Unternehmen konnte die Umsatzund sogar 82 Prozent die Gewinnerwartungen übertreffen. Man sollte sich bei der Interpretation der Daten aber darüber im Klaren sein, dass die Analysten ihre Erwartungen im Vorfeld bereits niedrig angesetzt hatten. Die Zahlen liefern also eher ein gemischtes Bild.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat sich von allen USBanken im ersten Quartal am schlechtesten entwickelt. Der Nettogewinn brach um rund 56 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ab. Vor allem der schwache Handel mit Anleihen, Rohstoffen, Devisen und Aktien sei ursächlich hierfür, hieß es seitens des Unternehmens. Auch im klassischen InvestmentbankingGeschäft – wie etwa der Begleitung bei M&A und IPOs – sind die Einnahmen um 23 Prozent zurückgegangen. Dennoch berichteten alle US-Investmentbanken von einem freundlicheren Umfeld im März, das sich im April fortsetzen sollte. So habe es im laufenden Monat bereits 40 Börsengänge gegeben, von denen auch die Banken profitieren.

Autoaktien belasten DAX zum Wochenende

Es wurde bekannt, dass VW wegen der Abgas-Affäre in den USA von zusätzlichen Rückstellungen in Höhe von 9,5 Milliarden Euro ausgeht, was den Markterwartungen entspricht. Darin enthalten sind eine Entschädigung der Kunden, die Reparatur der Autos, eine mögliche Strafe des USJustizministeriums sowie einen Ausgleich für den jahrelangen überhöhten Stickstoffausstoß. Und auch beim Konkurrenten Daimler trübt sich die Stimmung ein. Das US-Justizministerium will nun auch die Stuttgarter in Bezug auf Abgaswerte überprüfen. Zudem hat sich der Gewinn des Konzerns im ersten Quartal auf 1,4 Milliarden Euro geschmälert, trotz eines Absatzrekords. Sowohl die VW- als auch die Daimler- und die BMW-Aktie haben bis Freitagmittag Kursverluste verzeichnet.

Alphabet enttäuscht Anleger

Obwohl die Google-Holding Alphabet Umsatz und Gewinn zweistellig gesteigert hat, verlor die Aktie. Die Anleger waren aufgrund des sinkenden Durchschnittspreises für Werbeanzeigen enttäuscht. Offenbar greifen die Nutzer immer öfter via Smartphone auf die Suchmaschine zu, was dem Unternehmen weniger Einnahmen beschert. Auch der Ärger mit der EU, die das Wettbewerbsverfahren gegen den Konzern ausgeweitet hat, belastete die Aktie.

Renten

EZB: Konkretes zum Ankauf von Unternehmensanleihen

Am Donnerstag gab die EZB auf ihrer regulären Sitzung die mit Spannung erwarteten Details zum Ankaufprogramm für Unternehmensanleihen (Corporate Sector Purchase Programm, CSPP) bekannt. Folgend die zentralen Punkte:

  • Ab Juni werden die Ankäufe sowohl über den Primär- (Neuemissionen) als auch am Sekundärmarkt erfolgen.
  • Das Mindestrating der in Euro denominierten Papiere ist BBB- (letzte Stufe Investmentgrade), ausgestellt von einer der externen Ratingagenturen
  • Der Anleiheemittent muss seinen Sitz im Euroraum haben. So sind auch Muttergesellschaften mit Sitz außerhalb des Euroraumes für das CSPP qualifiziert, wenn die Anleihe über im Euroraum ansässige Tochtergesellschaften platziert werden (bspw. Glencore) · Es können bis zu 70 Prozent einer Emission angekauft werden
  • Es werden Laufzeiten zwischen sechs Monaten und 30 Jahren berücksichtigt
  • Es werden auch Versicherungspapiere angekauft
  • Kreditinstitute werden nicht berücksichtigt. Unternehmen, die Tochtergesellschaften mit Bankaktivitäten besitzen, fallen hingegen unter das CSPP

Durch die nun kommunizierten Details ergibt sich für die EZB ein kaufbares Gesamtvolumen an Papieren von gut 800 Milliarden Euro. Schätzungsweise dürften pro Monat fünf bis zehn Milliarden Euro angekauft werden.

Die Details wurden sehr positiv vom Markt aufgenommen, da diese die Erwartungen übertrafen. Hiervon konnte in erster Linie weiterhin der Primärmarkt profitieren. In der Berichtswoche wurden wieder zahlreiche neue Papiere, die unter das CSPP fallen werden, sehr erfolgreich platziert. Auf Gesamtmarktebene gingen die Risikoprämien (Spreads) für Unternehmensanleihen etwas zurück. Ansonsten gab es hinsichtlich der EZB-Geldpolitik keine Neuigkeiten. Die EZB begibt sich nun in den „wait and see“-Modus und wird die Auswirkung ihrer zahlreichen Maßnahmen nun beobachten

Argentinien ist wieder da

Nach gut 15 Jahren Abstinenz am internationalen Anleihemarkt glänzte Argentinien in der Berichtswoche mit einem fulminanten Comeback. Die Argentinier emittierten vier Tranchen mit Laufzeiten von drei, fünf, zehn und 30 Jahren. Insgesamt wurden 16,5 Milliarden US-Dollar begeben, die im Orderbuch eine Nachfrage von gut 68 Milliarden US-Dollar hervorriefen. Der Zehnjahresbond beispielsweise wurde mit einer Verzinsung von 7,5 Prozent zugeteilt. Alle Tranchen konnten im folgenden Handel weitere Zugewinne verbuchen. Ein Großteil des Emissionserlöses wird für die Begleichung von Forderungen aus dem Konflikt um die Altschulden aus dem Jahre 2001 verwendet werden.

Staatsanleihen etwas leichter

Die europäischen Staatsanleihemärkte tendierten in der abgelaufenen Handelswoche etwas leichter. Entsprechend erhöhten sich sowohl in den Kern- als auch den Peripheriestaaten die Renditen im Zehnjahresbereich um bis zu zehn Basispunkte. Auf Indexebene (iBoxx Euro Sovereign) gab der Gesamtmarkt um 0,6 Prozent nach. Die deutsche Zinsstrukturkurve zeigte sich im Vergleich zur Vorwoche ab zwei Jahren Laufzeit etwas steiler. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten wieder über 0,2 Prozent. Auch am US-Markt stiegen die Renditen an. US-Schatzanweisungen verzinsten sich mit knapp 1,9 Prozent.

Ausblick

Die US-Notenbank Fed tagt am 26./27. April. Eine immer wieder diskutierte weitere Leitzinserhöhung wird wohl ausbleiben. Zumindest rechnet so gut wie keiner der Marktteilnehmer mit einer Anhebung am kommenden Mittwoch. Jedoch erhoffen sich die Beobachter Hinweise darauf, ob für den Juni ein nächster Schritt zu erwarten sei. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist deutlich höher. Die in den vergangenen Monaten zu beobachtende große Streuung unter den Fed-Mitgliedern in deren Haltung zur Zinsentwicklung hat sich in letzter Zeit ein wenig verdichtet. Die Fed wird wohl aber weiter umsichtig bleiben und eine weitere Anhebung von der aktuellen Entwicklung der Wirtschaftsdaten abhängig machen. Am Donnerstag tagt dann die japanische Notenbank. Deren geldpolitischer Kurs wird hingegen weiter expansiv ausgerichtet bleiben. Zu den wichtigen Daten im Inland gehört gleich am Montag der ifo-Geschäftsklimaindex.

Am Donnerstag wird dann die erste Schätzung zum USBruttoinlandsprodukt im ersten Quartal bekanntgegeben. Am Freitag erfolgt die erste Schnellschätzung des Bruttoinlandsproduktes für den Euroraum. Trotz einiger Unsicherheitsfaktoren wie etwa Konjunktursorgen in den USA und den Schwellenländern oder der Brexit-Diskussion wird für das erste Quartal ein leichter Anstieg erwartet.

Weitere wichtige Daten ergeben sich zudem am Dienstag in den USA (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter) und am Freitag mit den Verbraucherpreisen (April) aus dem Euroraum.

Darüber hinaus berichten weiter zahlreiche Unternehmen zur Geschäftsentwicklung im 1. Quartal.

 

union investmentÜber Union Investment
Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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