FondsAnbieter- Union Investment: Marktticker

30. März 2016 von um 10:30 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

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Ruhige Handelswoche vor der Osterpause

Nachdem in den vergangenen Wochen die Notenbanken die Entwicklung der Kapitalmärkte geprägt hatten, beruhigte sich das Geschehen an den vorösterlichen Tagen. Bei geringeren Umsätzen tendierten die Leitbörsen schwächer. Die Terroranschläge in Brüssel sorgten am Dienstag für vermehrte Unsicherheit, eine nachhaltige Abwärtsbewegung blieb aber zunächst aus. Der DAX testete sowohl am Montag als auch am Mittwoch erneut die Marke von 10.000 Punkten, konnte diese aber am Donnerstag nicht behaupten. Als Grund nannten Händler Absicherungsgeschäfte vor dem langen Wochenende („Oster-Hedges“). Am Donnertagnachmittag summierte sich der Wochenverlust im deutschen Leitindex auf rund 0,5 Prozent. Der EURO STOXX 50 gab 1,9 Prozent ab. Insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Grundstoffe sowie Öl und Gas schlossen deutlich im Minus – Folge der wieder schwächeren Rohstoffpreise und des festeren US-Dollars. Die US-Börsen büßten ebenfalls ein.

Börsengänge ausgebremst – kein Rückenwind für Senvion

Das turbulente Kapitalmarktumfeld zu Jahresbeginn hatte eine deutliche Abkühlung bei den Börsengängen zur Folge. Wie aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft EY hervorgeht, sank die Zahl der weltweiten Erstnotizen im ersten Quartal 2016 um fast 40 Prozent auf nur noch 167. Das Emissionsvolumen brach sogar um 70 Prozent auf 12,1 Milliarden US-Dollar ein. Insbesondere in den USA wurden die Emittenten heftig ausgebremst. Statt 6,2 Milliarden US-Dollar in den ersten drei Monaten 2015 konnten jetzt nur noch 750 Millionen US-Dollar eingesammelt werden.

Schwer taten sich auch die deutschen Kandidaten: Nach dem Biotech-Unternehmen Brain im Februar war der Windanlagenbauer Senvion erst der zweite Emittent, der es aufs Frankfurter Parkett schaffte. Und das auch nur mit einigen Schwierigkeiten: Nachdem der erste Anlauf noch am zu geringen Anlegerinteresse gescheitert war, wurde die Preisspanne deutlich gesenkt. Und auch hier reichte es am Mittwoch nur zu einer Platzierung am unteren Ende. Seitdem pendelt der Kurs um den Ausgabepreis von 15,75 Euro. Die Hamburger – die unter dem Namen Repower schon einmal gelistet waren – sind damit rund eine Milliarde Euro Wert.

Monsanto macht Bayer Avancen in puncto Agrarchemie

Nachdem man beim Bieten um Syngenta noch den Kürzeren gezogen hatte, streckt der weltgrößte Saatguthersteller Monsanto nun die Fühler in Richtung Deutschland aus: Die US-Amerikaner wären bezüglich einer möglichen Übernahme des Agrarchemie-Geschäfts bei Bayer vorstellig geworden, hieß es am Montag aus Unternehmenskreisen. Analysten taxieren die Sparte Bayer Crop Science, die 2015 mehr als zehn Milliarden Euro umsetzte, auf 40 bis 50 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Syngenta war den neuen chinesischen Besitzern ChemChina über 43 Milliarden US-Dollar Wert. Insidern zufolge herrscht bei Bayer allerdings kein großer Verkaufsdruck. Man wolle in den Gesprächen zunächst einmal abklopfen, wie stark das Interesse der Amerikaner überhaupt ist. Aufgrund wettbewerbsrechtlicher Hürden halten Branchenkenner auch eine Kooperation in einem Gemeinschaftsunternehmen für möglich. Die Spekulationen weckten in jedem Fall die Fantasie der Anleger: Bayer legte am Montag um bis zu 5,4 Prozent zu. Auf Wochensicht bleibt ein Plus von rund 3,8 Prozent. Die Leverkusener waren damit Spitzenreiter im DAX.

Renten

Freundliche Stimmung hält an

Im Vorfeld der Osterfeiertage und des sich nähernden Quartalsendes nahm die Volatilität an den europäischen Staatsanleihemärkten merklich ab. Die Marktteilnehmer waren vor den Feiertagen nicht bereit, größere Positionierungen einzugehen. Auf Indexebene (iBoxx Euro Sovereign) tendierte der Gesamtmarkt in der um den Karfreitag verkürzten Handelswoche mit plus 0,2 Prozent dennoch freundlich.

Das Plus war in erster Linie auf die leicht rückläufige Renditeentwicklung an den europäischen Kernmärkten zurückzuführen. Diese konnten von einer Konsolidierung der mit Risiko behafteten Assetklassen profitieren. Am deutschen Anleihemarkt lag die Rendite zehnjähriger Bundespapiere bei nur noch 0,17 Prozent. Ab dem Laufzeitbereich von zwei Jahren aufwärts war die Verzinsung gegenüber dem Vorwochenschluss rückläufig. Die deutsche Zinsstrukturkurve verflachte sich im Wochenvergleich um einige Basispunkte.

An den Peripheriemärkten zeigten sich die Renditen hingegen entweder unverändert oder erhöhten sich sogar wie im Falle Spaniens. Die Risikoprämien (Spreads) weiteten sich in der Berichtswoche somit etwas aus. In Spanien kletterte die Verzinsung zehnjähriger Staatspapiere wieder über die 1,5-Prozentmarke. Die kürzlich von der Ratingagentur S&P vorgenommene Herabstufung der Kreditwürdigkeit Kataloniens von BB- auf nunmehr B+ mit negativem Ausblick warf hier vielleicht ihre Schatten voraus. Im April steht dann die Ratingüberprüfung Spaniens an, der eine oder andere Anleger dürfte somit gegenüber spanischen Anleihen in einem insgesamt etwas weniger liquiden Markt vorsichtiger geworden sein.

Unverändert zeigte sich der US-Anleihemarkt. Einem Renditeanstieg folgte ab der Wochenmitte wieder ein Rückgang. Wenig Einfluss auf die amerikanischen Zinsmärkte hatten die Äußerungen verschiedener Mitglieder der US-Notenbank, von denen sich einige für mehrere Zinserhöhungen in diesem Jahr aussprachen. Die Vielstimmigkeit in der Fed hält weiter an. Etwas mehr beeindruckt von den Zinserhöhungsforderungen zeigte sich der Devisenmarkt. Der US-Dollar wertete im Wochenverlauf gut ein Prozent gegenüber dem Euro auf und notierte am Donnerstagmittag bei 1,116 US-Dollar je Euro.

EM-Rentenmärkte konsolidieren

Nach zuletzt fünf starken Wochen konsolidierten die Anleihemärkte in den Schwellenländern (EM). Die Risikoaufschläge für EM-Staats- und Unternehmensanleihen stiegen etwas an. Eine in US-Dollar denominierte Staatsanleihe Paraguays, ein am Kapitalmarkt eher seltener Emittent, wurde sehr erfolgreich bei den Anlegern platziert. EM-Devisen wie Russischer Rubel, Kolumbianischer Peso und Brasilianischer Real werteten im Rahmen der Konsolidierung zuletzt etwas ab.

Unternehmensanleihen: Weitere Neuemissionen

Die gute Stimmung am Primärmarkt für Unternehmensanleihen hält an, wenngleich in der abgelaufenen Berichtswoche weniger Papiere als noch in der Vorwoche emittiert wurden. Die Nachfrage war weiter hoch, insbesondere bei Papieren, die demnächst unter das Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank fallen werden. Ein Beispiel ist die neue Anleihe der Deutschen Post. Eine zunehmende Differenzierung unter jenen Unternehmenspapieren, die unter das Ankaufprogramm der EZB fallen werden und den übrigen Anleihen, ist mittlerweile zu beobachten.

Ausblick

Die Datenschwerpunkte der kommenden Handelswoche liegen auf Donnerstag und Freitag. Die vorläufigen Verbraucherpreise im Euroraum für März dürften auch von der Europäischen Zentralbank mit großen Interesse aufgenommen werden, liegt doch die Preissteigerung derzeit recht weit entfernt vom EZB gesteckten Zielwert (nahe zwei Prozent). Im Februar lag die Kerninflationsrate bei 0,8 Prozent, die Inflation insgesamt betrug minus 0,2 Prozent. Den Markterwartungen zufolge ist mit einem leichten Anstieg um 0,2 Prozentpunkte zu rechnen.

Am Freitag wird mit großer Spannung der Beschäftigungszuwachs in den USA erwartet (Non-farm-payroll). Der Konsens liegt bei 200.000 neu geschaffenen Stellen. Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich in jüngster Vergangenheit sehr solide und ist für die US-Notenbank ein wichtiges Kriterium für die Ausrichtung ihrer Geldpolitik. Ein deutlicher Stellenaufbau dürfte die Stimmen der Zinserhöhungsbefürworter innerhalb der Fed stärken. Darüber hinaus wird direkt im Anschluss der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe erwartet. Angesichts der zuletzt veröffentlichten Daten dürfte ein Anstieg des Indexes über die Expansionsschwelle von 50 Punkten nicht allzu überraschen.

 

union investmentÜber Union Investment
Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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