FondsAnbieter-Union Investment: Marktberichte März 2013

11. April 2013 von um 12:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter-Union Investment: Aktien: US−Aktien treiben Gesamtmarkt

Renten: Sichere Staatsanleihen gesucht

Aktienmärkte Die globalen Aktienmärkte haben im März im Plus geschlossen. Getrieben von der Entwicklung in den USA und in Japan stieg der MSCI World in lokaler Währung um 2,4 Prozent. Die Börsen der Schwellenländer mussten wie schon im Vormonat Verluste verbuchen. Auch in Europa gaben die Kurse nach, der EUROSTOXX 50 fiel um 0,4 Prozent.

Rentenmärkte Die Zypernkrise wurde schnell überwunden. Sichere Staatsanleihen verzeichneten weitere Renditerückgänge. Die Anleihemärkte Südeuropas zeigten sich zudem stabil.

Die Aktienmärkte

Deutschland/Europa

Märkte bleiben gelassen: Der EURO STOXX 50 verlor im März 0,4 Prozent. Angesichts der politischen Unsicherheiten rund um Zypern und Italien sowie der Stimmungseintrübung in der Wirtschaft des Euroraumes hätte auch eine stärkere Abwärtsbewegung nicht verwundert.

Im März spitzte sich die Schuldenkrise in der Eurozone in Form der sogenannten Zypern−Frage noch einmal akut zu. Nicht einmal der drohende Staatsbankrott selbst, sondern eher die in rascher Folge unternommenen und sogleich wieder verworfenen turbulenten Rettungsversuche für die zypriotischen Banken und das Kommunikationschaos seitens der Verantwortlichen hatten die Investoren verunsichert. Schließlich konnte der ungeordnete Zusammenbruch des Finanzsektors und damit der Staatsbankrott in letzter Minute verhindert werden. Daneben schwelte die Krise aber an anderer Stelle weiter: In Italien konnte bis dato noch keine Regierung gebildet werden. Auch von Seiten der Konjunktur hatte der März nicht viel Positives zu bieten. Dass sich die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone weiter eintrübte, konnte man zuletzt an immer mehr Indikatoren ablesen. Die ZEW−Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten in Deutschland stiegen zwar leicht an. Der Ifo−Geschäftsklimaindex war aber rückläufig. Auch die Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone haben in der Breite enttäuscht. Zuletzt tauchte dann auch noch der Sentiment−Index der Europäischen Kommission ab.

Die Marktreaktion auf die Fülle an negativen Nachrichten war dabei aber sehr gelassen. Die größten Abschläge mussten im März die Leitindizes aus Zypern (minus 5,8 Prozent), Griechenland (minus 16,2 Prozent) und Spanien (minus 3,7 Prozent) hinnehmen. Der deutsche Leitindex DAX hingegen rückte um 0,7 Prozent vor und übersprang die lang ersehnte 8.000er−Marke − zum dritten Mal seit seinem Bestehen. Aus Sektorensicht mussten lediglich die Finanz− und insbesondere Bankaktien des Währungsraumes Federn lassen. Der entsprechende Index verlor 5,9 Prozent. Ins Plus schafften es die defensiveren Sektoren: Aktien der europäischen Gesundheitsbranche gewannen 5,3 Prozent.

Osteuropa

Verluste überwiegen: Während noch zu Jahresbeginn viele Staaten Osteuropas Kurszuwächse erzielen konnten, scheint nun die Glückssträhne der östlichen Börsen vorbei zu sein. Neben den erneuten Erschütterungen der europäischen Staatsschuldenkrise, verursacht durch die Probleme der zypriotischen Banken, macht sich nun der nicht mehr ganz so hohe Rohstoffhunger der aufstrebenden Volkswirtschaften bemerkbar. Das spürt besonders Russland, der Primus des Ostens _ wird doch der russische Index nach wie vor von Rohstoffwerten dominiert. Somit musste in diesem Berichtsmonat in Russland der RTS Index ein Minus in Höhe von fast fünf Prozent in lokaler Währung hinnehmen. Dennoch konnte die Regierung in Moskau ihre Rolle als Energielieferant für China langfristig stärken. Auf der ersten Auslandsreise des neuen chinesischen Präsidenten Xi Jinping wurden weitere Schritte über einen Exportvertrag für russisches Erdgas vereinbart. Der vom Kreml kontrollierte Konzern Gazprom vereinbarte mit dem Staatskonzern China National Petroleum Corporation (CNPC) eine Absichtserklärung über die Lieferung von 38 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr, beginnend ab 2018 für 30 Jahre. Das Volumen kann auf 60 Milliarden Kubikmeter aufgestockt werden, was rund 27 Prozent von Gazproms Ausfuhren im Jahr 2011 entspräche. Rechtlich bindende Dokumente sollen jedoch erst im Juni diesen Jahres unterzeichnet werden. Bisher stockten die Verhandlungen durch die unterschiedlichen Preisvorstellungen: China wollte keinen Betrag zahlen, der so hoch ist wie jener, den Gazprom in Europa verlangt. Da Gazprom den russischen Inlandspreis künstlich niedrig halten muss, ist der Konzern auf einen hohen Exportpreis angewiesen. Der ungarische BUX Index konnte sich auch in diesem Monat der Abwärtsbewegung nicht entziehen und schloss den Berichtsmonat mit einem Verlust von mehr als fünf Prozent in lokaler Währung. Nun wurde bekannt, dass der neue Notenbankchef György Matolcy sein Amt mit erweiterter Machtbefugnis antreten wird. Der ehemalige Wirtschaftsminister Ungarns gilt als ein enger Vertrauter des Ministerpräsidenten Viktor Orban. Bereits in der Vergangenheit hat die Europäische Union die Entwicklungen in Ungarn mit Sorge beobachtet.

 

 

Über Union Investment

Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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