FondsAnbieter- Union Investment: Marktberichte Januar 2016

09. Februar 2016 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- Union Investment: Aktien: Weiterer Ausbau der Verluste bei den weltweiten AktienmärktenSJB FondsSkyline 1989 e.K.. PortfolioManagement. Antizyklisch.

Renten: Unsicherheit lässt Anleger nach sicheren Staatsanleihen greifen

Aktienmärkte Die weltweiten Aktienmärkte haben im Januar die Verluste aus dem Vormonat ausgebaut. Vor allem die Unsicherheit bezüglich der konjunkturellen Entwicklung in China und den USA belastete die Kurse. Unter dem Strich gab der MSCI World Index in lokaler Währung 5,5 Prozent ab. In den Vereinigten Staaten verlor der Leitindex S&P 500 5,1 Prozent an Wert. In der Eurozone fiel der EURO STOXX 50 Index vor dem Hintergrund der Konjunktursorgen um 6,8 Prozent.

Rentenmärkte Sorgen um die chinesische Wirtschaft und der anhaltende Verfall der Rohstoffpreise, insbesondere beim Öl, sorgten zum Jahresauftakt für hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten. Sichere Staatsanleihen aus Deutschland und den USA waren gesucht, was zu deutlichen Renditerückgängen führte.

Die Aktienmärkte

Europa

Kursverluste zum Jahresauftakt: Die europäischen Aktienmärkte haben im Januar deutliche Kurseinbußen verzeichnet. Vor dem Hintergrund der globalen Wachstumssorgen und des Abverkaufs an den chinesischen Börsen gab der EURO STOXX 50 Index im Berichtsmonat rund 6,8 Prozent ab. Der breitere STOXX Europe 600 Index, der auch Aktien aus den europäischen Ländern außerhalb der Eurozone umfasst, verlor 6,4 Prozent. Der MSCI AC Europe Small Cap Index für kleinere europäische Unternehmen fiel um 6,9 Prozent.

Geprägt wurden die Märkte zum Jahresauftakt vor allem von Sorgen bezüglich der globalen Konjunktur: Schwächere Makrodaten aus den USA und China sowie das rückläufige Nachfragewachstum nach Öl verunsicherten die Investoren. Auch in der Eurozone gaben Barometer wie etwa das ifo-Geschäftsklima und das Wirtschaftsvertrauen nach. Auch die Einkaufsmanagerindizes, die als wichtige Frühindikatoren gelten, fielen auf breiter Front.

Die fallenden Preise für Energierohstoffe belasten den Öl- und Gasbereich, färben aber auch zunehmend auf Unternehmen aus anderen Sektoren ab. So überraschte beispielsweise der deutsche Chemiekonzern BASF die Investoren mit einer Gewinnwarnung. Ursache hierfür war unter anderem eine Wertberichtigung von rund 600 Millionen Euro auf die Öl- und Gasfördertochter Wintershall.

Nicht zur Ruhe kommt die europäische Automobilindustrie. Nach dem Abgasskandal um VW geriet im Berichtsmonat auch der französische Hersteller Renault ins Visier der Behörden. Französische Ermittler hatten zu Monatsbeginn drei Werke nach Hinweisen durchsucht, außerdem sollen 100 Autos von verschiedenen französischen und internationalen Herstellern durch eine von der Regierung eingesetzte Kommission untersucht werden. Im Monatsverlauf rief Renault eine Reihe von Fahrzeugen wegen Unregelmäßigkeiten bei den Abgaswerten zurück. Titel aus dem Premiumsegment litten zudem unter Befürchtungen einer anhaltenden Absatzschwäche in China und den USA. So fielen Daimler um 17 Prozent, BMW gaben sogar 21,4 Prozent ab. Der Sektor in Gänze verlor 16,3 Prozent an Wert.

Deutschland

Deutliche Kursrücksetzer: Der deutsche Aktienmarkt hat im Januar die Verluste aus dem Vormonat ausgebaut und einmal mehr erhebliche Abschläge verbucht. Unter dem Strich stand für den Leitindex DAX ein Minus von 8,8 Prozent. Auch der MDAX Index für Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung ließ Federn und verlor 6,3 Prozent. Der TecDAX Index für Aktien von Firmen aus der Technologiebranche gab 7,8 Prozent ab, während der SDAX Index für kleine Unternehmen um 8,0 Prozent fiel.

Die fallenden Preise für Energierohstoffe belasten den Öl- und Gasbereich, färben aber auch zunehmend auf Unternehmen aus anderen Sektoren ab. So überraschte beispielsweise der deutsche Chemiekonzern BASF die Investoren mit einer Gewinnwarnung. Ursache hierfür war unter anderem eine Wertberichtigung von rund 600 Millionen Euro auf die Öl- und Gasfördertochter Wintershall.

Deutliche Verluste verzeichneten auch die Automobilkonzerne. Hier bestanden Befürchtungen, dass sich die Absatzsituation in China und in den USA infolge einer Verflachung des konjunkturellen Trends verschlechtern könnte. Betroffen war insbesondere das Premiumsegment. So verloren Papiere von Daimler im Berichtsmonat 17 Prozent, BMW fielen sogar um 21,5 Prozent. Aktien von VW gaben 20 Prozent nach.

Über verbesserte Ertragsaussichten konnte der Walldorfer Softwarekonzern SAP berichten. Dank gut laufender Geschäfte seiner Cloud-Sparte hob das Unternehmen die Wachstumsziele für das kommende Jahr an. Das Management erhöhte die Umsatzprognose für 2017 um bis zu anderthalb Milliarden auf 23,0 bis 23,5 Milliarden Euro. Der Aktie half das indes nur bedingt. Der Titel gab im Januar 0,7 Prozent ab.

Allerdings gab es im Januar auch einige Gewinner im deutschen Leitindex. So konnten sich die Versorger E.on und RWE von den heftigen Verlusten des Jahres 2015 erholen und schlossen mit 5,6 und 9,6 Prozent im Plus. Auch Titel von Adidas stiegen kräftig an. Hintergrund ist ein Wechsel im Management: Vorstandschef Herbert Hainer soll im Herbst vom jetzigen Henkel-Chef Kasper Rorsted abgelöst werden.

Osteuropa

Osteuropäische Aktienmärkte auf Monatssicht stabil: In Summe entwickelten sich die osteuropäischen Börsen im Januar seitwärts. Ein zwar weiterhin schwankungsanfälliger, aber auf Monatssicht nur noch moderat schwächerer Ölpreis unterstütze die Märkte. So notierte der MSCI Emerging Markets Eastern Europe Index in Lokalwährung nahezu unverändert. Aufgrund entsprechender Währungsbewegungen wurde in US-Dollar ein leichtes Minus von 2,3 Prozent verzeichnet. Der MSCI World Index ging in Lokalwährung hingegen deutlich um 5,5 Prozent zurück.

Der russische Leitindex MICEX konnte im Berichtszeitraum zulegen. In Landeswährung lag das Plus bei 1,3 Prozent. Nachdem der Russische Rubel gegenüber dem US-Dollar rund sechs Prozent verlor, ging der RTS-Index um 1,6 Prozent zurück. Die russische Notenbank beließ ihren Leitzins Ende Januar zwar bei elf Prozent, verwies aber auf weiterhin bestehende Risiken aus Ölpreisverfall und Inflation. Die aktuelle Preissteigerung liegt bei fast 13 Prozent, bis Januar 2017 streben die Währungshüter eine Rate von unter sieben Prozent an.

Der türkische Aktienmarkt konnte im Januar hingegen zulegen. Der BIST-Index notierte 2,4 Prozent fester. Als Veredler-Ökonomie profitiert das Land von den niedrigen Rohstoffpreisen. Weder die innenpolitischen Debatten noch die erneuten Diskussionen um eine mögliche Verletzung des türkischen Luftraums durch russische Kampfjets belasteten den Markt im Berichtszeitraum nachhaltig. Auch die nur noch moderate Abwertung der Türkischen Lira gegenüber dem US-Dollar sorgte für Stabilität.

Deutlich nach unten ging es in Polen: Der marktbreite WIG-Index verlor in einem Umfeld politischer Unsicherheit 4,7 Prozent. In Griechenland gab der ATHEX-Composite Index gar 12,4 Prozent nach. Mitte des Monats hatte Athen kurzlaufende Staatspapiere zur Ablösung auslaufender Anleihen begeben.

Nachdem die Rohölnotierungen im Laufe des Januars auf den tiefsten Stand seit rund zwölf Jahren gefallen waren, konnte sich der Preis zum Monatsende hin wieder deutlich erholen. Gerüchte um eine mögliche Förderkürzung durch die OPEC und Russland unterstützten. Im Vergleich zu Ende Dezember verlor die Sorte Brent 3,9 Prozent an Wert.

USA

Verpatzter Jahresstart an den US-Börsen: Die US-Börsen sind mit deutlichen Abschlägen ins neue Jahr gestartet. Belastet von Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum und heftigen Kursverlusten in China gab der Leitindex Dow Jones Industrial Average 5,5 Prozent ab, der marktbreite S&P 500 Index schloss 5,1 Prozent leichter.

Vor allem die Sorge um eine Abflachung des konjunkturellen Trends in den USA verunsicherte die Anleger. So wurden im Januar einige überraschend schwache Indikatoren wie beispielsweise der ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Zudem gaben die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Dezember um gut fünf Prozent nach. Der US-Industrie macht unter anderem der scharfe Rückgang des Ölpreises zu schaffen.

Von Unternehmensseite waren gemischte Nachrichten zu vernehmen. Nachdem etwa ein Fünftel der Adressen aus dem S&P 500 Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt hat, konnten 78 Prozent die Analystenerwartungen hinsichtlich der Gewinne übertreffen. Mit Blick auf die Umsätze waren es 50 Prozent. Für beide Werte gilt, dass die Analysten ihre Schätzungen bereits deutlich nach unten revidiert hatten. Die Erwartungen an die Unternehmensdaten waren also von vorneherein nicht besonders hoch.

Für eine positive Überraschung sorgte Facebook. Der Konzern berichtete steigende Nutzerzahlen und ein boomendes Geschäft mit Werbung. Der Umsatz kletterte im Schlussquartal 2015 um gut 50 Prozent, der Gewinn des Unternehmens schoss um 124 Prozent nach oben. Die Zahlen beflügelten die Aktie, die auf Monatssicht um 7,2 Prozent auf 112 US-Dollar zulegte. Zum Vergleich: Beim Börsengang im Jahr 2012 wurden die Anteilsscheine zum Preis von 38 US-Dollar ausgegeben.

Auf etwas schlechtere Zeiten hat der Handy- und Computerkonzern Apple die Investoren vorbereitet. Im laufenden Quartal sei erstmals seit 13 Jahren mit rückläufigen Umsätzen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Vor allem die konjunkturelle Abkühlung in China belastet die Geschäfte. Im Schlussquartal konnte Apple Umsatz und Gewinn noch um je etwa zwei Prozent steigern, allerdings war das den Investoren offenbar nicht genug: Die Aktie des Konzerns gab im Januar 7,5 Prozent ab.

Fernost

Enttäuschender Start ins Börsenjahr 2016: Während die globalen Aktienmärkte im Januar mit einem Minus von 5,5 Prozent (MSCI World Index) bereits deutliche Kursverluste hinnehmen mussten, fielen die Abschläge an den asiatischen Börsen außerhalb Japans in Summe noch deutlicher aus. Der MSCI Far East ex Japan Index in lokaler Währung verlor 7,1 Prozent, in erster Linie getrieben von starken Kurseinbußen am chinesischen Aktienmarkt. Im Gegensatz hierzu konnten die Leitindizes in Thailand und Indonesien sogar leichte Wertgewinne verbuchen.

In Asien zählten chinesische A-Aktien zu klaren Verlierern in den ersten Wochen des neuen Börsenjahres. Der Shanghai Composite Index sank spürbar um 22,7 Prozent und auch der Hang Seng Index in Hongkong verlor 10,2 Prozent. Das chinesische BIP-Wachstum sank im vierten Quartal 2015 auf 6,8 Prozent im Jahresvergleich und somit auf das niedrigste Niveau seit 25 Jahren. Ferner zeigen die rückläufigen Caixin Einkaufsmanager-Indizes für das Verarbeitende Gewerbe (Dezember 2015: 48,2 Punkte nach 48,6 Punkten) und den Dienstleistungssektor (Dezember 2015: 50,2 Punkte nach 51,2 Punkten = niedrigster Stand seit 17 Monaten) eine weitere konjunkturelle Eintrübung der chinesischen Wirtschaft an. Als weitere Belastungsfaktoren für die chinesische Börse erwiesen sich 1) die Einführung eines „Circuit Breakers“ von 7 Prozent, der gleich zu Jahresbeginn zweimal ausgelöst und dann binnen einer Woche wieder abgeschafft wurde und 2) eine weitere Abwertung des Chinesischen Yuan gegenüber dem US-Dollar in Verbindung mit einem stärker als erwarteten Rückgang der chinesischen Währungsreserven um 108 Mrd. US-Dollar im Dezember 2015.

Lediglich der indonesische IDX Composite Index (+0,5 Prozent) und der thailändische Bangkok SET Index (+1,0 Prozent) könnten sich mit leichten Kursgewinnen dem schwachen globalen Börsenumfeld entziehen. Die übrigen asiatischen Börsen wiesen ebenfalls negative Kursentwicklungen auf. So notierten die Aktienleitindizes in Südkorea (Kospi Index: -2,5 Prozent), Indien (BSE Sensex Index:
-4,8 Prozent) und vor allem in Singapur (Straits Times Index: -8,8 Prozent) schwächer.

Japan

Schwacher Jahresstart aufgrund von Wachstumssorgen in China und den USA: Die japanischen Aktienmärkte legten einen enttäuschenden Start in das Börsenjahr 2016 hin. Der Leitindex NIKKEI 225 verlor 8,0 Prozent und der marktbreite TOPIX Index verzeichnete Kursverluste von 7,5 Prozent. Im internationalen Vergleich wies die Tokioter Börse somit eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung auf, da die ebenfalls unter Druck stehenden globalen Aktienmärkte in Summe lediglich 5,5 Prozent (gemessen am MSCI World Index) zu Jahresbeginn einbüßten.

Als Belastungsfaktor erwiesen sich vermehrte Anzeichen auf eine Verlangsamung der globalen Konjunkturdynamik. Zusätzlich zu den anhaltenden Wachstumssorgen im Hinblick auf die chinesische Volkswirtschaft rückten sich abschwächenden makroökonomische Daten in den USA in den Fokus der Marktteilnehmer. China und die USA repräsentieren die beiden wichtigsten Exportmärkte für japanische Güter und Dienstleistungen.

Auch in Summe solide, wenn auch seitwärts gerichtete Konjunkturindikatoren für den Industriesektor und den Konsumbereich konnten der japanischen Börse keine Impulse verleihen. Der EinkaufsmanagerIndex für das Verarbeitende Gewerbe in Japan ging leicht auf 52,3 Punkte im Januar 2016 zurück (Vormonat: 52,4 Punkte), während das japanische Konsumentenvertrauen sich weiter auf 42,7 Punkte im Dezember 2015 (Vormonat: 42,6 Punkte) verbesserte. Erst zu Monatsende sorgte die Bank of Japan (BoJ) für einen positiven Stimmungswechsel, indem sie den Einlagenzins für japanische Banken überraschend in den negativen Bereich (bis auf einen Wert von -0,1%) absenkte.

Unter den Indexschwergewichten zählten im abgelaufenen Monat insbesondere Finanzwerte wie Mitsubishi UFJ Financial Group (-19,5 Prozent) und Sumitomo Mitsui Financial Group (-13,6 Prozent) zu den Verlierern, da eine Ausweitung der geldpolitischen Expansion durch die BoJ zu einer weiteren Zinsmargeneinengung für die japanischen Banken führen sollte. Im Gegenzug wiesen Unternehmen aus als defensiv eingestuften Sektoren wie Tabak (Japan Tobacco: +4,3 Prozent), Telekom (Nippon Telegraph & Telephone: +4,0 Prozent) und Reifen (Bridgestone: +3,9 Prozent) positive Kursentwicklungen auf.

Weltweit

Globale Börsen setzen Verlustserie fort: Die weltweiten Aktienmärkte haben im Januar die Verluste aus dem Vormonat ausgebaut. Vor allem die Unsicherheit bezüglich der konjunkturellen Entwicklung in China und den USA belastete die Kurse. Unter dem Strich gab der MSCI World Index in lokaler Währung 5,5 Prozent ab.

In den Vereinigten Staaten verlor der Leitindex S&P 500 5,1 Prozent an Wert. Insbesondere Befürchtungen um eine Abflachung des konjunkturellen Trends in den USA verunsicherten die Anleger. So wurden im Januar einige überraschend schwache Indikatoren wie beispielsweise der ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Zudem gaben die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Dezember um gut fünf Prozent nach. Der US-Industrie macht unter anderem der scharfe Rückgang des Ölpreises zu schaffen. Von Unternehmensseite waren gemischte Nachrichten zu vernehmen. Nachdem etwa ein Fünftel der Adressen aus dem S&P 500 Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt hat, konnten 78 Prozent die Analystenerwartungen hinsichtlich der Gewinne übertreffen. Mit Blick auf die Umsätze waren es 50 Prozent.

In der Eurozone fiel der EURO STOXX 50 Index vor dem Hintergrund der Konjunktursorgen um 6,8 Prozent. Auch im Währungsraum gaben Barometer wie etwa das ifo-Geschäftsklima und das Wirtschaftsvertrauen nach. Auch die Einkaufsmanagerindizes, die als wichtige Frühindikatoren gelten, fielen auf breiter Front. Zyklisch ausgerichtete und exportstarke Märkte litten besonders unter der Unsicherheit. Der deutsche Leitindex DAX fiel um 8,8 Prozent.

Auch die japanische Börse konnte sich dem Trend nicht entziehen, der Nikkei 225 Index schloss 8,0 Prozent leichter. Hier sorgten die Währungshüter der Bank of Japan für einen späten Stimmungswechsel, als sie kurz vor Monatsultimo die Geldpolitik weiter lockerten.

Die Kurse an den Börsen der Schwellenländer fielen im Schnitt um 5,3 Prozent. Vor allem chinesische Aktien gehörten zu den Verlierern, der Shanghai Composite Index sank spürbar um 22,7 Prozent und auch der Hang Seng Index in Hongkong gab um 10,2 Prozent nach.

Die Rentenmärkte

Eurozone

EZB sorgt sich um niedrige Inflationserwartungen: Europäische Staatsanleihen starteten überaus freundlich in das neue Handelsjahr und waren durchweg sehr gesucht. Anleger sorgten sich zu Jahresbeginn zunächst erneut um China. Dort hatte eine neue Währungspolitik verunsichert. Schnell richtete sich der Blick der Investoren dann aber auf die USA. Wichtige Frühindikatoren fielen schwächer als erwartet aus. Die Marktteilnehmer begannen daraufhin daran zu zweifeln, dass die US-Währungshüter in solch einem Umfeld die Zinsen weiter anheben könnten. Die Folge waren fallende Renditen in den USA, denen sich auch die Papiere in Europa nicht entziehen konnten. An den Aktienmärkten sorgte das geänderte Wachstumsbild für große Verunsicherung und starke Kursverluste. Anleihen der als sicher geltenden Staaten (Deutschland, Frankreich und den Niederlanden) waren deshalb sehr gefragt und stellten einen sicheren Hafen im stürmischen Umfeld dar. Die Rendite für eine zehnjährige Bundesanleihe betrug Ende Januar weniger als 0,3 Prozent. Peripherieanleihen tendierten bis zur Monatsmitte seitwärts. Negative Nachrichten kamen sowohl aus Portugal und Spanien als auch aus Italien. Trotz dieser Schlagzeilen waren aber auch sie in der zweiten Monatshälfte sehr gefragt.

Für Rückenwind sorgte dabei abermals die Europäische Zentralbank. Die Währungshüter zeigten sich besorgt um die geringen Inflationserwartungen. Angesichts weiterhin niedriger Energiepreise verpufft die expansive Geldpolitik der Notenbanker förmlich. In der Pressekonferenz nach der Sitzung im Januar hielt sich Mario Draghi für seine Verhältnisse fast schon bedeckt. Dennoch sehen Marktteilnehmer gute Chancen, dass die Währungshüter noch einmal nachlegen könnten und womöglich im März weitere Maßnahmen verabschieden. Eine nochmalige Ausweitung des Ankaufprogramms ist dabei das wahrscheinlichste Szenario. Hiervon würden Staatsanleihen aus den Peripherieländern profitieren, weshalb die Renditen dann letztlich auch dort stark zurückkamen. Gemessen am repräsentativen iBoxx Euro Sovereign Index gewannen Staatsanleihen aus dem Euroraum im Januar 2,0 Prozent an Wert.

Euro-Outs

EU will Brexit verhindern: Aufkommende Konjunktursorgen in China, aber auch in den USA haben die Risikobereitschaft der Investoren im Januar geringer werden lassen. Papiere aus dem Euroraum waren deshalb sehr gefragt, doch auch ein Großteil der Anleihen außerhalb des gemeinsamen Währungsraumes profitierte hiervon. In vielen Ländern kam es zu rückläufigen Renditen, die mit Kursgewinnen auf ausstehende Papiere einhergingen. Größere Bewegungen waren vor allem in Schweden und Großbritannien auszumachen. Im Vereinigten Königreich lebte zudem die Debatte um einen möglichen Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) wieder auf. Mit Blick auf die Flüchtlingskrise in Europa kommt dieses Thema zur Unzeit, weshalb die EU Gerüchten zufolge bereit ist, den Briten weit entgegenzukommen. Manche reden schon von einer Neuauflage des „Briten-Rabattes“. Einigen Mitgliedsländern gehen die Zugeständnisse aber zu weit. Näheres soll ein EU-Gipfel im Februar klären. Selbst die Bank of England kann sich diesem Thema derzeit nicht entziehen. Die Währungshüter wollen deshalb weiter abwarten und vorerst nicht die Zinsen anheben, obwohl die Lohnentwicklung weiter aufwärts gerichtet ist.

Der weitere Verfall der Energiepreise trifft nun auch Norwegen. Dort verflachte sich die Zinsstrukturkurve weiter. Anleihen aus der Schweiz waren ebenfalls gesucht, trotz der schon stark negativen Renditen. Schließlich gelten auch sie als sicherer Hafen in einem stürmischen Kapitalmarktumfeld. Die Rendite zweijähriger Papiere fiel zum Monatsende auf minus 1,01 Prozent. Selbst Schuldverschreibungen mit Laufzeiten von 15 Jahren rentieren inzwischen im negativen Bereich.

Eine Ausnahme stellten allerdings polnische Staatsanleihen dar. Die Papiere galten lange Zeit als Hort der Sicherheit in Osteuropa. Die neue Regierung hat den Umbau weiter fortgesetzt und nun auch die Medienfreiheit eingeschränkt. Von westlichen Staaten hagelte es dazu massive Kritik. Selbst die EU plant nun ein Verfahren zur Überprüfung der Rechtstaatlichkeit. Die Rendite von Anleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit stieg somit im Januar um 21 Basispunkte an.

USA

Zweifel am US-Wachstum sorgen für Kursgewinne: US-Staatsanleihen starteten überaus freundlich in das neue Jahr. Hierfür war eine deutlich rückläufige Risikobereitschaft der Marktteilnehmer verantwortlich, die ihre Ursache in allgemeinen Konjunktursorgen hatte. Zunächst richtete sich der Blick der Anleger nach China. Dort verunsicherte zu Monatsbeginn die neue Wechselkurspolitik. Doch schon wenig später geriet die US-Wirtschaft selbst in den Fokus und es kamen Zweifel an der weiteren Entwicklung auf. Wichtige Frühindikatoren deuteten immer mehr auf eine Schwächephase hin. Anleger begannen daraufhin, die geplanten Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed wieder auszupreisen und glauben nicht, dass die US-Notenbank in solch einem Umfeld die Zinsen noch weiter erhöhen kann. Waren im Dezember noch vier weitere Zinsschritte in den Kursen eingepreist, blieb zuletzt nur noch eine halbe Anhebung (zwölf Basispunkte) übrig. Am kurzen Ende der US-Zinsstrukturkurve gingen die Renditen aufgrund einer geringeren Wahrscheinlichkeit für mehrere Zinsschritte der Fed stark zurück. Auch am langen Ende waren die Renditen rückläufig, da sich das Wachstumsbild eintrübte. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) bedeutete dies für den US-Rentenmarkt ein kräftiges Plus von 2,2 Prozent.

Vor diesem Hintergrund wurde mit Spannung das Treffen der US-Notenbank erwartet. Währungshüter sind nicht dafür bekannt, ihre Meinung schnell zu ändern. Das Signal, das davon ausgegangen wäre, hätten die Marktteilnehmer wohl auch alles andere als wohlwollend aufgenommen. Insofern war es nicht überraschend, dass die Währungshüter die weitere wirtschaftliche Entwicklung genau beobachten wollen, den aktuellen Kurs aber vorerst beibehalten. Sie verwiesen dabei vor allem auf die Stärke des US-Arbeitsmarktes. Allerdings räumt die Fed auch den Entwicklungen am Finanzmarkt und in der Weltwirtschaft wieder größeren Raum ein, als sie das noch im Oktober und Dezember getan hat. Diese sollen nun aufmerksam beobachtet und auf ihre Risiken für die US-Wirtschaft abgeschätzt werden. Von daher dürfte der weitere Verlauf des Zinspfades zumindest in Teilen auch von der Kapitalmarktentwicklung der nächsten Wochen abhängen.

Weltweit

Konjunktursorgen stützen sichere Anleihen: US-Staatsanleihen starteten überaus freundlich in das neue Jahr. Hierfür war eine deutlich rückläufige Risikobereitschaft der Marktteilnehmer verantwortlich, die ihre Ursache in allgemeinen Konjunktursorgen hatte. Wichtige Frühindikatoren deuteten immer mehr auf eine Schwächephase der US-Wirtschaft hin. Anleger begannen daraufhin, die geplanten Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed wieder auszupreisen und glauben nicht, dass die US-Notenbank in solch einem Umfeld die Zinsen noch weiter erhöhen kann. Waren im Dezember noch vier weitere Zinsschritte in den Kursen eingepreist, blieb zuletzt nur noch eine halbe Anhebung (zwölf Basispunkte) übrig. Am kurzen Ende der US-Zinsstrukturkurve gingen die Renditen aufgrund einer geringeren Wahrscheinlichkeit für mehrere Zinsschritte der Fed stark zurück. Auch am langen Ende waren die Renditen rückläufig, da sich das Wachstumsbild eintrübte. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) bedeutete dies für den US-Rentenmarkt ein kräftiges Plus von 2,2 Prozent.

Europäische Staatsanleihen waren im neuen Handelsjahr ebenfalls sehr gefragt. Die Sorgen um China und die USA stützten auch hier. Für Rückenwind sorgte auch die EZB. Die Währungshüter zeigten sich besorgt um die geringen Inflationserwartungen. In der Pressekonferenz nach der Sitzung im Januar hielt sich Mario Draghi für seine Verhältnisse fast schon bedeckt. Dennoch sehen Marktteilnehmer gute Chancen, dass die Währungshüter noch einmal nachlegen könnten und weitere Maßnahmen verabschieden. Gemessen am repräsentativen iBoxx Euro Sovereign Index gewannen Staatsanleihen aus dem Euroraum im Januar 2,0 Prozent an Wert.

Der Renditeverfall an den Staatsanleihemärkten stützte auch Unternehmensanleihen. Andererseits sorgte der Preisverfall bei Rohstoffen bei Firmenanleihen auf dem Sektor zu Verlusten. Auf Indexebene (BofA Merrill Lynch Euro Corporate Index, ER00) verzeichneten Papiere mit Ratingstatus Investmentgrade ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent. EM-Anleihen standen zunächst unter Druck, erholten sich später wieder, verloren in Summe aber 0,2 Prozent an Wert.

Unternehmensanleihen

Holpriger Jahresauftakt: Die Entwicklung am europäischen Unternehmensanleihemarkt war zum Jahresstart von zwei unterschiedlichen Strömungen geprägt. Zum einen vom ausgeprägten Renditeverfall an den Staatsanleihemärkten, der vor allem auf die Notenbankpolitik zurückzuführen war. Dabei scheint die Europäische Zentralbank zu weiteren expansiven geldpolitischen Maßnahmen bereit. Am US-Rentenmarkt werden – vor dem Hintergrund schwächerer Wirtschaftsdaten – weitere Zinserhöhungen der Fed für das laufende Jahr mittlerweile wieder ausgepreist. Dies unterstützte die Unternehmensanleihemärkte. Zum anderen waren Unternehmenspapiere weiterhin vom anhaltenden Preisverfall im Rohstoffsektor, in erster Linie vom fallenden Ölpreis, betroffen. Dieser brachte die Aktienmärkte unter Druck, was nicht ohne Folgen für die Firmenanleihen, vor allem aus dem Rohstoffsektor, blieb. Teilweise reagierten die Unternehmensanleihemärkte eins zu eins mit dem schwankenden Ölpreis. Auch standen Nachrangpapiere von Industrieunternehmen und gegen Monatsende auch Bankanleihen auf den Verkaufslisten. Verunsichert hatte in diesem Zusammenhang auch die angestrebte Bad Bank-Lösung in Italien. Zum Monatsende hin war dann, ausgelöst durch den Ölmarkt, aber wieder eine Stabilisierung zu beobachten. Auf Indexebene (BofA Merrill Lynch Euro Corporate Index, ER00) verzeichneten Papiere mit Ratingstatus Investmentgrade ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent. Allerdings erhöhten sich die Risikoprämien (Spreads) um 14 auf 116 Basispunkte. In der Spitze wurde sogar die Marke von 120 Basispunkten kurzzeitig überschritten. Die Volatilität schwankte und war teils sehr hoch. Der Primärmarkt blieb, abgesehen von einigen zaghaften Versuchen zu Monatsbeginn, weitestgehend geschlossen. Die Unternehmen zeigten sich nicht bereit, die von den Anlegern geforderten Neuemissionsprämien zu zahlen. Das mangelnde Angebot an neuen Papieren hatte andererseits aber auch dazu beigetragen, den Markt zu stabilisieren. Europäische hochverzinsliche Papiere (High Yield) standen parallel zum Nachrangsektor unter Druck und verloren auf Indexebene (BofA ML HEAG) ein Prozent, die Spreads erhöhten sich dort von 439 auf 500 Basispunkte.

Emerging Markets

Volatilität und steigende Risikoaversion: Sorgen um die Konjunktur in China und erstmals auch in den USA sowie der schwankungsanfällige Ölpreis prägten die Rentenmärkte der Schwellenländer im Januar. Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe der größten Volkswirtschaft der Welt zeigten sich vermehrt Abkühlungstendenzen. Auch die US-Notenbank blieb in ihrer ersten Sitzung des Jahres vorsichtig hinsichtlich weiterer Zinsschritte und betonte erneut den Einfluss der Weltkonjunktur auf ihre Entscheidungen. Die Europäische Zentralbank, die Bank of Japan und die People’s Bank of China bestätigten oder verstärkten hingegen ihre expansive Geldpolitik. In diesem Umfeld tendierten Emerging Markets-Staatsanleihen zunächst deutlich schwächer, ehe es mit einem anziehenden Ölpreis wieder aufwärts ging. Auf Indexebene (JP Morgan EMBI Global Div. Index) verloren sie im Monatsverlauf moderate 0,2 Prozent. Am 20. Januar hatte das Minus noch bei 2,1 Prozent gelegen. Die Risikoprämien (Spreads) erhöhten sich um 48 auf 463 Basispunkte. Auch hier hatte es zwischenzeitlich eine Ausweitung um 71 Basispunkte gegeben.

Die globale Neuemissionstätigkeit war – entsprechend der vorherrschenden Risikoaversion – eher verhalten. Pemex, die staatliche Mineralölgesellschaft aus Mexiko, platzierte – auch dank eines attraktiven Preisniveaus – drei Tranchen über fünf Milliarden US-Dollar. Insgesamt verzeichneten in Emerging Markets-Anleihen anlegende Investmentfonds weltweit Mittelabflüsse von knapp vier Milliarden US-Dollar. Ein Großteil davon entfiel im Januar auf Hartwährungsfonds.

Die Ratingagentur S&P stufte die Bonität Polens von A- auf BBB+ herab. Auch der Ausblick ist negativ. Die EU-Kommission hatte ein Verfahren eingeleitet, in dem die weitreichenden Reformen der nationalkonservativen Regierung überprüft werden sollen. Daneben senkte S&P die Kreditwürdigkeit von Gabun (von B+ auf B) und Aserbaidschan (von BBB- auf BB+). Auch die Notenbanken verschiedener Staaten waren aktiv: So kam es in Indonesien zu einer Zinssenkung (-25 Basispunkte), während die Währungshüter aus Südafrika (+50 Basispunkte), Kolumbien und Peru (jeweils +25 Basispunkte) ihre Leitzinsen anhoben.

 

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Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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