FondsAnbieter-Union Investment: Marktberichte Februar 2015

11. März 2015 von um 10:30 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter-Union Investment: Aktien: Kursgewinne für die globalen Aktienmärkte

Renten: Uneinheitliche Entwicklung

Aktienmärkte Die globalen Aktienmärkte haben im Februar teils erhebliche Kursgewinne verzeichnet. Unterstützt von positiven volkswirtschaftlichen Daten und der lockeren SJB Fonds in der PresseGeldpolitik in den großen Wirtschaftsräumen stieg der MSCI World in lokaler Währung um 5,7 Prozent.

In der Eurozone beflügelte der Kompromiss in der Debatte um die griechische Staatsverschuldung die Börsen, der EURO STOXX 50 verbesserte sich um 7,4 Prozent. Der US−Leitindex Dow Jones Industrial Average schloss im Februar 5,6 Prozent fester.

Rentenmärkte Während US−Schatzanweisungen im Februar leichter tendierten, konnten europäische Staatsanleihen weitere Zugewinne verbuchen.

Hierfür zeigt sich die gegenläufige Notenbankpolitik von Fed und EZB verantwortlich. Während die Zinserhöhung und damit der restriktivere Kurs der Fed wahrscheinlicher wird, gibt die EZB mit dem zum März startenden umfangreichen Anleiheankaufprogramm geldpolitisch weiter Vollgas.

Die Aktienmärkte

Europa

DAX erklimmt die 11.000: Am europäischen Aktienmarkt ging es auch im Februar wieder deutlich nach oben. Der EURO STOXX 50 gewann 7,4 Prozent hinzu, beim Stoxx Europe 600 stand ein Plus von 6,8 Prozent unter dem Strich. Der Deutsche Aktienindex DAX gewann 6,6 Prozent und erreichte neue Höchststände − jenseits von 11.000 Zählern.

In der ersten Monatshälfte ließen die politischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der griechischen Staatsverschuldung die Anleger zögern. Der aggressive Auftritt des neuen Premierministers, Alexis Tsipras, und seine unversöhnliche Haltung zu Reformen ließen auf langwierige Verhandlungen schließen. Zur Monatsmitte kam allerdings mehr Bewegung in die Sache, als die Situation sich zuzuspitzen drohte. Schließlich drängt ja auch die Zeit und Griechenland braucht Geld. Anleger griffen aber auch deswegen beherzter bei europäischen Aktien zu, weil es konjunkturell aufwärts geht. Auch der sehr niedrige Ölpreis wirkt wie ein Konjunkturprogramm in den Öl−Importländern. Zusätzlich stützt die abgeschwächte Währung die Märkte, weil sie gut für europäische Unternehmen ist. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Eurozone kletterte außerdem von 52,6 auf 53,5 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit sieben Monaten. Besonders erfreulich: Auch in Frankreich wurde die Wachstumsschwelle mit einem Composite−Wert von 52,2 Punkten (Vormonat: 49,3) übersprungen. Der Blick auf die Sektoren zeigt, dass vor allem Aktien der Öl− und Gasbranche gesucht waren. Die Kurse von Finanztiteln sind ebenfalls gestiegen. Sie würden von der erhofften zyklischen Erholung in der Eurozone besonders profitieren.

Deutschland

DAX springt über 11.000er−Schwelle: Zum Monatsende hat der deutsche Leitindex DAX, der ja schon seit geraumer Zeit in Feierlaune ist, eine Woche lang jeden Tag mit einem neuen Rekordschlussstand beendet. Aus dem Februar−Handel ging er mit einem Monatsplus von 6,6 Prozent. Dabei beschränkt sich die Rekordlaune nicht auf Standardwerte (_Blue Chips_), sondern hat auch die zweite Börsenreihe erfasst. Der MDAX, in dem Unternehmen mit mittelgroßer Marktkapitalisierung zusammengefasst sind, konnte sich im Wochenverlauf um 2,2 Prozent verbessern. Am Freitag wurde zudem − erstmals überhaupt − die Marke von 20.000 Punkten übersprungen. Seit Jahresanfang wurde damit ein Anstieg von 18,6 Prozent verbucht. Auch die _kleinen Brüder_ von DAX und MDAX, SDAX und TecDAX, stehen 2015 zweistellig im Plus.

Der starke Auftritt deutscher Aktien geschieht nicht ohne Grund. Die Kurse haben zunächst stark von der Ankündigung umfangreicher geldpolitischer Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) profitiert. Damit dürften die Zinsen − und somit auch die Refinanzierungskosten der Unternehmen − auf absehbare Zeit niedrig bleiben. Ein Nebeneffekt der EZB−Maßnahme ist die Schwächung des Euro, vor allem gegenüber dem US−Dollar. Davon profitiert die exportorientierte deutsche Wirtschaft − zum Beispiel der Automobil− und Maschinebaubereich − stärker als andere Länder der Eurozone. Schließlich wirkt der nach wie vor geringe Ölpreis unterstützend auf die Kurse: Zum einen sparen einige Unternehmen (etwa aus der Chemieindustrie) an Kosten für Rohstoffe oder Vorprodukte. Zum anderen geht für Deutschland als Ölimporteur davon über die Kaufkraftstärkung der Konsumenten mittelfristig ein konjunktureller Schub aus. Diese Effekte nimmt der Aktienmarkt bereits vorweg. Die Kombination dieser Faktoren hat dafür gesorgt, dass zunehmend ausländische Investoren _ insbesondere auch aus dem Dollar−Raum _ am deutschen Aktienmarkt als Käufer auftreten und die Kurse weiter befeuern.

Osteuropa

Die großen osteuropäischen Aktienmärkte erzielten im Februar 2015 erfreuliche Kursgewinne. So stieg der MSCI Eastern Europe in lokaler Währung um 7,7 Prozent. Die russische Börse konnte an die Erholungstendenzen des Januars anknüpfen, sodass der MICEX Index in lokaler Währung um 6,8 Prozent zulegte. Hauptgrund hierfür war die positive Trendwende beim Ölpreis, der nach dem starken Preisverfall des letzten Jahres im Februar um rund 30 Prozent auf zuletzt 62 US−Dollar (Brent) geklettert war. Im Einklang hiermit konnte sich auch die russische Währung spürbar erholen. Der Rubel stieg im Monatsvergleich um etwa 13 Prozent. Ein weiteres wichtiges Thema war der Ukraine−Konflikt. Mit der jüngsten Friedensinitiative der deutschen Bundeskanzlerin Merkel und des französischen Präsidenten Hollande kehrte die Hoffnung auf eine Entspannung zurück.

Aber auch an den anderen osteuropäischen Märkten ging es weiter nach oben. Der polnische WIG−Index und der tschechische PX−Index schlossen 2,3 bzw. 7,0 Prozent höher, während der ungarische Bux−Index sogar 10,2 Prozent gewann. Neben der Situation in Russland und der Ukraine strahlten vor allem die zähen Verhandlungen der neuen griechischen Regierung mit ihren europäischen Geldgebern auf die Region ab. In Polen legten vor allem die Aktien von Energiekonzernen zu. Aber auch Konsumwerte wie der Schuhhersteller CCC oder der Modeeinzelhändler LPP konnten gute Geschäftszahlen vorlegen. Die polnische Wirtschaft befindet sich zurzeit in recht guter Verfassung. So stieg der Einkaufmanagerindex im Januar von 52,8 auf 55,2 Punkte, was deutlich über den Konsensschätzungen lag. In Tschechien wurden ebenfalls erfreuliche Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Auch hier stieg der Einkaufmanagerindex deutlich. Zudem ist die Arbeitslosenquote im vierten Quartal 2014 um einen Prozentpunkt auf 5,8 Prozent gefallen. In Prag verzeichneten Finanztitel wie Komercni Banka oder Erste Group erfreuliche Kursgewinne. Aber auch der Versorger CEZ konnte zulegen. Die ungarische Börse befand sich ebenfalls im Auftrieb. Impulse für die Finanzbranche kamen von der Ankündigung der Regierung, die umstrittene Bankensteuer ab dem Jahr 2016 wieder schrittweise zu reduzieren.

 

Über Union Investment

Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

 

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