FondsAnbieter- Union Investment: Marktberichte August 2016

08. September 2016 von um 10:30 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

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Renten: Märkte in der Sommerpause

Aktienmärkte Die globalen Aktienmärkte haben im August überwiegend seitwärts tendiert. Der MSCI World Index verbesserte sich in lokaler Währung um 0,2 Prozent. Erneut stützten die lockere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken sowie die positive Berichtssaison in den USA die Kurse. Nichtsdestotrotz liefen in den USA nach fünf positiven Monaten leichte Verluste auf. Der Dow Jones Industrial Average Index gab 0,2 Prozent ab, der marktbreite S&P 500 schloss 0,1 Prozent niedriger. Die europäischen Aktienmärkte konnten leichte Kursgewinne erzielen: Der EUROSTOXX 50 verbesserte sich um 1,1 Prozent.

Rentenmärkte Die Sommerpause dominierte die Bewegung an den internationalen Rentenmärkten. Sowohl in den USA als auch in Europa, dort vor allem in den Kernmärkten, kam es bei geringen Umsätzen zu leichten Verlusten. Die US-Notenbank hielt sich in zahlreichen Kommentaren die Option zur Zinserhöhung offen und betonte dabei die Bedeutung der US-Wirtschaftsdaten.

Die Aktienmärkte

Europa

Auf die Rally folgen Gewinnmitnahmen: Die europäischen Aktienmärkte haben im Berichtsmonat leichte Kursgewinne verzeichnet. Eher kräftigen Aufschlägen in den ersten Augustwochen folgte dabei eine schwächere zweite Monatshälfte, da viele Anleger die höheren Kurse für Gewinnmitnahmen nutzten. Unter dem Strich stand für den EUROSTOXX 50 ein Plus von 1,1 Prozent, der marktbreite STOXX Europe 600 stieg um 0,5 Prozent. Der MSCI Europe Small and Mid Caps für Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung schloss 1,8 Prozent fester.

Nach dem Stresstest für Europas Kreditinstitute Ende Juli gehörten Banken im Berichtsmonat zu den stärksten Titeln. Der entsprechende Index verbesserte sich im August um 8,2 Prozent. Dabei hatte es zunächst vor allem für die deutschen Geldhäuser noch düster ausgesehen. Sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank hatten Anfang August noch auf historischen Tiefstständen notiert. Auch Geldhäuser in Italien, die zuvor noch für Unsicherheit am Markt gesorgt hatten, verzeichneten überdurchschnittliche Kursfortschritte.

Unterstützt wurden die Märkte zudem von der positiven Berichtssaison der Unternehmen zum zweiten Quartal, einem überraschend positiven Arbeitsmarktbericht aus den USA und der anhaltend expansiven Geldpolitik der Notenbanken. Auch eine Reihe von Neuigkeiten zu Fusionen und Übernahmen hob die Risikolaune. So wollen zwei der weltweit größten Gaskonzerne, die US-amerikanische Praxair und die deutsche Linde AG einen Zusammenschluss ihrer Unternehmen vorantreiben. Die beiden Aktienfirmen sind mit jeweils rund 30 Milliarden Euro bewertet und würden bei einer Fusion zum Weltmarktführer aufsteigen und die Konkurrenz durch die französische Air Liquide in Zaum halten. Aktien von Linde verbesserten sich im Berichtsmonat um 19,1 Prozent, Air Liquide gewannen nur 3,1 Prozent hinzu.

Regelrecht auftrumpfen konnte bei der Berichtssaison der deutsche Technologiekonzern Siemens: Im zweiten Quartal legten Auftragseingang und Umsatz um sechs bzw. fünf Prozent zu und die Prognose für den Jahresüberschuss wurde um fünf Prozent auf 5,7 Milliarden Euro angehoben. Die Aktie verbesserte sich um 10,7 Prozent.

Deutschland

Deutscher Aktienmarkt baut Kursgewinne aus: Der deutsche Aktienmarkt hat im August seine Serie fortgesetzt und erneut Kursfortschritte erzielt. Der Leitindex DAX verbesserte sich um 2,5 Prozent und erreichte zwischenzeitlich einen neuen Jahreshöchststand. Der MDAX mit Konzernen mittlerer Marktkapitalisierung gewann 1,1 Prozent, der SDAX für kleinere deutsche Unternehmen büßte hingegen 0,1 Prozent ein. Die im TecDAX notierten Technologiewerte des Landes schlossen 0,6 Prozent höher.

Unterstützt wurde der Markt von positiven Zahlen aus der Berichtssaison zum zweiten Quartal. Regelrecht auftrumpfen konnte der deutsche Technologiekonzern Siemens: Im zweiten Quartal legten Auftragseingang und Umsatz um sechs bzw. fünf Prozent zu und die Prognose für den Jahresüberschuss wurde um fünf Prozent auf 5,7 Milliarden Euro angehoben. Die Aktie verbesserte sich um 10,7 Prozent. Auch Munich Re konnte mit seinen Quartalszahlen überzeugen. Trotz einiger Naturkatastrophen konnte die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ihr operatives Ergebnis auf 1,46 Milliarden ausbauen. Grund hierfür waren die hohen Gewinne aus Finanzanlagen. Die Aktie kletterte um 8,3 Prozent.

Für die deutschen Kreditinstitute endete der Monat nach einem schwachen Auftakt positiv, Titel der Deutschen Bank verbesserten sich um 9,6 Prozent, Papiere der Commerzbank legten 5,9 Prozent zu. Anfang August waren die Kurse beider Unternehmen auf historische Tiefststände gefallen, konnten sich aber angesichts einer verbesserten Risikoneigung der Investoren schnell wieder erholen. Gegen Ende der Berichtsperiode machten Fusionsgerüchte die Runde, die die Kurse weiter befeuerten.

Auch eine Reihe von Neuigkeiten zu Fusionen und Übernahmen hob die Risikolaune. So will sich der DAX-Konzern Linde mit seinem US-Konkurrenten Praxair zusammenschließen. Die beiden Aktienfirmen sind mit jeweils rund 30 Milliarden Euro bewertet und würden bei einer Fusion zum Weltmarktführer im Geschäft mit Industriegasen aufsteigen und die Konkurrenz durch die französische Air Liquide in Zaum halten. Aktien von Linde verbesserten sich im Berichtsmonat um 19,1 Prozent.

Osteuropa

Osteuropäische Aktienmärkte entwickeln sich positiv: Die osteuropäischen Aktienmärkte konnten im August ein Plus verzeichnen. Der MSCI Emerging Markets Eastern Europe-Index gewann in Lokalwährung 1,3 Prozent an Wert, in US-Dollar legte er sogar 1,9 Prozent zu. Die Märkte haben sich von den politischen Unsicherheiten in der Türkei ein Stück weit erholt und auch die positive Ölpreisentwicklung war ein wichtiger Treiber.

Im Berichtszeitraum hat sich der Russische Rubel gegenüber dem US-Dollar um 1,8 Prozent verteuert. Auch der Aktienmarkt entwickelte sich positiv. Der russische Aktienindex MICEX konnte in Lokalwährung 1,4 Prozent zulegen. Der in US-Dollar notierenden RTS-Index verzeichnete ein Plus von 2,4 Prozent. Treiber dieser Entwicklung war vor allem der Ölpreis, der sich im August um 10,5 Prozent verteuert hat. Auch gute Ergebnisse bei russischen Finanz- und Minen-Unternehmen haben den Markt unterstützt.

Die türkischen Aktienmärkte, die im Juli stark unter dem gescheiterten Putschversuch zu leiden hatten, konnten sich im Berichtszeitraum etwas erholen. Die Istanbuler Börse schloss am Monatsende mit einem Plus von 0,7 Prozent (BIST-Index). Diese Erholungsbewegung zeigt sich auch in der Währung: Die Türkische Lira hat gegenüber dem US-Dollar um 1,0 Prozent im Wert zugelegt.

Die Aktienmärkte in Tschechien mussten hingegen im August Verluste hinnehmen (PX-Index: -2,6 Prozent). Diese Entwicklung war unter anderem von der schwachen Performance der Komercni Banka, einer der größten Kreditinstitute in Tschechien, getrieben. Durch die zunehmende Regulierung muss die Bank mehr Eigenkapital vorhalten, weshalb sie zuletzt ihre Dividende gekürzt hat.

Positiver haben sich die Aktienmärkte in Polen entwickelt (WIG-Index: +3,8 Prozent). Dies ist vor allem auf ein Aufatmen bei den polnischen Banken zurückzuführen. Die Regierung in Warschau entschärfte etwas die Bedingungen für einen milliardenschweren Zwangsumtausch von Hypotheken, die in Schweizer Franken ausgegeben wurden. In der Vergangenheit haben die polnischen Banken viele Franken-Immobilienkredite begeben, da die Zinsen darauf deutlich günstiger waren.

USA

US-Börsen beenden Positivserie: Die US-Börsen haben im August ohne klaren Trend gehandelt. Die ohnehin ruhige Sommerpause und die Unsicherheiten angesichts der künftigen US-Geldpolitik führten zu niedrigen Handelsvolumina. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average beschloss den Monat mit einem Abschlag von 0,2 Prozent, der markbreite S&P 500 notierte 0,1 Prozent leichter. Damit geht für den US-Markt eine Serie von fünf positiven Monaten zu Ende. Besonders stark schnitten im August Banken und Finanztitel ab, Versorgeraktien und Pharmawerte hingegen schlossen weit im Minus.

Nach wie vor bewegte die US-Notenbank Fed den Markt. Bis Ende August gingen viele Analysten davon aus, dass die Währungshüter von einer weiteren Zinserhöhung Abstand nehmen würden, zumindest ein Schritt bei der Sitzung im September schien in weite Ferne gerückt. Dann allerdings meldete sich Fed-Chefin Janet Yellen mit relativ deutlichen Aussagen zu Wort und befeuerte die Unsicherheit. Sie betonte, dass die Argumente für eine Zinserhöhung zuletzt an Zugkraft gewonnen hätten. Allerdings scheinen die Märkte sich mit einem etwaigen Zinsschritt abgefunden zu haben, kurzzeitig aufgetretene Verluste wurden schnell wieder neutralisiert.

Angesichts der niedrigen Zinsen haben Fusionen und Übernahmen weiter Hochkonjunktur. Zuletzt verstärkte sich der US-Pharmakonzern Pfizer mit dem Biotechnologieunternehmen Medivation, das vor allem für Krebsmedikation bekannt ist. Mit dem Gebot von 81,50 US-Dollar bot Pfizer eine Prämie von 21 Prozent auf den Schlusskurs der Vorwoche. Die Aktien von Medivation schossen daraufhin binnen kurzer Zeit um 20 Prozent in die Höhe. Allerdings scheinen nicht alle Aktionäre von einem Erfolg des Zusammenschlusses überzeugt: Papiere von Pfizer gaben im Monat 5,7 Prozent ab.

Weitere Unterstützung kam auch aus der Berichtsaison, die insgesamt positiver ausgefallen ist als von den Analysten erwartet. Unter dem Strich konnten rund 55 Prozent der Unternehmen aus dem S&P 500 die Prognosen hinsichtlich ihrer Umsätze steigern. Bei den Gewinnen waren es sogar 78 Prozent.

Fernost

Asiatische Aktienmärkte mit soliden Zuwächsen: Die Aktienmärkte der aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften setzten ihren positiven Trend fort. Der MSCI Far East ex Japan Index verzeichneten im August ein Plus von 3,2 Prozent in lokaler Währung (+3,3 Prozent auf US-Dollarbasis). Eine im globalen Kontext solide Entwicklung, da der MSCI World Index nur ein leichtes Plus von 0,2 Prozent (in lokaler Währung) erzielte.

Die Aktienmärkte in China zeigten sich von ihrer freundlichen Seite. Der Shanghai Composite Index legte um 3,6 Prozent zu, der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 5,0 Prozent. Positiver Einfluss auf das Sentiment ging von der Ankündigung der chinesischen Finanzmarktaufsichtsbehörde aus, einen sogenannten „Shenzen-Hongkong Stock Connect“ einzurichten. Diese Anbindung der Börse in Shenzen an den Finanzplatz Hongkong eröffnet chinesischen und internationalen Investoren ein deutlich erweitertes Anlageuniversum an chinesischen Unternehmen und repräsentiert einen weiteren Liberalisierungsschritt für den chinesischen Aktienmarkt. Gleichzeitig erwiesen sich die makroökonomischen Daten in China als stabil. Der auf private Unternehmen ausgerichtete Caixin-Einkaufsmanagerindex für August fiel zwar moderat auf 50,0 Punkte (Vormonat: 50,6 Punkte). Allerdings stieg der offizielle, eher auf Staatsunternehmen fokussierte Einkaufsmanagerindex überraschend auf 50,4 Punkte an (Vormonat: 49,9 Punkte), so dass sich nun beide Konjunkturindikatoren auf bzw. über der kritischen 50-Punktemarkte befinden.

Mit einer Expansionsrate von 7,1 Prozent im zweiten Quartal 2016 fiel das BIP-Wachstum in Indien geringer als erwartet aus (Analystenschätzung: +7,6 Prozent) und lag unter den 7,9 Prozent im 1. Quartal 2016. Nichtsdestotrotz bleibt Indien eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaft auf globaler Ebene. Der indische Leitindex Sensex verzeichnete Kursgewinne von 1,4 Prozent im abgelaufen Monat. Über China und Indien hinaus wies ein Großteil der asiatischen Börsen ebenfalls positive Trends auf, etwa Indonesien (IDX Composite Index: +3,3 Prozent), Thailand (Bangkok SET Index: +1,6 Prozent), Taiwan und Korea (TAIEX Index und Kospi Composite Index beide mit +0,9 Prozent).

Japan

Anhaltend solide Kursgewinne an der Börse in Tokio: Im Nachgang der deutlichen Erholungstendenzen im Vormonat verzeichnete der japanische Aktienmarkt im August anhaltend solide Kursgewinne. Der Leitindex NIKKEI 225 stieg um 1,9 Prozent an, der marktbreite TOPIX Index legte um 0,5 Prozent zu. Im internationalen Vergleich schnitt die Börse in Tokio somit leicht überdurchschnittlich ab, da der MSCI World Index mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent in lokaler Währung eine seitwärts gerichtete Kursentwicklung aufwies.

Basierend auf den angekündigten fiskalpolitischen Stimulierungsmaßnahmen der Regierung in Tokio am 29. Juli und einer allgemeinen Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Asien ist die Risikoneigung der Marktteilnehmer im Hinblick auf Japan wieder gestiegen. Dies spiegelt sich auch in der zuletzt beobachtbaren Umkehr der Kapitalflüsse hin zum japanischen Aktienmarkt wider. Auf makroökonomischer Ebene zeigte der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im August 2016 eine weitere Verbesserung auf 49,5 Punkte (nach 49,3 und 48,1 Punkten in den Vormonaten). Ferner lag das Wachstum des japanischen Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal 2016 mit einem Plus von 0,6 Prozent im Jahresvergleich im Rahmen der Analystenschätzungen und deutlich über dem Plus von 0,2 Prozent im ersten Quartal. Zum Ende des abgelaufenen Monats vollzog der Japanische Yen eine Trendwende und wertete um rund 3 Prozent gegenüber dem US-Dollar ab.

Das positive Umfeld an der japanischen Börse führte zu weiteren Kursgewinnen von zyklischen Sektoren, während defensiv ausgerichtete Branchen hinter der generell positiven Entwicklung zurückblieben. Vor diesem Hintergrund verzeichneten die Aktienkurse der Automobilkonzerne Toyota (+5,8 Prozent) und Honda (+11,6 Prozent) sowie die Bankenwerte Mitsubishi UFJ Financial Group (+8,1 Prozent) und Sumitomo Mitsui Financial Group (+9,5 Prozent) erneut spürbare Kurszuwächse. Im Gegenzug kamen defensive Titel aus den Sektoren Konsum (z.B. Japan Tobacco: -0,4 Prozent), Telekommunikation (z.B. Nippon Telegraph & Telephone: -6,9 Prozent), und Pharma (z.B. Astellas Pharma: -8,2 Prozent) mehr oder weniger stark unter Druck.

Weltweit

Seitwärtstrend an den globalen Börsen: Die globalen Aktienmärkte haben im August überwiegend seitwärts tendiert. Der MSCI World Index verbesserte sich in lokaler Währung um 0,2 Prozent. Wie schon im Vormonat, stützten die lockere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken sowie die positive Berichtssaison in den USA die Kurse. Nichtsdestotrotz liefen in den USA nach fünf positiven Monaten in Folge leichte Verluste auf. Der Dow Jones Industrial Average Index gab 0,2 Prozent ab, der marktbreite S&P 500 schloss 0,1 Prozent leichter.

Nach wie vor bewegte die US-Notenbank Fed den Markt. Bis Ende August gingen viele Analysten davon aus, dass die Währungshüter von einer weiteren Zinserhöhung Abstand nehmen würden, zumindest ein Schritt bei der Sitzung im September schien in weite Ferne gerückt. Dann allerdings befeuerte Fed-Chefin Janet Yellen mit relativ deutlichen Aussagen die Unsicherheit. Sie betonte, dass die Argumente für eine Zinserhöhung zuletzt an Zugkraft gewonnen hätten.

Die europäischen Aktienmärkte konnten leichte Kursgewinne erzielen: Der EUROSTOXX 50 verbesserte sich um 1,1 Prozent. Nach dem Stresstest für Europas Kreditinstitute Ende Juli gehörten Banken im Berichtsmonat zu den stärksten Titeln. Der entsprechende Index verbesserte sich im August um 8,2 Prozent. Dabei hatte es zunächst vor allem für die deutschen Geldhäuser noch düster ausgesehen. Sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank hatten Anfang August noch auf historischen Tiefstständen notiert.

In Japan verbesserte sich der Nikkei 225 Index um 1,9 Prozent. Die Kurse profitierten von den fiskalpolitischen Stimulusmaßnahmen der Regierung und der expansiven Geldpolitik der Bank of Japan, die ihre Wertpapierkäufe Ende Juli ausgeweitet hat.

An den Märkten der Schwellenländer wurden ebenfalls Kursgewinne verzeichnet, der MSCI Emerging Markets Index stieg in lokaler Währung um 2,6 Prozent. Angesichts des flachen Zinspfads in den USA und der verbesserten fundamentalen Situation in den Schwellenländern sind offenbar vermehrt Investoren bereit, ihr Geld in den tendenziell schwankungsanfälligeren Emerging Markets anzulegen.

Die Rentenmärkte

Eurozone

Britische Staatsanleihen erneut mit Kurszuwächsen: Im Euroraum waren im August Anleihen aus den Peripherieländern gefragt, Papiere aus den sicheren Kernländern hingegen nicht. Dieses Muster ließ sich auch bei europäischen Anleihen außerhalb des gemeinsamen Währungsraums beobachten. Schuldverschreibungen aus Norwegen und der Schweiz mussten daher Kursverluste hinnehmen. Die Rendite für zehnjährige Titel aus der Schweiz erhöhte sich von -0,6 auf -0,5 Prozent. Nachdem im Juli alle Anleihen im negativen Bereich rentierten, schaffte es zumindest die längste Staatsanleihen (Fälligkeit 2064) wieder leicht ins Plus.

Anleihen aus Osteuropa waren hingegen auch weiterhin sehr gefragt. In Polen und Tschechien verzeichneten Staatsanleihen daher erneut Kursgewinne. Mittlerweile rentieren selbst sechsjährige Papiere aus Tschechien unterhalb der Null-Prozent-Marke. Die größten Zuwächse waren in Russland zu verzeichnen. Einerseits stütze dort die positive Entwicklung des Ölpreises. In Erwartung möglicher Förderkürzungen verteuerte sich Öl der Sorte Brent im August mehr als zehn Prozent. Da das russische Wirtschaftsmodell stark abhängig von den Preisen im Energiesektor ist, führte das zu einer höheren Nachfrage nach Anleihen. Darüber hinaus verbesserten sich auf der anderen Seite auch einige Konjunkturdaten wie die Arbeitslosenquote oder die Einzelhandelsumsätze. Zudem schauten Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe wieder optimistischer in die Zukunft.

In Großbritannien hielt der Trend zu rückläufigen Renditen an. Anleger sind weiterhin skeptisch und erwarten, ausgehend von den Verhandlungen bezüglich eines Ausstiegs aus der Europäischen Union, eine wirtschaftliche Schwächephase. Innenpolitisch war man sich über das weitere Vorgehen uneins. In den im August veröffentlichten Wirtschaftsdaten ließ sich bislang aber kein konjunktureller Einbruch ablesen.

Euro-Outs

Spanien noch immer ohne Regierung: Am europäischen Markt für Staatsanleihen war in den vergangenen Wochen die Sommerpause deutlich zu spüren. In Abwesenheit vieler Marktteilnehmer wurde vergleichsweise wenig gehandelt. Über den ganzen August hinweg war ein klarer Trend zu beobachten: Anleihen aus den Kernländern des Euroraumes verbuchten leicht steigende Renditen. Neben Papieren aus Deutschland rentierten auch die Schuldverschreibungen aus den Niederlanden im negativen Bereich, weshalb allein schon deshalb die Nachfrage gering war. Darüber hinaus kaufte die Europäische Zentralbank auch etwas weniger Papiere an. Anleihen aus den Peripherieländern waren hingegen auch weiterhin gefragt und verzeichneten Kursgewinne. Zehnjährige irische Staatsanleihen unterschritten die Renditemarke von 0,4 Prozent. Drei Jahre zuvor lag der Wert noch bei mehr als vier Prozent.

Gesucht waren weiterhin Papiere aus Italien und Spanien. Spanische Anleihen rentierten zwischenzeitlich erstmals unterhalb von einem Prozent, obwohl das Land weiterhin seine Regierungskrise nicht lösen konnte. Weder die Wahl im Dezember noch die Neuwahl im Juni haben bislang eine Regierungskoalition hervorgebracht. Ministerpräsident Mariano Rajoy hat zwar die meisten Wählerstimmen erhalten, verfügt selbst aber nicht um die erforderliche Mehrheit und findet dafür keinen Partner. Die Sozialisten um Pedro Sanchez stellen sich weiterhin quer. Zum Monatsende sollte eine Vertrauensfrage von Rajoy für klare Verhältnisse sorgen, brachte aber ebenfalls keinen Erfolg und ließ die Renditen wieder steigen. Ein dritter Wahlgang scheint nun notwendig zu werden. Ob sich daraus andere Mehrheitsverhältnisse ergeben könnten bleibt jedoch fraglich. Die Zugewinne bei Peripherieanleihen reichten aber nicht aus, um die Verluste in den Kernstaaten aufzufangen. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index verloren europäische Staatsanleihen im August 0,3 Prozent an Wert.

Anfang September steht das nächste Treffen der Europäischen Zentralbank an. Wie immer sind die Erwartungen der Marktteilnehmer hoch gesteckt. Auf der Agenda dürfte dann eine Verlängerung des Ankaufprogramms stehen, das bislang bis März 2017 befristet ist.

USA

Ruhiger sommerlicher Handel: Am US-Rentenmarkt war im August die Sommerpause deutlich zu spüren. In Abwesenheit zahlreicher Marktteilnehmer tendierten die Renditen über weitere Strecken seitwärts. Die täglichen Kursausschläge waren zudem sehr gering. Schnell bildete sich für Papiere mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren eine Handelspanne zwischen einer Rendite von 1,5 Prozent und 1,6 Prozent heraus. Konjunkturdaten, vor allem aber die Kommentare der US-Notenbank haben dafür gesorgt, die Kurse in dieser Spanne in die eine oder andere Richtung zu bewegen.

Unmittelbar nach dem Brexit-Votum der Briten rechnete kein Marktteilnehmer mehr damit, dass die US-Notenbank in diesem Jahr noch einmal die Zinsen anheben könnte. Als jedoch klar wurde, dass sich die Probleme wohl nur auf Großbritannien, nicht aber auf andere Staaten beschränken würden, blickten Analysten wieder optimistischer in die Zukunft. Zwei sehr starke US-Arbeitsmarktberichte im Juni und Juli sorgten ebenfalls dafür, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung wieder gestiegen ist. Die erste Gelegenheit für einen Zinsschritt bietet sich bereits am 21. September. Auf dem Notenbanken-Symposium im amerikanischen Jackson Hole gaben die Fed-Mitglieder Hinweise auf eine möglicherweise schon bald bevorstehende Zinserhöhung. Die Rendite zehnjähriger Anleihen übersprang daraufhin kurzzeitig die Marke von 1,6 Prozent. Nicht alle Marktteilnehmer können den Worten der Fed-Chefin Janet Yellen jedoch glauben schenken. Schließlich befinden wir uns schon seit etwa zwei Jahren in einem Umfeld mit einer Rhetorik hin zu einer deutlich strafferen Geldpolitik. US-Schatzanweisungen reagierten zwar darauf, die Kursbewegungen fielen jedoch vergleichsweise gering aus. Am langen Ende der Zinsstrukturkurve tat sich wenig. In Summe führte das dennoch zu einer weiteren Verflachung der Zinsstrukturkurve. Zehnjährige Schatzanweisungen beendeten den Monat mit einer Rendite von 1,58 Prozent, nach 1,45 Prozent Ende Juli. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) ergab sich für den Gesamtmarkt ein Minus von 0,6 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt der Zuwachs somit noch 5,6 Prozent.

Weltweit

Ruhiger Sommerhandel: Am europäischen Markt für Staatsanleihen war in den vergangenen Wochen die Sommerpause deutlich zu spüren. In Abwesenheit vieler Marktteilnehmer wurde vergleichsweise wenig gehandelt. Über den ganzen August hinweg war ein klarer Trend zu beobachten: Anleihen aus den Kernländern des Euroraumes verbuchten leicht steigende Renditen. Neben Papieren aus Deutschland rentierten auch die Schuldverschreibungen aus den Niederlanden im negativen Bereich, weshalb allein schon deshalb die Nachfrage gering war. Darüber hinaus kaufte die Europäische Zentralbank auch etwas weniger Papiere an. Anleihen aus den Peripherieländern waren hingegen auch weiterhin gefragt und verzeichneten Kursgewinne. Zehnjährige irische Staatsanleihen unterschritten die Renditemarke von 0,4 Prozent. Drei Jahre zuvor lag der Wert noch bei mehr als vier Prozent. Die Zugewinne bei Peripherieanleihen reichten aber nicht aus, um die Verluste in den Kernstaaten aufzufangen. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index verloren europäische Staatsanleihen im August 0,3 Prozent an Wert.

Auch am US-Rentenmarkt war die Sommerpause deutlich zu spüren. Die täglichen Kursausschläge waren sehr gering. Schnell bildete sich für Papiere mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren eine Handelspanne zwischen einer Rendite von 1,5 Prozent und 1,6 Prozent heraus. Zwei sehr starke US-Arbeitsmarktberichte im Juni und Juli sorgten dafür, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung wieder gestiegen ist. Auf dem Notenbanken-Symposium im amerikanischen Jackson Hole gaben die Fed-Mitglieder Hinweise auf eine möglicherweise schon bald bevorstehende Zinserhöhung. Nicht alle Marktteilnehmer können den Worten der Fed-Chefin Janet Yellen jedoch glauben schenken. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) ergab sich für den Gesamtmarkt ein Minus von 0,6 Prozent.

Europäische Unternehmensanleihen verzeichneten erneut leichte Kursgewinne. Finanzanleihen waren stärker gefragt als die von der EZB angekauften Industrieanleihen, deren Rendite inzwischen weit zurückkam. Gemessen am JP Morgan EMBI Global Div. Index konnten Rentenanlagen der Schwellenländer ein Plus von 1,8 Prozent verbuchen.

Unternehmensanleihen

Hohe Nachfrage hält auch in der Sommerpause an: Die Entwicklung an den europäischen Rentenmärkten war im August weitestgehend von der Sommerpause geprägt. Die Bewegung in den meisten Segmenten verlief in vergleichsweise engen Bahnen. Somit zeigten sich auch europäische Unternehmensanleihen mit Rating Investmentgrade letztlich nur wenig verändert, gingen aber auf Gesamtmarktebene (BofA Merrill Lynch Euro Corporate Index, ER00) mit einem leichten Plus (0,3 Prozent) aus dem Handelsmonat. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) engten sich leicht um fünf auf 68 Basispunkte ein. Das Geschehen im Berichtsmonat war in erster Linie von der Europäischen Zentralbank dominiert, die im Rahmen ihres Ankaufsprogramms weiter Unternehmensanleihen erwarb. Der Umfang der Ankäufe wurde – der niedrigen Liquidität geschuldet – zuletzt bewusst geringer gehalten als noch im Juli. Dies unterstützte weiterhin die vom Ankaufprogramm betroffenen Industrieanleihen, die jedoch nach den bereits im Vormonat erfolgten starken Spreadeinengungen unverändert tendierten (BofA Merrill Lynch EN00). Auf der Suche nach Rendite hatten sich die Anleger verstärkt Papieren mit höheren Risikoprämien zugewandt und dabei in erster Linie Finanz- und Nachranganleihen erworben. Finanzpapiere gewannen auf Indexebene (BofA Merrill Lynch EB00) 0,6 Prozent hinzu, Nachranganleihen aus dem Finanzsektor (BofA Merrill Lynch EBSU) 1,1 Prozent. Am deutlichsten legten Nachrangtitel aus dem Industriebereich (BofA Merrill Lynch ENSU) mit plus 2,1 Prozent zu. Auch der hochverzinsliche Bereich (High Yield) profitierte von der Suche nach höherer Verzinsung. Entsprechende Papiere aus dem Industriebereich gewannen auf Indexebene (BofA Merrill Lynch HEAG) 1,8 Prozent hinzu. Am Primärmarkt wurden aufgrund der Sommerpause vergleichsweise wenig neue Papiere platziert. Die Nachfrage war angesichts des eingeschränkten Angebotes sehr hoch, was dazu führte, dass den Anlegern nur geringe oder gar keine Neuemissionsprämien gewährt wurden. Am Primärmarkt wurden zudem seit längerem wieder verstärkt Nachrangpapiere wie Contingent-Convertible Bonds (CoCos) begeben. Emittenten waren die UBS, die Barclays Bank und Standard Chartered.

Emerging Markets

US-Zinserhöhungsfantasien belasten nur kurz: Im August konnten die Schwellenländer-Rentenmärkte erneut zulegen. Neben den weiterhin stabilen Mittelzuflüssen profitierten sie auch von wieder anziehenden Rohstoffpreisen, insbesondere in der ersten Monatshälfte: Öl der Sorte Brent gewann im Berichtszeitraum über zehn Prozent. Bewegung kam auch am Monatsende in den Markt: Zunächst blickten die Schwellenländer-Anleger gespannt auf das US-amerikanische Jackson Hole. Auf dem jährlichen Treffen der wichtigsten globalen Währungshüter meldete sich auch Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Fed, zu Wort. Ihre, sowie die Äußerungen verschiedener weiterer Fed-Mitglieder, wurden in Richtung einer steigenden Wahrscheinlichkeit für eine baldige Zinserhöhung in den USA interpretiert. Da dies in der Vergangenheit häufig mit Kapitalabflüssen aus den Emerging Markets (EM) verbunden war, reagierten EM-Anleihen mit einem leichten Anstieg der Risikoprämien (Spreads). Neuigkeiten kamen Ende des Monats auch aus Brasilien: Der Senat stimmte mit der geforderten Zwei-Drittel-Mehrheit für eine endgültige Amtsenthebung der bereits suspendierten Präsidentin Dilma Rousseff. Damit bleibt der ebenfalls umstrittene Interimspräsident Michel Temer bis zu den nächsten regulären Wahlen Ende 2018 im Amt. In der Erwartung dringend notwendiger Reformen reagierten brasilianische Anleihen mit fallenden Renditen. In Summe verbuchten EM-Rentenanlagen auf Indexebene (JP Morgan EMBI Global Div. Index) im August ein Plus von 1,8 Prozent. Die Spreads gingen deutlich um 30 auf 338 Basispunkte zurück.

Ein weiterhin unterstützender Faktor für diese Entwicklung waren die anhaltenden Mittelzuflüsse. Insgesamt erhielten globale, in Schwellenländer-Anleihen investierende Fonds neue Mittel in Höhe von 5,4 Milliarden US-Dollar. Am Markt für Neuemissionen war es in der volumenarmen Sommerzeit hingegen recht ruhig. Mit Jamaika war erneut ein Name aus der zweiten Reihe aktiv. Daneben platzierte aber auch Mexiko erfolgreich ein Papier über zwei Milliarden US-Dollar. Schließlich wurden auch die Unternehmensanleihen von NTPC, Vale und Hyundai gut vom Markt aufgenommen.

 

 

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Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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