FondsAnbieter-Union Investment: InvestmentTicker:

29. August 2013 von um 12:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter-Union Investment: UniEM Global A

Die Emerging Markets zeigten sich in diesem Jahr durch zu hohe Konjunkturerwartungen, die Dominanz der Zykliker (konjunktursensitive Aktien), die US-Notenbankpolitik, aber auch länderspezifische Faktoren deutlich belastet. Während die Wachstumsmärkte Verluste hinnehmen mussten, konnten die etablierten Börsen, getrieben durch die lockere Geldpolitik in den Industriestaaten, per saldo Kursgewinne verzeichnen

Die aufstrebenden Volkswirtschaften stehen makroökonomisch und bewertungsmäßig besser da als die etablierten Märkte. Sollten sich die konjunkturellen Stabilisierungstendenzen in China weiter festigen und die USA behutsam ihr Anleiheankaufprogramm zurückfahren, so dürfte sich dies positiv auf die Entwicklung an den Emerging Markets auswirken

Der UniEM Global A konnte dank einer frühzeitigen Konzentration auf die vom Markt favorisierten Konsumwerte Ergebnisvorteile einfahren. Zum Stichtag 26. August 2013 fiel seine Wertentwicklung für dieses Jahr besser aus als die des MSCI Emerging Market Index

 

Über Union Investment

Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

Emerging Markets als Verlierer

Der UniEM Global musste in diesem Jahr in einem schwierigen Umfeld operieren. Die Wachstumsmärkte der aufstrebenden Volkswirtschaften (Emerging Markets) machten ihrem Namen keine Ehre. Gemessen am MSCI EM Index kam es in lokaler Währung zu einem Rückgang von 5,4 Prozent, in Euro gerechnet sogar von 12,9 Prozent (per 26.08.13). Im Vergleich: Die entwickelten Börsen der Industriestaaten konnten gemessen am MSCI World Index im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 14,9 bzw. 10,8 Prozent erzielen. Innerhalb der Emerging Markets lag vor allem Lateinamerika deutlich im Minus.

Schlechtes Abschneiden hat diverse Gründe

Zu hohe Konjunkturerwartungen

Was die Emerging Markets betrifft, so traten Investoren den aufstrebenden Volkswirtschaften mit hohen Erwartungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation entgegen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Das Konjunkturmomentum hat in zahlreichen Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien oder Russland deutlich nachgelassen. Angesichts des weltweit angeschlagenen wirtschaftlichen Umfelds mussten zahlreiche Wachstumsmärkte eine sinkende Nachfrage aus den Industrienationen hinnehmen.

Insbesondere die Wachstumslokomotive China hatte mit einer nachlassenden Wirtschaftstätigkeit zu kämpfen. Das Land litt unter einer sinkenden Nachfrage aus Nordamerika, Japan und der EU, was sich bei abnehmender Industrieproduktion zunehmend negativ bemerkbar machte. Als Folge schwächte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zuletzt immer deutlicher ab – von plus 7,9 Prozent im letzten Quartal 2012 auf 7,7 Prozent im ersten und auf 7,5 Prozent im zweiten Quartal des laufenden Jahres. Einige Analysten bezweifelten daraufhin sogar, dass die Regierung ihr Wachstumsziel von 7,5 Prozent in 2013 erreichen wird. Aufgrund der Rohstoffabhängigkeit der chinesischen Wirtschaft stellten die Chinasorgen eine große Belastung gerade für Rohstoffexporteure wie Brasilien, Russland oder Südafrika dar. Hinzu kam die zeitweise Angst vor einer Finanzkrise in China, die weltweit das Marktgeschehen belastete. Erst als die chinesische Notenbank (PBoC) zusicherte, sämtlichen Banken mit finanziellem Engpass ausreichend Geld zur Verfügung zu stellen, wurde die Sorge vor einer Kreditklemme gedämpft. Mittlerweile jedoch scheint sich die konjunkturelle Situation in China zu bessern. So konnten zuletzt sowohl die Handelsdaten als auch die Industrieproduktion stärker ansteigen als erwartet und der vorläufige Einkaufsmanager-Index überschritt erstmals seit vier Monaten die Wachstumsgrenze von 50. Alles in allem mehren sich in China die Anzeichen einer Stabilisierung. Die wirtschaftlichen Erholungstendenzen in den etablierten Volkswirtschaften scheinen die Schwäche in den Emerging Markets wenigstens zum Teil auffangen zu können.

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