FondsAnbieter- Union Investment: Fondsticker

13. April 2016 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- Union Investment: UniDynamicFonds: Global A

Kernaussagen

  • Das Wachstumsmomentum lässt etwas nach – entsprechend herausfordernd ist das Umfeld an den internationalen Aktienmärkten.
  • Auf kurze Sicht haben sich die Perspektiven nach den drastischen Verlusten zum Jahresbeginn jedoch merklich verbessert. Wir blicken vorerst optimistisch auf die weitere Aktienmarktentwicklung.
  • Gerade in einem solch komplexen Kapitalmarktumfeld kommt es darauf an, gezielt diejenigen Unternehmen zu selektieren, die über die besten Perspektiven und damit über das höchste Performancepotenzial verfügen.
  • Mit dem UniDynamicFonds: Global A investieren Kunden in wachstumsstarke Unternehmen, die vom Fondsmanagement nach einem sorgfältigen und umfassenden Analyseprozess gezielt selektiert werden (Stock-Picking).
  • Neben dem Gewinnwachstum sind auch Marktführerschaft und Managementqualität der jeweiligen Unternehmen entscheidend.

Kapitalmarktumfeld bleibt herausfordernd

Das globale Konjunkturmomentum lässt im Jahr 2016 etwas nach. Wie schon im Vorjahr dürfte sich das Wachstum in China weiter abschwächen, der Umbau der Wirtschaft sollte sich kaum ohne Bremsspuren bewältigen lassen. Das Ende des Rohstoffsuperzyklus lastet weiter auf den rohstofforientierten Volkswirtschaften, vor allem in den Schwellenländern. Länder wie Brasilien und Russland sind bereits in der Rezession, der niedrige Ölpreis verringert in den Ölökonomien das Wachstum wie auch die fiskalpolitischen Spielräume. Vereinzelte politische Auseinandersetzungen verschärfen die ohnehin schon angespannte Lage zusätzlich.

In den USA ist der Konjunkturzyklus reif und wir erwarten im Jahresverlauf 2016 eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums.

Zwar sollte die US-Wirtschaft auf Sicht des Kalenderjahres noch um 1,7 Prozent zulegen können, für 2017 gehen unsere Volkswirte aber nur noch von einem Zuwachs von 0,8 Prozent aus. Der Handlungsspielraum für die US-Notenbank Federal Reserve hat sich durch die schwächeren Wirtschaftsdaten deutlich eingeengt, wir erwarten nach dem ersten Zinsschritt Ende 2015 nur noch eine Zinserhöhung in diesem Jahr.

Die niedrigen Energiepreise sollten im Jahr 2016 in der Eurozone mit 1,4 Prozent für ein Wachstum auf dem Niveau des Vorjahres sorgen. Mit der schwächer werdenden Unterstützung von der Währungsseite und der Abschwächung der Konjunktur außerhalb des gemeinsamen Währungsraumes, dürfte sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 auf 0,9 Prozent reduzieren. Die EZB hat mit ihrem jüngsten Lockerungspaket, das aus einer Senkung von Leitzinssatz und Einlagefazilität, einer Ausweitung des Anleiheankaufprogramms in Umfang und Volumen sowie der Auflegung neuer langfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO II) besteht, alles in ihrer Macht stehende getan, um die Wirtschaft im Euroraum anzukurbeln.

Volatilität am Aktienmarkt dürfte hoch bleiben

Dennoch bleibt der Ausblick für die Aktienmärkte herausfordernd:

Zwar sprechen die hohe globale Liquidität und mangelnde Anlagealternativen in anderen Assetklassen für weiter steigende Kurse.

Dennoch wird die Fortsetzung des Aufwärtstrends im Umfeld eines abnehmenden globalen Konjunkturmomentums deutlich schwieriger, da früher oder später auch die Unternehmensgewinne in Mitleidenschaft gezogen werden dürften.

Neben der mittelfristigen konjunkturellen Entwicklung zählt auch der künftige Kurs Chinas zu den Risikofaktoren. Die Volatilität an den Märkten sollte deswegen auf erhöhtem Niveau bleiben.

Überdies ist die Entwicklung des Ölpreises ein potenzieller Risikofaktor:

In den letzten Monaten gab es eine hohe Korrelation zu den Aktienmärkten. Weiter fallenden Notierungen im Energiesektor dürften sich Aktien deshalb auch künftig nicht vollständig entziehen können.

Auf kurze Sicht hat sich die Kapitalmarktstimmung nach den herben Verlusten zum Jahresbeginn zuletzt jedoch verbessert – vor allem, da die Notenbanken mit ihren expansiven Maßnahmen (EZB) beziehungsweise ihrer abwartenden Haltung (Fed) dazu beigetragen haben, die Risikobereitschaft der Anleger zu erhöhen.

In den USA haben die Aktienmärkte die Verluste vom Jah resanfang mittlerweile wieder vollständig kompensiert. Die positive Entwicklung könnte sich noch etwas fortsetzen. Europäische Aktien sind vorerst von den Anleiheankäufen der EZB gut unterstützt, da Anleger aufgrund der immer geringeren Renditen auf risikoreichere Anlageklassen ausweichen dürften.

Für zusätzlichen Rückenwind könnte auch die nahende Berichtssaison sorgen. Angesichts der bislang weitgehend positiven Unternehmenszahlen und einer noch nicht teuren Bewertung hat die anstehende Berichtsperiode das Potenzial, tendenziell positive Impulse zu setzen. Wir blicken deswegen vorerst optimistisch auf die weitere Aktienmarktentwicklung. Wir favorisieren weiterhin Werte aus den Industrieländern vor Aktien aus den aufstrebenden Volkswirtschaften.

Gezielt in aussichtsreiche Unternehmen investieren

In einem herausfordernden Marktumfeld kommt es in erster Linie darauf an, durch umfassende und fundierte Analysen diejeningen Unternehmen zu identifizieren, die im Hinblick auf Umsatz- und Gewinnentwicklung die besten Perspektiven bieten – und sich damit besser entwickeln können als der Gesamtmarkt.

Um aussichtsreiche Einzeltitel ausfindig machen zu können, folgt das Fondsmanagement des UniDynamicFonds: Global A einem stringenten und disziplinierten Investmentprozess, der aus einer Kombination von fundamentalem Research und einem aktiven, risikokontrollierten Portfoliomanagement besteht. Dabei kommt dem Investmentprozess eine besondere Bedeutung zu – denn durch ihn sichern wir uns nicht nur einen Informationsvorsprung, sondern können auch einen messbaren Mehrwert für unsere Anleger generieren. Innerhalb des Investmentprozesses ist der Portfoliomanager für die gesamte Wertschöpfungskette zuständig – vom Research über die Portfoliokonstruktion bis hin zur Handelsausführung.

Dabei spielen Research und Titelselektion eine wichtige Rolle.

Gemeinsam mit anderen Experten aus dem Aktienfondsmanagement von Union Investment identifiziert, diskutiert, analysiert und bewertet das Fondsmanagement aktuelle Kapitalmarktthe men und Investitionsideen (Bottom Up-Analyse). Auch volkswirtschaftliche Betrachtungen fließen in den Analyseprozess ein (Top Down-Analyse). Damit greifen wir auf die Expertise des gesamten Portfoliomanagements zurück.

Durch diese teamübergreifende Zusammenarbeit können wir eine umfassende Einschätzung über die Lage der jeweiligen Unternehmen und den Zustand ganzer Sektoren ableiten. Denn der Sektorallokation kommt im Aktienfondsmanagement eine wichtige Rolle zu: Das frühzeitige Erkennen der Out- oder Underperformance einzelner Branchen gegenüber dem Gesamtmarkt kann das Chance-Risiko-Verhältnis des Portfolios verbessern und dazu beitragen, dass Marktkorrekturen deutlich abgefedert werden.

Überdies managen wir den Fonds aktiv – das heißt, wir sind ständig dabei, unser Portfolio zu bewerten, zu kontrollieren und an die Marktgegebenheiten anzupassen. Durch die uns zur Verfügung stehenden volkswirtschaftlichen Analysen haben wir das konjunkturelle Gesamtbild ständig im Blick. So können wir rechtzeitig agieren und reagieren. Aufgrund der bottom-up-getriebenen Einzeltitelselektion spielt unsere umfassende Emittentenanalyse jedoch eine deutlich wichtigere Rolle. Deswegen versuchen wir bereits im Vorfeld nur solche Titel zu selektieren, die über ein optimales Ertrags-Risiko-Profil verfügen.

Wachstumsaussichten stehen im Mittelpunkt

Bei der gezielten Selektion aussichtsreicher Einzeltitel (Stock- Picking) steht die Wachstumsdynamik der Unternehmen im Vordergrund.

Wir investieren ausschließlich in sogenannte Growth- Aktien, also Unternehmen, die über eine überdurchschnittliche Wachstumsdynamik verfügen. Dabei kann man „Wachstum“ vereinfacht so definieren, dass Umsatz, Gewinn oder Cashflow des Unternehmens pro Aktie schneller wachsen, als das für den Durchschnitt der Branche bzw. des Marktes der Fall ist. Grundsätzlich zeichnen sich Wachstumsaktien durch ein vergleichsweise hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aus, da Investoren bereit sind, für steigende Gewinne einen leicht erhöhten Preis zu zahlen. Auch die Aktienkurs-Buchwert-Relation wird in diesem Fall überdurchschnittlich sein. Begründet wird diese Abweichung damit, dass das geschätzte weitere Wachstum die Basis für einen weiteren Kursanstieg sein wird.

Gewinnwachstum, Marktführerschaft, Managementqualität

Der Investmentansatz des UniDynamicFonds: Global A beruht auf der sorgfältigen Auswahl internationaler Einzeltitel (Stock- Picking). Ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung sind die Kriterien Gewinnwachstum, Marktführerschaft und Managementqualität.

Bei einer Wachstumsaktie steht der Gewinn im Vordergrund. Dabei werden Gewinne oftmals nicht ausgeschüttet, sondern in weiteres Wachstum investiert. Zu Wachstumswerten zählt man daher nicht zuletzt Unternehmen, die einer Wachstumsbranche angehören und möglichst ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum erzielen sollen. Ziel des Unternehmens muss es sein, im jeweiligen Marktsegment die Marktführerschaft anzustreben.

Die kann nur erreicht werden, wenn das Geschäftsmodell nach haltig ist: Ausgezeichnete Produktqualität, Know-how sowie Innovationskraft spielen dabei eine entscheidende Rolle. Basis für den Erfolg ist letztlich das Management. Es muss sich auf Kernkompetenzen und ertragreiche Geschäftszweige konzentrieren und vorausschauend handeln.

Aktuelle Portfolioausrichtung

Die aktuelle Ausrichtung des Fonds trägt den jüngsten Marktereignissen Rechnung. Mit Blick auf die Sektorallokation ist der Fonds stark in zyklische Branchen wie Technologie und zyklische Konsumwerte investiert (Anteil jeweils rund 20 Prozent). Beide Sektoren verfügen unter relativen Aspekten über bessere Wachstumsaussichten, solidere Bilanzen und eine höhere Free- Cashflow-Generierung. Im Gegensatz hierzu sind Industrie- und Energiewerte untergewichtet. Auch den vergleichsweise defensiven Gesundheitssektor haben wir im Jahresverlauf von zuvor rund 21 Prozent auf derzeit 18 Prozent zurückgenommen.

Unter regionalen Gesichtspunkten bevorzugt das Fondsmanagement derzeit die USA. Die Gewichtung von US-Aktien wurde im bisherigen Jahresverlauf nochmals zu Lasten der übrigen Länder auf knapp 61 Prozent ausgebaut. Daneben setzen wir auf europäische (rund 25 Prozent) und japanische Aktien (rund acht Prozent).

Im Zuge der Entspannung an den Kreditmärkten haben wir unser Exposure zum Finanzsektor zuletzt erhöht. Der Anteil von Finanzwerten wurde im Laufe des März von rund sechs Prozent auf nunmehr über neun Prozent angehoben. Wir haben deshalb den weltgrößten Versicherungskonzern Allianz, das italienische Kreditinstitut Intesa Sanpaolo und den US-amerikanischen Finanzdienstleister Citigroup neu in das Portfolio aufgenommen.

Da die aus der Übernahme eines kanadischen Konkurrenten resultierende Unsicherheit auf den Aktien von Lowe’s lastete, haben wir uns von unserer Position im US-Baumarktbetreiber getrennt.

Den Aktien des US-Konsumgüterherstellers Colgate- Palmolive rechnen wir dagegen ein nachhaltiges Wachstumspo tenzial zu. Auch aufgrund seines defensiven Charakters haben wir ein erstes Engagement in diesem US-Wert aufgebaut.

Unser aktiver Managementansatz hat sich im laufenden Jahr bewährt:

Insgesamt konnte sich der UniDynamicFonds: Global A seit Jahresbeginn besser entwickeln als seine Vergleichsgröße (MSCI World Growth).

Fazit

Trotz der in diesem Jahr erwarteten Eintrübung des konjunkturellen Umfelds sehen wir auf kurze Sicht gute Chancen für die internationalen Aktienmärkte – vor allem, nachdem sich die Kapitalmarktstimmung nach den deutlichen Kursrücksetzern zum Jahresbeginn wieder merklich aufgehellt hat. Die hohe globale Liquidität und das Niedrigzinsumfeld dürften die Kurse genauso stützen wie die anstehende Berichtssaison.

In diesem Umfeld sollten Anleger in erster Linie auf Investmentfonds setzen, die gezielt in aussichtsreiche Unternehmen mit einer hohen Wachstumsdynamik investieren. Denn diese Gesellschaften zeichnen sich durch ein überdurchschnittlich hohes Wachstumstempo, ihre Marktführerschaft und eine gute Managementqualität aus.

Mit dem UniDynamicFonds: Global A können risikobewusste Anleger von den Chancen internationaler Wachstumswerte profitieren.

Das Fondsmanagement hat das Portfolio nach den jüngsten Marktereignissen neu ausgerichtet und setzt vorerst auf eher zyklische Sektoren. Die Gewichtung von Technologie- und zyklischen Konsumwerten wurde leicht aufgestockt, im Gegenzug wurde der defensive Gesundheitssektor leicht reduziert.

Wir empfehlen den UniDynamicFonds: Global A risikobewussten Anlegern zur Beimischung in einem breit über alle Assetklassen diversifizierten Portfolio. Ein ausreichend langer Anlagehorizont von mindestens sieben Jahren sollte dabei berücksichtigt werden.

Bis bald

Ihr Portfoliomanagement

Union Investment Privatfonds GmbH

 

union investmentÜber Union Investment
Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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