FondsAnbieter-Union Investment: Eurozone hellt sich auf

27. August 2013 von um 12:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!Für die Eurozone haben sich die guten Nachrichten in der abgelaufenen Woche fortgesetzt. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal zur Überraschung vieler Marktteilnehmer gestiegen war, mehrten sich nun volkswirtschaftliche Daten, die auch für das zweite Halbjahr optimistisch stimmen. Die am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Einkaufsmanager-Indizes für den Euroraum bestätigten erneut, dass sich die konjunkturelle Situation in Euroland graduell aufhellt. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe stieg auf 51,3 Punkte, für den Dienstleistungssektor liegt der Wert bei 51 Zählern. Speziell die Daten für Deutschland überraschten auf der positiven Seite. Die aggregierten Euroland-Daten legen zudem nahe, dass sich die Erholung in den großen Peripherieländern der Eurozone im August fortgesetzt haben sollte.

Neben den industriellen Frühindikatoren sind zudem diverse Sentiment-Indikatoren weiter gestiegen. Und es gibt auch einen ersten Hauch von einem Silberstreif am Horizont des Euroland-Arbeitsmarktes. Verschiedene Zeitarbeitsfirmen, die schwerpunktmäßig in Europa tätig sind, sprechen von einer sich graduell verbessernden Nachfrage verglichen mit dem vergangenen Jahr oder dem ersten Quartal 2013.

Positive Nachrichten aus China

Die überraschend guten Euroland-Konjunkturdaten gingen einher mit festeren Stimmungsindikatoren aus China, wo der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC die Erwartungen der Analysten deutlich übertraf. In der Summe wurden überdies robuste Daten aus den USA berichtet. Die Märkte reagierten: Zusammengenommen bewirkten die Zahlen einen deutlichen Anstieg der Renditen für sichere Staatsanleihen wie etwa deutschen Bundesanleihen. Die Renditen von britischen und von US-Schuldverschreibungen legten ebenfalls zu.

Risiken gehen zurück

Auch wenn die positiven Daten für die Eurozone nicht als Entwarnung dienen: Nach vorne blickend sinken als Folge der überraschend guten Wirtschaftsdaten die Risiken einer erneuten Verschärfung der Staatenkrise. Zum einen sollte die fiskalpolitische Konsolidierung angesichts der sich verbessernden Konjunktur leichter fallen. Zudem nimmt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Rating-Herabstufung für Spanien und Italien zumindest in der kurzen Frist ab. Auch die Diskussion um Anschlussfinanzierungen für Griechenland, Portugal und eventuell Irland nimmt langsam Fahrt auf, ohne zu größeren Marktverwerfungen zu führen.

Eine anziehende Konjunktur in der Währungsunion kann sich positiv auf die globale Wirtschaft und insbesondere auf die Schwellenländer auswirken. Denn die Eurozone ist für viele aufstrebende Volkswirtschaften, insbesondere aus Asien, einer der wichtigsten Handelspartner. Eine verbesserte Nachfrage aus der Währungsunion führt zu steigenden Handelszahlen in diesen Ländern, was wiederum eine positive Rückkopplung auf den globalen Handel und das weltweite industrielle Konjunkturmomentum haben sollte.

Und auch auf die Notenbankpolitik könnte die verbesserte Stimmung Auswirkungen haben. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank sollte vor dem Hintergrund der aufgehellten Konjunktur deutlich gesunken sein. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Währungshüter noch einige Zeit den Kurs der lockeren Geldpolitik beibehalten werden.

 

Über Union Investment

Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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