FondsAnbieter-Union Investment: Drei Krisen und Draghi.

09. Juli 2013 von um 12:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter-Union Investment: Spannungen in Portugal, Griechenland und Zypern

Nahezu gleichzeitig nahmen in der vergangenen Woche die politischen Spannungen in drei der Problemstaaten am Rand der Währungsunion erneut zu: Sowohl Portugal alsSJB FondsSkyline 1989 e.K.. PortfolioManagement. Antizyklisch. auch Griechenland und Zypern ringen um den richtigen Weg aus der Schuldenkrise.

In Portugal traten mit Finanzminister Gaspar und Außenminister Portas zwei Stützen des Kabinetts von Premier Coelho zurück. Beide wollten den Sparkurs der Regierung nicht länger mittragen und reichten ihre Demission ein. Damit steht die Koalition in Lissabon auf der Kippe. Die politische Instabilität in dem bislang als „Musterland der Krisenbekämpfung“ geltenden Portugal ließ die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen kräftig steigen. Vorübergehend wurde ein Niveau von 7,6 Prozent erreicht. Zuletzt zeichnete sich jedoch eine Stabilisierung der Lage ab, sodass die Renditen wieder deutlich nachgaben und unter die Marke von sieben Prozent sanken. Die Liquiditätslage Portugals ist positiv, das Land hat das Gros seines Refinanzierungsbedarfs für das laufende Jahr bereits gedeckt. Zudem haben in der Vergangenheit alle großen Parteien den Sparkurs mitgetragen.

In Griechenland steht derweil die Auszahlung der nächsten Hilfstranche in Höhe von 8,1 Milliarden Euro zur Auszahlung an. Die Überweisung muss jedoch von der aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission bestehenden „Troika“ genehmigt werden. Die Vertreter der internationalen Geldgeber scheinen jedoch mit den Reformfortschritten in Athen nicht zufrieden zu sein und so zogen sich die Verhandlungen bislang ergebnislos hin. Zudem hatte der IWF in der Vergangenheit auf einen weiteren Schuldenschnitt gedrängt. Mehrere europäische Staaten – darunter Deutschland – lehnen diesen Schritt vehement ab. Zypern ist indessen mit seinem Ansinnen gescheitert, das erst vor kurzem ausgehandelte Hilfspaket erneut aufzuschnüren. Präsident Anastasiadis wollte die damit verbundenen Auflagen lockern, vor allem für den stark angeschlagenen Bankensektor.

Auch wenn die Entwicklungen in den drei Staaten verdeutlichen, dass die europäische Schuldenkrise noch nicht nachhaltig gelöst ist – eine besorgniserregende Zuspitzung stellen sie nicht dar. Letztlich handelt es sich um länderspezifische Probleme in kleineren Staaten. Eine Verschärfung für die Eurozone im Ganzen ist bislang nicht ersichtlich.

EZB-Chef Draghi: „Leitzinsen bleiben niedrig“

Auf der Pressekonferenz im Anschluss an die monatliche Sitzung des EZB-Rates war Notenbank-Chef Mario Draghi sichtlich bemüht, die Finanzmärkte zu beruhigen. Nachdem ihr US-Pendant Fed zuletzt mit der Aussicht auf eine mögliche Verringerung ihrer Anleihekäufe in Aufruhr versetzt hatte, machten die Frankfurter Währungshüter am vergangenen Donnerstag deutlich: In der Eurozone bleiben die Leitzinsen niedrig – und zwar „für einen längeren Zeitraum“, wie Draghi betonte. Eine Änderung am aktuellen Kurs nahm die EZB zwar zunächst nicht vor. Aber: Mit der Ankündigung begibt sich der Italiener auf Neuland, den üblicherweise legen sich die Zentralbanker bei ihren Zinsentscheidungen nie vorab fest. Zudem signalisierte Draghi, dass die Notenbank dabei explizit an ihr gesamtes zinspolitisches Instrumentarium denkt. Auch die Möglichkeit eines negativen Satzes für Einlagen bei der EZB ist damit nicht vom Tisch.

 

Über Union Investment

Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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