FondsAnbieter-Union Investment: Die Europäische Zentralbank gibt die Richtung vor

01. August 2013 von um 12:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter-Union Investment: Während langlaufende Papiere weitaus stärker von den konjunkturellen Tendenzen eines Wirtschaftsraumes und den Inflationserwartungen der Marktteilnehmer beeinflusst werden, prägt die Leitzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) das Kursbild von Anleihen mit kurzer Restlaufzeit. Für die Wertentwicklung des UniKapital spielt daher die Zentralbankpolitik eine wichtige Rolle.

In den vergangenen Monaten verfolgte die EZB eine sehr expansive Geldpolitik. Dazu senkte sie den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent und stellte zusätzlich über langfristige Tendergeschäfte knapp zwei Billionen Euro zur Verfügung. Die zusätzliche Liquidität drängte daraufhin in den Markt, sodass nahezu alle Anlageklassen Kursgewinne verzeichneten. Im Blickpunkt der Marktteilnehmer standen dabei auch jene Anleihen, in die der UniKapital schwerpunktmäßig investiert. Um die europäische Staatsschuldenkrise zu beruhigen, hatten sich die Währungshüter klar für den Erhalt der Gemeinschaftswährung ausgesprochen und zusätzlich angedeutet, dass sie notfalls Staatsanleihen von Krisenstaaten ankaufen würden. Dabei würde man sich auf Papiere mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren fokussieren. Mit dem Bewusstsein, notfalls die Zentralbank im Rücken zu haben, erwarben Investoren verstärkt kurzfristige Anleihen aus den Peripherieländern. Im Ergebnis dessen waren deutlich rückläufige Renditen auszumachen, die mit entsprechenden Kursgewinnen einhergingen. Der UniKapital konnte somit nicht nur von den laufenden Kuponzahlungen, sondern auch von Kurszuwächsen profitieren, da er verstärkt auf Anleihen aus Italien und Spanien setzte.

US-Notenbank verunsicherte vorübergehend

Das freundliche Marktumfeld hatte sich zwischenzeitlich jedoch eingetrübt. Ausgangspunkt war die Rede von Ben Bernanke vor dem US-Kongress Ende Mai. Befragt nach den Plänen zur Geldpolitik stellte der Vorsitzende der US-Notenbank Fed eine Reduzierung der Anleihekäufe (quantitative Lockerung, auch QE genannt) in Aussicht. Bislang erwirbt die Fed monatlich Anleihen im Gegenwert von rund 85 Milliarden US-Dollar. Mit den Käufen sollen die Zinsen niedrig gehalten werden, damit die Konjunktur in Fahrt kommt. Inzwischen konnte Bernanke allerdings klarstellen, dass eine Drosselung der Käufe (als „Tapering“ bezeichnet) nicht gleichzeitig eine scharfe Straffung der Geldpolitik bedeutet. Selbst wenn die Fed weniger Anleihen kaufen sollte, bleibt ihr Kurs also weiterhin expansiv ausgerichtet.

Zinsen bleiben niedrig verankert

Die Pläne der Fed hatten dann auch Auswirkungen auf die europäischen Anleihemärkte. Es wurde befürchtet, dass die Europäische Zentralbank ähnliche Pläne verfolgen könnte. Doch auch hier kann inzwischen Entwarnung gegeben werden. Gemäß den Äußerungen von EZB-Präsident Draghi bleiben die Leitzinsen niedrig verankert, und zwar „für einen längeren Zeitraum“. Andere Ratsmitglieder konkretisierten den Zeitraum später noch etwas und gaben eine Zeitspanne von mindestens zwölf Monaten an. Bislang vermieden es die europäischen Währungshüter stets sich derart festzulegen. Für Anleger bedeutet die Aussage, dass eine Zinswende vorerst nicht zu befürchten ist.

 

Über Union Investment

Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

Kategorien: Anbieter. Berichten.
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