FondsAnbieter- M&G Multi-Asset-Team: Der Monat im Überblick

20. Januar 2016 von um 10:30 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- M&G Multi-Asset-Team: Monatliches Update für den M&G Prudent Allocation, den M&G Income Allocation und den M&G Dynamic Allocation Fund, direkt von den Experten. Die Informationen hierin sind ausschließlich für professionelle Anleger bestimmt und nicht zur Weitergabe an andere Personen oder als Grundlage für Anlageentscheidungen gedacht. Wir sind bestrebt, unsere Kunden stets so früh wie möglich mit Informationen zu versorgen. Daher sind die Daten in diesem Update teilweise nicht endgültig und können sich ändern. Nähere Angaben finden Sie in der Fußnote.

Marktrückblick

Der Dezember war für die Börsen ein sehr bewegter Zeitraum. Man könnte sagen, dass sich im letzten Monat des Jahres im Kleinen abgespielt hat, was auch das Jahr insgesamt prägte. So blickten die Anleger vor allem auf die Geldpolitik der Notenbanken, den Preisverfall im Rohstoffsektor und die wirtschaftlichen Probleme Chinas und anderer Schwellenländer.

Die Folge war ein erneut schwieriges Umfeld für Anleger. Im Berichtsmonat erhöhte die US-Notenbank (Fed) wie lange erwartet die Zinsen, während die Europäische Zentralbank eine gewisse Enttäuschung hervorrief, indem sie keine Ausweitung der quantitativen Lockerung beschloss. Aus China wurden unterdessen wieder schwache Konjunkturdaten gemeldet, und in den USA wurden mehrere Fonds für Hochzinsanleihen geschlossen.

Marktausblick

Die Marktschwankungen, die an den ersten Tagen des neuen Jahres andauerten, zeigen, dass der Beginn eines neuen Kalenderjahres nichts an den wirtschaftlichen Fundamentaldaten ändert. Die Themen, die 2015 im Vordergrund standen, spielen weiter eine Rolle, und auch die Unsicherheit, die die jüngsten Marktbewegungen gekennzeichnet hat, ist nicht verschwunden. Durch die erhebliche Volatilität, die darin ihren Ursprung hatte, entstanden jedoch auch vielfältige Gelegenheiten, die Anleger 2015 nutzen konnten. Wir glauben, dass wir unsere Fonds dadurch so aufgestellt haben, dass sie 2016 gesunde Erträge erzielen können.

In den Industrieländern geht die wirtschaftliche Erholung in bescheidenem Tempo und nicht ohne Rückschläge weiter. Einiges deutet darauf hin, dass die Schwellenländer und der Rohstoffsektor nach wie vor unter Druck stehen. Wir sind jedoch noch immer der Ansicht, dass niedrigere Rohstoffpreise für die Konsumenten und Unternehmen im Westen ebenso wie für die Nettoimporteure unter den Schwellenländern ein positiver Faktor sind. In der Fertigungsbranche und im Außenhandel ist weltweit ein Abschwung zu beobachten, während das Bild im Dienstleistungssektor deutlich günstiger ist. Vielerorts verbessert sich das Verbrauchervertrauen, und auch am Arbeitsmarkt geht es bergauf. Unterdessen sind die Notenbanken immer noch bemüht, die Konjunktur zu stützen. Selbst in den USA hat die Federal Reserve die Zinsen nur behutsam angehoben und ist in ihren Äußerungen darauf bedacht, weiter eine expansive Rolle zu spielen und den Aufschwung zu stärken.

In Anbetracht dieser positiven Faktoren erscheint uns interessant, dass sich anscheinend doch viele Anleger pessimistisch zeigen. So ist zunehmend von Rezession die Rede. Eigentlich sehen wir dafür keinerlei Anzeichen. In einigen Regionen der Welt gibt es zwar echten Grund zur Sorge, doch es sind auch viele positive Entwicklungen zu verzeichnen. Seit einiger Zeit beobachten wir verhaltenspsychologische Diskrepanzen zwischen den Fundamentaldaten und den Kursen – davon versprechen wir uns interessante Möglichkeiten.

Die Welt befindet sich an einem interessanten Punkt, wobei erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen bestehen. Unseres Erachtens könnte sich dies in Form negativer Korrelationen innerhalb der Anlageklassen manifestieren – für Multi-Asset-Fonds wie unsere ist das ermutigend. Auch 2016 wird wohl mit erhöhten Schwankungen zu rechnen sein. Getreu unserer Philosophie, dass Volatilität und Risiko nicht identisch sind, halten wir die Augen offen und warten auf Gelegenheiten, die sich ergeben könnten, wenn Anleger Vermögenswerte übertrieben pessimistisch bewerten. Tatsache ist, dass an den Märkten zu jeder Zeit viele Unsicherheiten bestehen. Wir sollten uns davor hüten, in unbekanntem Terrain allzu simple Schlüsse zu ziehen. Gefragt sind in der jetzigen Situation sorgfältiges Timing und eine selektive Vermögensallokation. Versuche, die Zukunft vorherzusagen, sind dagegen wenig hilfreich. Wir werden uns weiter vor allem mit den aktuellen Bewertungen beschäftigen – sie sagen am ehesten etwas darüber aus, welche Erträge in Zukunft zu erwarten sind. Die Positionierung unserer Fonds lässt klar erkennen, dass wir nach wie vor eine Präferenz für Aktien haben. Die Bewertungen sind zwar nicht mehr auffallend billig, sie bieten aber noch immer einen attraktiven Risikoaufschlag gegenüber Anleihen und Geldmarktpapieren. Doch das liegt mehr an der Unattraktivität von Anleihen als an der absoluten Attraktivität von Aktien. Unsere Aktiengewichtungen liegen deshalb weiter auf neutralem oder fast neutralem beziehungsweise leicht übergewichtetem Niveau. Das gibt uns vielfältige Möglichkeiten, auf die interessanten Gelegenheiten zu reagieren, die sich gerade zu eröffnen beginnen.

Wertentwicklung und Fondsaktivitäten

M&G Prudent Allocation Fund und M&G Dynamic Allocation Fund

Der M&G Prudent Allocation Fund verbuchte im Dezember ein Minus von 2,5%. Seit der Auflegung im April verlor er damit 5,7%. Das verwaltete Vermögen des Fonds beträgt aktuell rund 140 Mio. Euro.

Der M&G Dynamic Allocation Fund büßte im Dezember 3,3% ein, im Gesamtjahr legte er damit um 2,0% zu. Das verwaltete Vermögen liegt derzeit bei etwa 3,1 Mrd. Euro.

Wenngleich das Jahr wegen des schwierigen Börsenumfelds im Dezember enttäuschend endete, erscheint uns das Plus von 2%, das der Dynamic Allocation Fund 2015 erzielte, doch als gutes Ergebnis, wenn man den Kontext sieht: Das Jahr bescherte den Aktienmärkten erhebliche Schwankungen, während die Schwellenmärkte, die Rohstoffpreise und die Märkte für Hochzinsanleihen schwach abschnitten und Staatsanleihen und Corporate Bonds mit Investment-Grade-Status nur bescheidene Zuwächse lieferten. Insofern gab es nur wenig Möglichkeiten, eine positive Performance zu generieren.

Das Gesamtergebnis des Prudent Allocation Fund seit der Auflegung war natürlich enttäuschend, doch man darf nicht vergessen, dass es sich bei dem Zeitraum um eine besonders schwierige Phase an den Märkten handelte. Der Fonds wurde im April 2015 aufgelegt, als die Kursentwicklung in vielen Anlageklassen einen Höchststand erreicht hatte. Ausgehend davon, wo die Vermögenspreise inzwischen angekommen sind (besonders in einigen Bereichen der Anleihenmärkte), sollten sich 2016 jedoch zahlreiche lukrative Möglichkeiten für den Fonds bieten.

Im Dezember erlitten beide Fonds Verluste mit Positionen in Aktien, Unternehmensanleihen (besonders aus dem Bergbausektor), Anleihen aus europäischen Peripheriestaaten (denen die politische Ungewissheit in Spanien schadete) sowie Schwellenländeranleihen und -währungen (hier machten beträchtliche Verluste mit einigen Long-Positionen die Gewinne mit Short-Positionen wieder zunichte). Nachdem wir unser untergewichtetes Engagement im Euro in den letzten Monaten etwas „neutralisiert“ hatten, wirkte sich die festere Tendenz der Gemeinschaftswährung im Dezember nicht allzu negativ auf die Fonds aus.

Wir haben im Berichtszeitraum das Engagement in Unternehmensanleihen leicht zurückgenommen (durch Verringerung der Gewichtung des BBB-Korbs um 3%). Uns erschien dies als gute Idee, nachdem wir im November die Positionen in Anleihen von Bergbauunternehmen aufgestockt hatten. Des Weiteren verkauften wir unsere 3%-Position in südafrikanischen Staatsanleihen – einige Maßnahmen der Regierung des Landes brachten uns dazu, das mit den Papieren verbundene Risiko zu überdenken.

Die anderen Veränderungen bezogen sich auf die Währungsaufteilung. So erhöhten wir die Gewichtung des Euros von 90% auf 93%, indem wir das Engagement im US-Dollar verringerten. Die Gewichtung des Yen erhöhten wir ebenfalls, und zwar von -3% auf 0%. Der Euro ist jetzt also stark gewichtet, aber ein großer Teil unseres Risikos entfällt auch auf zinsstarke Schwellenländer-Währungen. Wir rechnen mit starken Schwankungen dieser Währungen, aber nach der Entwicklung der Spotpreise zu urteilen und in Anbetracht des gebotenen Zinsvorteils sind sie aus unserer Sicht attraktiv. Sie haben das Potenzial, zu einer weiteren Quelle diversifizierter positiver Renditebeiträge zu werden.

 

m&gM&G. Hintergründig.

M&G wurde 1901 als Municipal and General Securities gegründet. Heute gehört die Gesellschaft zur Prudential-Gruppe. Verwaltetes Vermögen: 289,8 Mrd. Euro. Publikumsfonds in Deutschland: 61. Zu Umsatz und Gewinn keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter: 1.300. Geschäftsführer: Michael McLintock. Stand: 31.12.2014. SJB Abfrage: 28.07.2015.

Internet: www.mandg.de

Kategorien: Anbieter. Berichten.
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