FondsAnbieter-M.M. Warburg Invest: Katerlaune am Aktienmarkt

08. Januar 2016 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- M.M. Warburg Invest: Rückblickend wird die Wertschätzung Ihre Werbung. Hier?freier Tage häufig nicht nur daran gemessen, ob man Erholung, neue Eindrücke oder möglicherweise sogar neue Freunde gewonnen hat, sondern auch daran, wie lange der ausgeruhte Zustand nach dem Urlaub anhält. Im besten Fall bleibt trotz großer Herausforderungen im Alltag ein Eindruck von Leichtigkeit zurück, der über mehrere Wochen bestehen bleibt. Für viele Investoren, die am Montag frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, dürften die ersten Handelstage am Aktienmarkt die Erholung auf eine harte Belastungsprobe stellen: Per Schlusskurs gestern verlor der DAX 4,9 % an Wert, der Euro Stoxx 50 gab um 3,9 % nach und der S&P 500 verzeichnete ein Minus von 2,6 %. Im Handelsverlauf bis zum Redaktionsschluss sind diese Verluste nochmals kräftig ausgeweitet worden. Unsere Prognose für den Handel 2016, dass an allen Märkten mit erheblichen Schwankungen zu rechnen ist, wird damit bereits in der ersten Woche unerwartet kräftig unterstrichen.

Gemessen an den Erwartungen für die Konjunktur und die Kapitalmärkte, die wir Ende 2015 ausführlich dargestellt hatten, fällt der Jahresstart allerdings ziemlich enttäuschend aus. Prinzipiell rechnen wir damit, dass im laufenden Jahr Aktien die attraktivste Anlageklasse bleiben und dass die Weltwirtschaft – trotz einiger Risikofaktoren – abermals ein moderates Wachstum aufweisen wird. Auf die Risikofaktoren für die Konjunktur und den Kapitalmarkt hatten wir ebenfalls dezidiert hingewiesen: Dazu zählen neben einem zunehmenden politischen Risiko innerhalb Europas und geopolitischen Risikofaktoren eine anhaltende Schwäche der Emerging Markets und eine stärker als erwartete Konjunkturschwäche in den USA. Am Aktienmarkt scheint man sich derzeit vor allem auf diese Risikofaktoren zu konzentrieren.

Eine etwas schwächere Entwicklung war zuletzt in den USA zu beobachten. Außerdem hat der chinesische Aktienmarkt – wie bereits 2015 – kräftig korrigiert, und die Landeswährung Yuan abermals an Wert verloren, sodass die Diskussionen um den Zustand der chinesischen Wirtschaft frische Nahrung bekommen haben. Bis auf weiteres bleiben wir bei unserer moderat positiven Einschätzung der Perspektiven für die US-Wirtschaft. Ein echtes Warnsignal wäre es, wenn die Schwäche im verarbeitenden Gewerbe Bremswirkungen am Arbeitsmarkt entfalten würde. Dies würde sowohl die Konsumenten als auch die Dienstleister negativ betreffen und somit die beiden wichtigsten Treiber des US-Wirtschaftswachstums in die Zange nehmen. Dafür gibt es bislang jedoch noch keine ernsthaften Anzeichen, so dass wir diesem Szenario bis auf weiteres keine erhöhte Wahrscheinlichkeit beimessen. In Bezug auf die Entwicklung in China gibt es eigentlich keine neuen Erkenntnisse. Unsere wesentliche These ist und bleibt, dass sich das Wachstum in China strukturell weiter abschwächen wird. Zudem birgt die Umstellung der Wirtschaft weg vom verarbeitenden Gewerbe hin zu mehr Dienstleistungen erhebliche Herausforderungen für die Regierung genauso wie die Gesamtverschuldung, die nach der Finanzkrise 2008 erheblich angestiegen ist. Die größten Anpassungslasten dürfte es im verarbeitenden Gewerbe und beim Bau geben, während sich das Dienstleistungsgewerbe voraussichtlich weiter gut halten wird. Nichtsdestotrotz darf nicht übersehen werden, dass die Regierung ihre zuvor eher restriktive Fiskalpolitik zuletzt gelockert hat und auch die Geldpolitik insgesamt deutlich expansiver geworden ist. Auch die Abwertung des Yuan, die derzeit die Märkte in Aufregung versetzt, macht wirtschaftlich durchaus Sinn und dürfte dem Außenhandel etwas mehr Schwung verleihen. Ein Wachstumseinbruch auf nur noch zwei bis drei Prozent, wie ihn einige skeptische Beobachter für möglich halten, ist daher wenig wahrscheinlich.

warburgWarburg. Hintergründig.

Die Kapitalanlagegesellschaft Warburg Invest wurde 1987 gegründet und gehört zur renommierten Hamburger Privatbank M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, die seit 1798 tätig ist und zu den größten und ältesten unabhängigen Privatbanken Deutschlands zählt. Zahl der Publikumsfonds in Deutschland: 96. Zu verwaltetem Vermögen, Umsatz und Gewinn: keine Angaben. Geschäftsführung Hans-Jürgen Schäfer, Dr. Detlef Mertens. Stand: 31.12.2014. SJB Abfrage: 21.08.2015.

www.warburg-fonds.com

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