FondsAnbieter- M.M. Warburg & Co: Kapitalmarktperspektiven

08. März 2016 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- M.M. Warburg & Co: Zu Beginn des Jahres 2016 haben sich vieleSJB Fonds Echo. Analysiert. Konjunkturindikatoren weiter abgeschwächt. Dies gilt nicht für die Schwellenländer sondern auch für die Industrieländer. Die Weltbank, der IWF und die OECD haben von daher ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr reduziert, wobei aber immer noch davon ausgegangen wird, dass es nicht zu einer neuen globalen Rezession kommt. Große Unsicherheiten gehen weiterhin von der wirtschaftlichen Entwicklung in China aus, die auch direkte Auswirkungen auf die Rohstoffpreise hat. Selbst wenn der Umbau der Volkswirtschaft gelingt, wird die geringere Bedeutung der chinesischen Industrie negative Auswirkungen auf viele andere Länder haben. Auch in den Industrieländern haben zuletzt viele Wirtschaftsdaten enttäuscht, dies gilt insbesondere für die USA. Vor allem das verarbeitende Gewerbe leidet unter der Aufwertung des US-Dollar, zu hohen Lagerbeständen und den sinkenden Investitionen der Frackingunternehmen.

Inflation ist weiterhin kein Thema, im Gegenteil: Die geringe Kapazitätsauslastung und die kaum steigenden Lohnstückkosten insbesondere in einigen Industrieländern begrenzen den Inflationsdruck. Auch die weiter niedrigen Rohstoffpreise tragen dazu bei, dass derzeit kein Preisdruck vorhanden ist. Von daher ist mit keiner gravierenden Veränderung der Preissteigerungsraten zu rechnen, allerdings könnten sie in den nächsten Monaten basisbedingt wieder etwas ansteigen, ohne das dies aber als eine Trendwende zu interpretieren wäre.

Die US-Notenbank hat im Dezember 2015 erstmals seit fast 10 Jahren die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht. Allerdings wird die Fed die Zinsen in diesem Jahr allenfalls moderat erhöhen. Die EZB hat ihre ohnehin schon sehr expansive Geldpolitik im Dezember 2015 noch weiter gelockert. Neben dem Leitzins von nur 0,05% und einem negativen Einlagezins von -0,30% kauft die Notenbank im Rahmen ihres „erweiterten Anleihenaufkaufprogrammes“ seit März 2015 Anleihen im Volumen von monatlich 60 Milliarden Euro. Das Kaufprogramm wird bis mindestens März 2017 (vormals September 2016) fortgeführt. Noch expansivere Maßnahmen dürften schon Anfang März beschlossen werden.

Das Rentenjahr 2016 wird unserer Meinung nach unter einem ähnlichen Stern stehen wie im Vorjahr. Da die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten wird, gehen wir von anhaltend niedrigen Zinsen in der Eurozone aus; dennoch können die Renditen im Jahresverlauf zumindest temporär ansteigen. Aufgrund der geringen Kupons gibt es weiterhin so gut wie keinen Puffer, um Kursverluste abzufedern, sodass die Schwankungen und Verlustrisiken an den Rentenmärkten überdurchschnittlich hoch bleiben. Da die globale Inflationsrate aber sehr niedrig bleibt, wird auch die internationale Geldpolitik von der sehr expansiven Ausrichtung nicht abrücken.

Der US-Dollar dürfte mittlerweile den größten Teil seiner Aufwertung hinter sich haben. Gegenüber dem Euro halten wir in den kommenden 12 Monaten eher eine Seitwärtsbewegung für wahrscheinlich. Zwar könnten weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve den US-Dollar nochmal etwas beflügeln, allerdings zeichnet sich derzeit eine abwartende Haltung der US-Notenbank ab, sodass von dieser Seite keine neuen Impulse für den US-Dollar kommen.

Sinkende Rohstoffpreise (vor allem der Kollaps des Ölpreises), konjunkturelle Schwächetendenzen in China und in anderen Schwellenländern sowie eine Reihe von enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA haben die globalen Aktienmärkte seit Anfang des Jahres 2016 enorm unter Druck gesetzt. Die schwachen Konjunkturdaten lassen eine erhöhte Vorsicht gegenüber risikobehafteten Anlageklassen angezeigt erscheinen. Da wir keine wirtschaftliche Krise erwarten, gehen wir weiterhin davon aus, dass sich die Kurse im Jahresverlauf wieder erholen werden. Derzeit fehlen allerdings die Auslöser, die eine derartige Einschätzung konkret untermauern. Was fehlt, ist der „finale“ Ausverkauf an den Märkten. Von daher halten wir unser Pulver in Form einer erhöhten Kassequote noch trocken.

 

warburgWarburg. Hintergründig.

Die Kapitalanlagegesellschaft Warburg Invest wurde 1987 gegründet und gehört zur renommierten Hamburger Privatbank M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, die seit 1798 tätig ist und zu den größten und ältesten unabhängigen Privatbanken Deutschlands zählt. Zahl der Publikumsfonds in Deutschland: 96. Zu verwaltetem Vermögen, Umsatz und Gewinn: keine Angaben. Geschäftsführung Hans-Jürgen Schäfer, Dr. Detlef Mertens. Stand: 31.12.2014. SJB Abfrage: 21.08.2015.

www.warburg-fonds.com

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