FondsAnbieter- J.P. Morgan Asset Management: „Überlebensstrategien“ für das aktuelle Umfeld niedriger Ertragsmöglichkeiten in vielen Anlageklassen

15. Juni 2016 von um 10:30 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- J.P. Morgan Asset Management: Kommentar von Jakob Tanzmeister, Client Portfolio Manager im Multi-Asset Solutions Team bei J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt, 14. Juni 2016 – In der letzten Woche startete das „Corporate Bond Ankaufsprogramm“ CSPP der Europäischen Zentralbank. Seit Ankündigung der EZB im März, Unternehmensanleihen außerhalb des Bankensektors aufzukaufen, steigt der Anteil der Unternehmensanleihen mit negativen Renditen stetig, wobei die Dynamik dieser Entwicklung fast epidemieartig zunimmt. Darüber hinaus handeln in Europa inzwischen mehr als 40 Prozent aller Staatsanleihen mit negativer Rendite. Diese Entwicklung schlägt sich auch auf andere Anlageklassen, man kann fast sagen auf die gesamte „Investment-Nahrungskette“ durch: Die Ertragschancen sind in fast allen  Bereichen gesunken. Aktien der Industrienationen sind gemessen an ihren Kurs-Gewinn-Verhältnissen nicht gerade billig und auch Umsatz- und Gewinnwachstum schwächeln.

Investmentstrategien für ein Umfeld stagnierender Märkte

Die negativen Renditen auf Unternehmens- und Staatsanleihen sind also Teil einer Welt, in der Risikoanlagen seit dem 4. Quartal 2014 stagnieren. Solch seitwärts verlaufende Märkte mit geringen Erträgen, wenig Marktbewegungen und niedriger Volatilität sind in der jüngsten Vergangenheit selten geworden. In den letzten 25 Jahren gab es in den USA nur zweimal derartige Stagnationsphasen. Viel häufiger waren anhaltende Aufschwungsphasen oder starke Korrekturen. Angesichts der anhal-tend lockeren Geldpolitik der Zentralbanken rund um den Globus gilt es jedoch, auch für längere Seitwärtsmärkte gerüstet zu sein.

Grafik: Zeiträume, in denen sich der US-Aktienmarkt bei geringer Volatilität seitwärts bewegt hat

(seit 1881, Ende gekennzeichnet durch Balken); Index der realen Gesamtrendite, logarithmische Skala)

Quelle: J.P. Morgan Asset Management, Shiller, Stand März 2016. Definition eines seitwärts gerichteten Marktes: Annualisierte 3-Jahreserträge zwischen +/- 5 Prozent, keine Markteinbrüche > 15 Prozent, annualisierte Volatilität <15 Prozent

Aber wie stellt man sich nun als Anleger in diesem Umfeld negtiver Renditen und stagnierenden Wachstums am besten auf? Es lohnt ein Blick über den Tellerrand auf die Investments, die üblicherweise bei konservativen Anlegern nicht besonders stark im Fokus stehen: So sehen derzeit beispielsweise US-Hochzinsanleihen – ohne den Energiebereich –, Hypothekenverbriefungen, Hybridanleihen von US-Banken oder Europäische Dividendenaktien attraktiv aus und bieten vor allem weiterhin Ertragsmöglichkeiten. Als allgemeinen Grundsatz gilt es dabei zu verinnerlichen, dass es auch auf langfristige Sicht sinnvoll ist, die Ertragsziele herunterzuschrauben, das Gesamtrisiko des Portfolios nicht aus den Augen zu verlieren und die Stabilität des Portfolios mittels laufender Erträge zu erhöhen.

US-Hochzinsanleihen: Der Markt hat sich bis auf die volatilen Monate 2015 und rund um den Jahreswechsel gut gehalten. Wenn man den Energiesektor außen vor lässt, kann der US High Yield Sektor derzeit mit einer Rendite von 7,5 Prozent aufwarten.

Hypothekenanleihen: Seit 2007 hat sich die Kreditqualität im Vergleich zu vor der Finanzkrise deutlich verbessert, insbesondere bei Verbriefungen von Geschäftsimmobilien (CMBS). Die Erträge für diese Papiere liegen etwa bei 5 Prozent.

Hybridanleihen von US-Banken: Angesichts flacher Zinskurven und gebremster Kreditnachfrage sind die Gewinne bei Banken unter Druck. Aufgrund der steigenden Eigenkapitalanforderungen und der geringeren Abhängigkeit von Kapitalmarktfinanzierungen sind die Aussichten für Anleger in Hybridanleihen mit Erträgen um 6 Prozent durchaus verlockend.

Europäische Dividendenaktien: 2015 waren Zugewinne bei europäischen Aktien trotz der lockeren EZB-Geldpolitik nicht nachhaltig. Nachdem die EZB im Frühjahr 2015 ihr Ankaufsprogramm für Unternehmensanleihen vorgestellt hatte, gab es zwar eine deutliche Rallye, diese wurde jedoch im August mit der Währungsabwertung in China dramatisch ausgebremst. Und obwohl die EZB weiterhin eine lockere Geldpolitik verfolgt, tendieren europäische Aktien in diesem Jahr immer noch seitwärts. Mit dem Brexit-Referendum am 23. Juni schwebt ein weiteres Damoklesschwert über der Region. So verwundert es nicht, dass die Nachfrage ausländischer Investoren nach europäischen Aktien aktuell zum ersten Mal seit 2009 im Saldo wieder negativ ist.

Für Anleger bieten sich europäische Unternehmen mit ihren höheren Dividenden im Vergleich zu US-Aktien dennoch an. Und nachdem die EZB-Interventionen die Renditen der Unternehmensanleihen in absurd niedrige Regionen getrieben haben, sind erhöhte M&A-Aktivitäten zu erwarten, ebenso wie Sonderdividenden oder auch Aktienrückkäufe. Und wenn auch auf niedrigem Niveau, so ist die wirtschaftliche Dynamik in Europa doch immer noch besser als in anderen großen Wirtschaftsräumen.

Eine sinnvolle Strategie – nicht nur im aktuellen Umfeld

Laufende Erträge erscheinen aber nicht nur in einem stagnierenden Marktumfeld als attraktive Anlagestrategie. Viele der genannten  Anlageklassen sind jedoch schwer zugänglich und als Einzeltitelanlage riskant. Gebündelt in einem flexiblen Multi-Asset-Portfolio wird das Investieren einfach, und Anleger können auch weniger verbreitete Anlageklassen nutzen. Verbunden mit regelmäßigen Ausschüttungen profitieren Anleger von einer breiten Streuung ihres eingesetzten Kapitals bei gleichzeitig zinsähnlichen Erträgen.

Ein Beispiel für solch einen „Multi-Asset Income“-Fonds ist der

JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund

Vierteljährlich ausschüttende Anteilklasse (EUR):

ISIN A (div) EUR       LU0395794307

WKN A (div) EUR      A0RBX2

Jährlich ausschüttende Anteilklasse (EUR):

ISIN A (inc) EUR       LU0840466477

WKN A (inc) EUR      A1J5UZ

Fondsmanager:       Michael Schoenhaut, Talib Sheikh

Auflegungsdatum:   11. Dezember 2008

Benchmark:             40% Barclays US High Yield 2% Issuer Cap Index (Total Return Gross) Hedged to EUR / 35% MSCI World Index (Total Return Net) Hedged to EUR / 25% Barclays Global Credit Index (Total Return Gross) Hedged to EUR

Fondsvolumen:        15,5 Milliarden Euro (per 9. Juni 2016)

Weitere Informationen: www.jpmorganassetmanagement.de/Income

Wichtige Hinweise:

Bei diesem Dokument handelt es sich um Informationsmaterial. Sämtliche Prognosen, Zahlen, Einschätzungen und Aussagen zu Finanzmarkttrends oder Anlagetechniken und -strategien sind, sofern nichts anderes angegeben ist, diejenigen von J.P. Morgan Asset Management zum Erstellungsdatum des Dokuments. J.P. Morgan Asset Management erachtet sie zum Zeitpunkt der Erstellung als korrekt, übernimmt jedoch keine Gewährleistung für deren Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Informationen können jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden. J.P. Morgan Asset Management nutzt auch Research-Ergebnisse von Dritten; die sich daraus ergebenden Erkenntnisse werden als zusätzliche Informationen bereitgestellt, spiegeln aber nicht unbedingt die Ansichten von J.P. Morgan Asset Management wider. Die Nutzung der Informationen liegt in der alleinigen Verantwortung des Lesers. J.P. Morgan Asset Management ist der Markenname für das Vermögensverwaltungsgeschäft von JPMorgan Chase & Co und seiner verbundenen Unternehmen weltweit. Telefonanrufe bei J.P. Morgan Asset Management können aus rechtlichen Gründen sowie zu Schulungs- und Sicherheitszwecken aufgezeichnet werden. Zudem werden Informationen und Daten aus der Korrespondenz mit Ihnen in Übereinstimmung mit der EMEA-Datenschutzrichtlinie von J.P. Morgan Asset Management erfasst, gespeichert und verarbeitet. Die EMEA-Datenschutzrichtlinie finden Sie auf folgender Website: http://www.jpmorgan.com/pages/privacy. Herausgeber in Deutschland: JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l., Frankfurt Branch, Taunustor 1, 60310 Frankfurt.

 

jpmJPM. Hintergründig.
JP Morgan Asset Management gehört zu JP Morgan Chase & Co. Gegründet 1799 in den USA. Verwaltetes Vermögen: 1,3 Bill. US-Dollar, davon in Deutschland 15 Mrd. US-Dollar. Fonds in Deutschland: über 160. Zu Umsatz und Gewinn keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter: über 700. Ständige Vertreter in Deutschland: Dr. Christoph Bergweiler, Michael Mewes und Jens Schmitt. Stand: 30.06.2015. SJB Abfrage: 30.09.2015.

https://www.jpmorganassetmanagement.de

 

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