FondsAnbieter- GAM: Robotik-Trend: Attraktive Aussichten bei Aktien-Investments in Japan

16. März 2016 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- GAM: Japan ist in RoboterTechnologie weltweit führendSJB Fonds Echo. Analysiert.

Vor allem in den Schwellenländern gibt es Bedarf an Industrie-Robotern

Trotz Krise der asiatischen Finanzmärkte bieten sich gute Investmentchancen

Seit dem Sommer-Hoch im August des vergangenen Jahres entwickelte sich der japanische Aktienmarkt äußerst wechselhaft. Insgesamt sank der Tokio Stock Price Index (Topix) in diesem Zeitraum knapp 20 Prozent. In den ersten Wochen des Jahres 2016 waren die Kursrückgänge besonders stark: Die Turbulenzen an den asiatischen Finanzmärkten zogen die Kurswerte an der Tokioter Börse weiter herunter. Die gestiegene Nachfrage nach japanischen Anleihen ließ ihre Renditen sinken und der starke Yen verteuerte die japanischen Exporte – das alles wirkte sich auch negativ auf die dortigen Aktienwerte aus. „Das negative Sentiment bezüglich Japan, das sich auch im jüngsten Kursverfall zeigt, halten wir allerdings für übertrieben“, so Ernst Glanzmann, Lead Manager des JB Japan Stock Fund. Seine Co-Fondsmanagerin Reiko Mito ergänzt, dass sich ein genauerer Blick auf den japanischen Aktienmarkt derzeit durchaus lohne.

„Ausgewählte Firmen sind weiterhin in der Lage, überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erzielen“, sagt sie. Dies treffe vor allem auf Unternehmen im Bereich der Roboter-Technologie und der Automationstechnik zu.

Emerging Markets mit Aufholbedarf

Das globale Wachstumspotenzial der Roboter-Industrie bleibt dabei weiterhin eher unterschätzt, obwohl einzelne Prognosen von ungefähr zehn Prozent Wachstum pro Jahr ausgehen. „Unternehmensaktien aus der Roboter-Branche haben auf lange Sicht das Potenzial, höhere Renditen als der Gesamtmarkt abzuwerfen“, sagt Glanzmann. Das größte Wachstumsfeld für Roboter sind nach Ansicht von Mito die Schwellenländer: „Während in entwickelten Industriestaaten wie Südkorea, Japan und Deutschland in der industriellen Produktion Roboter bereits jetzt weit verbreitet sind, gibt es in China noch viel Potenzial“. Das verdeutlichen auch die Zahlen: Auf 10.000 in der Industrie eingesetzte Arbeiter kommen in China gerade einmal 36 Roboter, in Südkorea sind es knappe 500 Roboter.

Die weltweit wichtigste Robotik-Sparte sind Industrieroboter, die etwa bei der Produktion von Autos, Elektroartikeln oder Lebensmitteln eingesetzt werden. Japan nimmt hier im internationalen Vergleich eine Spitzenposition ein. Ein zentrales Investmentmotiv der Fondsmanager für 2016 sind daher Aktien japanischer Roboter-Produzenten und Entwickler. „Die Wachstumsrate bei japanischen Robotik-Unternehmen lag in den letzten zehn Jahren bei etwa fünf bis sechs Prozent pro Jahr“, so Glanzmann. Dieses Niveau gelte es nun gegen die globale Konkurrenz zu behaupten.

Technischer Fortschritt steigert Produktionseffizienz

Technologische Innovationen „Made in Japan“ führen dabei zu immer neuen Entwicklungssprüngen: „Sensoren werden zunehmend leistungsfähiger und Mikroprozessoren stetig schneller. Hinzu kommt die ständig wachsende Kapazität bei der Datenübertragung. Insgesamt sind Roboter daher immer effektiver und kostengünstiger geworden“, erklärt Glanzmann.

So stammt beispielsweise eine der neuesten Entwicklungen vom japanischen Hersteller Fanuc. Der Global Player hat zuletzt Industrieroboter entwickelt, die zu eigenständigem maschinellen Lernen fähig sind. Die Roboter erkennen mithilfe von Algorithmen in Datenmengen Muster und verhalten sich entsprechend. Auf diese Weise könnten industrielle Produktionsprozesse um bis zu zehn Prozent effektiver werden. „Roboter werden aber menschliche Arbeitskräfte in den kommenden Jahren nicht ersetzen. Der Effizienzgewinn bedeutet nicht, dass Arbeitsplätze verloren gehen“, sagt Mito.

Industrieroboter seien aus der heutigen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken, auch wenn sie in den Medien selten vorkämen. Dort werde eher prominent über menschlich-anmutende Service Roboter berichtet, die etwa in der Unterhaltungsindustrie, der Logistik oder im Gesundheitssektor bei der Altenpflege eingesetzt werden könnten. „Aber in diesem Bereich sind die Forschungs- und Entwicklungskosten sehr hoch, die Produktionszahlen hingegen relativ gering. Profitable Unternehmen, die für Investments interessant sind, gibt es in dieser Sparte kaum“, sagt Glanzmann.

Autonomes Fahren bis 2020

Ein weiteres Thema, das künftig immer wichtiger wird, sind selbstfahrende Kraftfahrzeuge. Die japanische Regierung stellt hierfür inzwischen Fördergelder für Entwickler und Produzenten bereit. Erklärtes Ziel dieser Maßnahme ist es, dass in Tokio bis zu den Olympischen Spielen im Jahre 2020 in einem Stadtbezirk nur noch selbstfahrende Autos über die Straßen rollen. Dadurch soll der Weltöffentlichkeit Japans fortschrittliche Technologie präsentiert werden. „Trotz der staatlichen Finanzspritzen gehe ich aber davon aus, dass wirkliche Innovation nur aus dem privaten Sektor kommen wird“, sagt Mito. Aktien von Unternehmen, die Robotertechnologie und autonomes Fahren weiterentwickeln, bieten Investoren die Möglichkeit, am Wachstum dieser zukunftsrelevanten Bereiche teilzuhaben. „Denn eine Zukunft ohne Roboter ist schlichtweg nicht denkbar“, so Glanzmann.

 

gamGAM. Hintergründig.

GAM wurde 1983 als FondsTochter der UBS gegründet. Von 1999 bis 2005 gehörte die Gesellschaft zum Bankhaus Julius Bär. Seit September 2009 ist GAM selbständig. Fonds: 450. Verwaltetes Vermögen: 36,9 Mrd. Euro. Anzahl der Mitarbeiter: 760. Geschäftsführer: David M. Solo.

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