FondsAnbieter- GAM: Nervöse Märkte eröffnen Gelegenheiten für Investoren

15. April 2016 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- GAM: Das erste Quartal 2016 war von starken Schwankungen geprägt. Ihre Werbung. Hier?Vor allem Aktien waren hoher Volatilität ausgesetzt, während manche Anleihen als sicherer Hafen profitieren konnten. Die Nervosität der Märkte dürfte insbesondere an den Aktienmärkten weiterhin ein Risiko darstellen, erklärt Anthony Lawler, Fondsmanager bei GAM, in seinem monatlichen Kommentar zu Absolut–Return-Strategien. Dennoch könnte die Unruhe in einzelnen Segmenten interessante Gelegenheiten eröffnen.

Die heftigen Seitwärtsbewegungen der Märkte im ersten Quartal haben aktive Fonds vor große Herausforderungen gestellt. Anthony Lawler erwartet weiterhin schwierige Verhältnisse an den Aktienmärkten, wenngleich einige stark gefallene Titel aus fundamentaler Sicht attraktiv erscheinen. „Chancen sehen wir bei bestimmten überverkauften Aktien in einer kleinen Zahl von Ländern. Bei Anleihen ist das Umfeld einerseits durch Wachstumsschwäche, andererseits

durch niedrige Ausfallquoten und die Unterstützung der Notenbanken geprägt. Davon dürften Unternehmensanleihen aus einigen Branchen profitieren. Schließlich bieten sich auch Gelegenheiten bei Relative-Value-Trades an den Devisen- und Zinsmärkten, denn durch die Konkurrenz der Währungen könnten interessante Trading-Gelegenheiten entstehen.“

Aktien und Anleihen: Volatilität prägte das erste Quartal
Das erste Quartal, das mit dem März zu Ende ging, hat den Finanzmärkten starke Schwankungen gebracht. Hinter den bescheidenen Zuwächsen oder Rückgängen, die am Quartalsende zu vermelden waren, verbarg sich in vielen Fällen ein erhebliches zwischenzeitliches Auf und Ab. Der MSCI World Index etwa verbuchte für das Quartal ein Minus von 0,2 Prozent. Bis zum 11. Februar vollführte er jedoch eine steile Abwärtsbewegung, auf die eine Gegenbewegung und schließlich eine kräftige Rally bis zum Ende des Quartals folgten. Der US-Dollar stand im Februar und März unter starkem Druck, nachdem er im Januar noch zulegen konnte. Eindeutiger war die Entwicklung bei bestimmten Arten von Anleihen, die als sicherer Hafen gelten. So stieg der Barclays US Aggregate Bond Index um drei Prozent. Hintergrund waren die nicht sehr überzeugenden Konjunkturdaten in den USA. Diese ließen die Erwartungen hinsichtlich steigender US-Zinsen sinken.

Hedgefonds: Systematische Ansätze trotz Marktschwankungen erfolgreich
In dem unruhigen Marktumfeld verzeichnete der HFRX Global Hedge Fund Index für den Zeitraum seit Jahresbeginn ein negatives Ergebnis, obwohl er im März um 1,2 Prozent zulegen konnte. Anthony Lawler kommentiert: „Viele Fonds hatten ihre Positionen im Januar und Anfang Februar reduziert. Anschließend setzte eine Gegenbewegung ein – an der diese Fonds aber nicht voll teilhaben konnten. Ein Umfeld wie dieses führt dazu, dass viele aktive Discretionary-Fonds in Bedrängnis geraten, während systematischere Ansätze potenziell besser dastehen.“

Macro- und CTA-Fonds lieferten im Berichtsquartal nach solidem Start positive Ergebnisse, wie sich am HFRX Macro/CTA Index ablesen lässt. Lawler dazu: „Systematic Trend Followers profitierten im Januar und Anfang Februar von Long-Positionen in Anleihen und im US-Dollar sowie von Short-Positionen in Rohstoffen und Aktien. Als an den Märkten die Risikofreude wieder zunahm, reagierten sie mit einer Verringerung des Risikos bei einigen dieser Trades. Sie hielten am Long-Engagement in Anleihen fest und gingen bei den Aktienindizes ebenfalls zu Long-Positionen über. Durch diese Maßnahmen wurden die Verluste im März reduziert und die Weichen für eine positive Performance der Systematic-Strategien im Berichtsquartal gestellt. Dagegen starteten die Discretionary-Macro-Fonds schwach ins Jahr. Die meisten erlitten im Januar und Anfang Februar Verluste, die sie dann im März mit Long-Positionen in Schwellenländern, Long-Positionen in Aktien sowie durch den Handel mit Zinsinstrumenten, aber auch durch die Verringerung beziehungsweise Auflösung von Long-Positionen in inflationsgebundenen Anleihen, Short-Positionen in US-Duration und Long-Positionen im US-Dollar zu großen Teilen wettmachen konnten.“

Die Volatilität während des Quartals erwies sich für Equity-Hedgefonds und Event Driven-Fonds als problematisch, so Lawler. „Überlaufenen Value- und Event-Trades haben den Anlegern Verluste beschert, denn beinahe alle Marktteilnehmer haben früh im Quartal ihre Positionen reduziert und dabei die fundamentalen Vorzüge einzelner Titel ignoriert. Im März drehte dieser Trend jedoch teilweise, und nun wurden Fonds, die nach und nach wieder in die Trades eingestiegen waren, von denen sie am meisten überzeugt gewesen waren, belohnt. Das Ergebnis am Monatsende, hing daher weitgehend vom Grad des eingegangenen Risikos und der Rückkehr der Käufer zu einigen überverkauften Titeln ab.“ Event Driven- und Equity Hedge-Fonds, so Lawler, sähen weiter vor allem die langfristigen Chancen für ihre Positionen. Allerdings seien sie technischen Risiken an den Märkten und der Gefahr von Verkaufswellen auf breiter Front ausgesetzt.

 

gamGAM. Hintergründig.

GAM wurde 1983 als FondsTochter der UBS gegründet. Von 1999 bis 2005 gehörte die Gesellschaft zum Bankhaus Julius Bär. Seit September 2009 ist GAM selbständig. Fonds: 450. Verwaltetes Vermögen: 36,9 Mrd. Euro. Anzahl der Mitarbeiter: 760. Geschäftsführer: David M. Solo.

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