FondsAnbieter-GAM: Marktkommentar

28. Oktober 2015 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- GAM: „Japanische Unternehmen dürften Chinas Schwäche trotzen“SJB FondsSkyline OHG 1989. PortfolioManagement. Antizyklisch.

Q3-Gewinne in Japan dürften in diesem Jahr gegenüber 2014 um zehn Prozent zulegen

Markt hat zu stark auf Chinas Konjunkturschwäche reagiert

Gewinndynamik japanischer Unternehmen nicht voll am Aktienmarkt eingepreist

Vor allem IT-, Elektronik– und Konsumgütersektor bieten gute Perspektiven

In Japan nimmt die Berichtsaison für das dritte Quartal 2015 Fahrt auf. Sie dürfte viele Investoren positiv überraschen, so Ernst Glanzmann, Manager des JB Japan Stock Fund der Fondsgesellschaft GAM. „Ich erwarte, dass die Gewinne im dritten Quartal 2015 um zehn Prozent höher sind als im Vergleichsquartal des Vorjahres“, erklärt der Experte. Dafür verantwortlich sei insbesondere die hohe Konsumnachfrage in Japan.

China-Effekt wird überschätzt

Anlässlich der anstehenden Berichtssaison rechnet Glanzmann mit einer positiven Neubewertung vieler japanischer Aktien, die zuvor unter dem übertriebenen Pessimismus des Marktes gelitten haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie stark sich die schwächere Nachfrage aus China auf japanische Unternehmen ausgewirkt hat, vor allem in den Sektoren Automobil, Elektronik und Maschinenbau. „Der Markt hat die Folgen des schwächeren China-Geschäfts überschätzt und zu stark eingepreist”, zeigt sich Glanzmann überzeugt. Oft werde außer Acht gelassen, dass die Region AsienPazifik, inklusive China, nur gerade 11 Prozent aller japanischer Exporte ausmacht. Auch für 2016 sieht Glanzmann gute Chancen für ein starkes Gewinnwachstum: „Die niedrigen Rohstoffpreise dürften die Wachstumsstory japanischer Firmen stützen”, so Glanzmann.

Sektoren IT, Elektronik und Konsumgüter sind sehr gut positioniert

Vielversprechende Unternehmen seien vor allem in den Sektoren IT, Elektronik und Konsumgüter auszumachen: „Während der langen Deflationsjahre in Japan haben viele Unternehmen ihre IT-Kosten gesenkt, um ihre Gewinnziele zu erreichen. Mittlerweile hat sich die Situation geändert: Derzeit beobachten wir, dass die Investitionen in IT stark anziehen.” Viele Unternehmen seien dazu übergegangen, freie Mittel in die Modernisierung ihrer Systeme zu investieren. Ziel sei, sowohl die Produktion als auch die gesamte Wertschöpfungskette effizienter zu machen. Vor diesem Hintergrund dürften laut Glanzmann vor allem IT-Dienstleister die Gewinnerwartungen übertreffen.

Interessant sei auch der Elektronik-Sektor: Japan spiele dort weiterhin eine weltweite Schlüsselrolle, auch wenn das aus Sicht vieler Konsumenten nicht immer offensichtlich sei. „Viele iPhone-Nutzer wissen zum Beispiel nicht, dass rund die Hälfte der knapp 1.000 Bauteile des iPhone 6 von japanischen Zulieferern stammen”, erklärt Glanzmann.

Eine weitere gut positionierte – und oft unterschätzte – Branche sei der japanische Konsumgütersektor. „Viele Konsumgüterhersteller profitieren von der wachsenden Zahl ausländischer Touristen in Japan”, so Glanzmann. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Touristen um 50 Prozent gestiegen. Ein Drittel von ihnen kommt aus China und kauft kräftig in Japan ein, zusätzlich angetrieben vom schwachen Yen. „Vor diesem Hintergrund ist für das dritte Quartal mit starken Gewinnen des Einzelhandels zu rechnen“. Zudem dürfte die Zahl der Touristen weiter ansteigen, weil die Regierung plant, die Visa-Bestimmungen für Chinesen und Bürger anderer asiatischer Staaten zu erleichtern.

Stärkere M&A-Aktivitäten zu erwarten

„Im vierten Quartal 2015 dürfte sich zudem der Trend hin zu mehr Fusionen und Übernahmen bei japanischen Unternehmen verstärken“, sagt Glanzmann. Allein in diesem Jahr habe es Transaktionen im Wert von 10 Billionen Yen gegeben. Dies entspricht einem Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem Seite: 2 von 2

Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Einführung des Corporate-Governance-Kodex erhöhe laut Glanzmann den Druck auf Unternehmen, ihre Ertragsziele mit den Erwartungen ihrer Aktionäre in Einklang zu bringen. Dabei könnten Übernahmen eine willkommene Lösung sein, um hohe Cash-Bestände wirksam einzusetzen. Außerdem schaffen die derzeit günstigen Bewertungen von Unternehmen attraktive Akquisitionsziele.

 

 

gamGAM. Hintergründig.

GAM wurde 1983 als FondsTochter der UBS gegründet. Von 1999 bis 2005 gehörte die Gesellschaft zum Bankhaus Julius Bär. Seit September 2009 ist GAM selbständig. Fonds: 450. Verwaltetes Vermögen: 36,9 Mrd. Euro. Anzahl der Mitarbeiter: 760. Geschäftsführer: David M. Solo.

Kategorien: Anbieter. Berichten.
[top]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.