FondsAnbieter- GAM: Innovation im Gesundheitssektor generiert Renditen – Branche wird langfristig wachsen

20. Oktober 2015 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter-GAM: Vier Faktoren treiben Wachstum des Sektors: Personalisierte Medizin, Ihre Werbung. Hier?Einfluss der US-Arzneimittelbehörde, verändertes Patientenverhalten und M&A-Aktivitäten

Sektor verfügt über attraktives Rendite-Risiko-Profil

Krebs- und Gentherapie erzielen derzeit besonders große Fortschritte

Der Gesundheitssektor befindet sich derzeit in einer Expansionsphase. „Alle Zeichen stehen auf Innovation. Die vielen neuartigen Medikamente kurbeln das Umsatzwachstum an. Dadurch profitiert der Sektor zukünftig enorm“, sagt Christophe Eggmann, Manager des JB Health Innovation Fund. Laut dem Fondsmanager setzen die Pharmaunternehmen

nun die medizinischen Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre in Produkte um. So ermöglichen etwa neue Diagnoseverfahren eine noch gezieltere medizinische Behandlung, so der Fondsmanager. „Die Neuerungen sorgen für ein besseres Gesundheitswesen, in dem Patienten künftig Zugang zu einem weit umfassenderen Medikamenten- und Therapieangebot haben“, sagt Eggmann.

Das zahlt sich auch für Investoren aus: „Innovation generiert Renditen“, erklärt der Fondsmanager. Nach Ansicht von Eggmann wird der Healthcare-Sektor langfristig wachsen und damit seine Erfolgsstory fortsetzen: „Der Gesundheitssektor ist unter Rendite-Risiko-Aspekten der attraktivste Sektor der vergangenen 25 Jahre.“ So erzielte beispielsweise der S&P 500 Healthcare-Index zwischen 1990 und 2014 eine deutlich bessere risikobereinigte Gesamtrendite (0,58 Sharpe Ratio) als der S&P-500-Index (0,44 Sharpe Ratio).

Vier Eckpfeiler tragen das langfristige Wachstum der Branche

Der Fondsmanager nennt vier Eckpfeiler, die auch in Zukunft das Wachstum der Branche stützen werden:

Erster Eckpfeiler ist die personalisierte Medizin, welche laut Eggmann die Behandlung von Patienten revolutionieren werde. Durch die Anfertigung von genetischen Profilen könne schon vor Behandlungsbeginn bewertet werden, welche Therapie für welchen Patienten geeignet ist. „Das große Potenzial für bessere Therapieresultate bei gleichzeitig tieferen Kosten treibt Produkt- und Dienstleistungsinnovationen“, ist der Fondsmanager überzeugt.

Einen zweiten Eckpfeiler bildet die stärkere Unterstützung neuer Therapien durch die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration). „Die immense Unterstützung der FDA bei der Entwicklung neuer Medikamente hat die Zuversicht der Anleger gesteigert und zur Neubewertung vieler Unternehmen geführt“, so Eggmann.

Dritter Eckpfeiler ist laut Eggmann die veränderte Marktdynamik: Zum einem hänge die Kostenerstattung für Behandlungen künftig vor allem vom Behandlungserfolg ab. Damit werde die Kosten-Nutzen-Analyse für Unternehmen aus dem Gesundheitssektor immer wichtiger, denn die Marktentwicklungen gehen weg von einer Dienstleistungspauschale hin zu einem performance-orientierten Vergütungsmodell. Zum anderen geht Eggmann davon aus, dass die privaten Gesundheitsausgaben ansteigen, denn viele Patienten möchten bei Gesundheitsfragen eigene Entscheidungen treffen. „Die Menschen nehmen eine immer aktivere Rolle ein. In Zukunft werden sich Patienten eher wie Konsumenten verhalten, mehr Geld für Gesundheitsleistungen ausgeben und zwischen verschiedenen Produkten und Dienstleistungen wählen können“, prognostiziert er. Auch der digitale Wandel spiele hier eine zunehmend wichtige Rolle.

Der vierte Eckpfeiler ist das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen. Aus seiner Sicht gibt es zahlreiche attraktive Akquisitionsziele. Gerade für Unternehmen, die ihr künftiges Wachstum sichern möchten, sind Übernahmen von innovativen Anbietern interessant. Zusätzliches Momentum erhalte das M&A-Geschäft durch die Tatsache, dass derzeit viele Unternehmen im Gesundheitswesen ihre Geschäftsportfolios neu definieren, ihre Marktposition analysieren und vor diesem Hintergrund Fusionen und Übernahmen erwägen.

Krebs- und Gentherapie erzielen derzeit besonders große Fortschritte

„Besonders große Fortschritte erzielt der Sektor derzeit in der Krebs- und Gentherapie“, meint der Fondsmanager. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Brust- und Hautkrebs liege bereits bei über 90 Prozent. Bei den vielen anderen Krebserkrankungen sei die Rate von 49 Prozent in den 70er Jahren auf über 70 Prozent gestiegen. „Die Produkt-Pipelines sind voll. Das neue Forschungsfeld der Immun-Onkologie könnte sogar gewisse Krebstypen zu chronischen Erkrankungen machen“, erklärt Eggmann. Dabei setze die Immun-Onkologie auf Medikamente, die das körpereigene Immunsystem gegen Krebszellen aktiviert. „Analysten schätzen das Umsatzpotenzial auf mehr als 40 Milliarden Dollar – alleine in den USA“, so der Fondsmanager.

Auch bei der Gentherapie gebe es enorme Fortschritte: Mittlerweile sei es möglich, eine funktionierende Kopie eines schadhaften Gens in die Zellen des Patienten zu integrieren. Der Bedarf an Gentherapien sei besonders hoch, denn viele Krankheiten seien genetisch bedingt. Mit Gentherapien ließen sich Erbkrankheiten wie Multiple Sklerose, Hämophilie, oder Netzhaut-Erkrankungen, die zur Blindheit führen können, heilen.

 
gamGAM. Hintergründig.

GAM wurde 1983 als FondsTochter der UBS gegründet. Von 1999 bis 2005 gehörte die Gesellschaft zum Bankhaus Julius Bär. Seit September 2009 ist GAM selbständig. Fonds: 450. Verwaltetes Vermögen: 36,9 Mrd. Euro. Anzahl der Mitarbeiter: 760. Geschäftsführer: David M. Solo.

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