FondsAnbieter- GAM: GAM Marktkommentar: Schwellenländeraktien stark von exogenen Faktoren beeinflusst – Ausblick für die nächsten drei Jahre bleibt positiv

30. September 2015 von um 11:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter-GAM: Aktien in den Schwellenländern werden derzeit vor allem von äußeren FaktorenSJB Fonds Echo. Analysiert. beeinflusst, die wenig mit deren eigentlichen Fundamentaldaten zu tun haben. Zu diesem Ergebnis kommt Tim Love, Fondsmanager des JB Emerging Equity Fund, in einem aktuellen Marktkommentar. Er verweist dabei insbesondere auf Faktoren wie das unklare Vorgehen der Fed, die absehbare Normalisierung des US-Zinsniveaus und die Abschwächung des japanischen Yen.

 

„Trotz der jüngsten Kursschwäche bleibt der Ausblick für Schwellenländeraktien sehr positiv“, betont der Experte. Tim Love rechnet beim MSCI Emerging Markets

Index in den kommenden drei Jahren mit einem Gewinnanstieg je Aktie von 15 Prozent jährlich. Für den selben Zeitraum erwartet er eine Dividendenrendite von 3,5 Prozent pro Jahr. Love geht davon aus, dass die Analystenschätzungen für das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eine Neubewertung erfahren und auf 15,5 angehoben werden. „Das ist in meinen Augen immer noch eine sehr konservative KGV-Schätzung“, sagt Love. Das KGV des S&P 500 betrage aktuell 18; für den MSCI Emerging Markets Index betrage das KGV aktuell 11,5.

 

Love geht zudem davon aus, dass die M&A-Aktivität in den Schwellenländern demnächst zunimmt. So liege der Preis-Buchwert des MSCI Emerging Markets Index so niedrig wie zuletzt während der Finanzkrise 2008. Aktuell betrage der Wert 1,3 – verglichen mit den historischen Höchstwerten von 3,1. Die Abschläge auf den Preis-Buchwert zusammen mit dem Nettoinventarwert dürften viele Schwellenländer-Unternehmen als M&A-Kandidaten attraktiv machen.

Im Portfolio des JB Emerging Equity Fund sind derzeit Unternehmen aus Indien und Saudi-Arabien übergewichtet. Tim Love, der als Bottom-up-Stockpicker investiert, kauft vor allem Unternehmen mit positiven freien Cashflows, gesunden Bilanzen und einer niedrigen Korrelation zu anderen Schwellenländeraktien. „Vor diesem Hintergrund haben sich Unternehmen aus Indien und den Frontier Markets sehr gut entwickelt“, betont Love. Die Situation bei chinesischen Firmen sei zwar zuletzt herausfordernder gewesen, dennoch gebe es auch dort Chancen. So hält er vor allem chinesische Unternehmen, die auf dem heimischen Markt eine starke Stellung haben und vom Binnenkonsum profitieren.

 

Hans Ulrich Jost: Bewertungsunterschiede zwischen Growth- und Value-Aktien sind auf Dauer nicht gerechtfertigt.

 

Der Portfoliomanager des JB Euroland Value Stock Fund sieht gute Rahmenbedingungen für eine Outperformance zyklischer Werte in der Eurozone.

Die aktuelle Bewertung der „Zykliker“ gegenüber defensiven Unternehmen ist niedriger als im Krisenjahr 2009 – und nach Ansicht von Jost nicht mehr rational erklärbar.

Für das kommende Jahr rechnet Jost mit einem starken Anstieg der Ausschüttungsquote bei zyklischen Aktien von 30 auf 50 Prozent des freien Cashflows, während defensive Werte schon heute rund 85 Prozent ihrer freien Cashflows ausschütten.

Michael Lai: Chinas Dienstleistungssektor bietet immer noch gute Einstiegschancen.

Die Exportabschwächung der chinesischen Wirtschaft hat den Portfoliomanager des GAM Star China Equity nicht überrascht.

Bereits seit vielen Jahren hat Lai kaum zyklische Werte im Portfolio, er fokussiere sich stark auf den Service-Sektor.

Der chinesische Dienstleistungssektor verfügt immer noch über gute Aussichten, so liegt der Einkaufsmanagerindex dieses Sektors weiterhin über 50. Hier findet der Fondsmanager noch gute Unternehmen, die vom Markt oft übersehen werden.

 

gamÜber GAM

GAM wurde 1983 als FondsTochter der UBS gegründet. Von 1999 bis 2005 gehörte die Gesellschaft zum Bankhaus Julius Bär. Seit September 2009 ist GAM selbständig. Fonds: 450. Verwaltetes Vermögen: 36,9 Mrd. Euro. Anzahl der Mitarbeiter: 760. Geschäftsführer: David M. Solo.

 

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