FondsAnbieter- GAM: GAM Marktkommentar: Missachtung der Investoren macht Zykliker attraktiv

17. Juni 2015 von um 11:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter-GAM: Europas Aktienmarkt zerfällt derzeit in zwei Teile. SJB Fonds Echo. Analysiert.Das verdeutlicht Hans Ulrich Jost, Manager des JB Euroland Value Stock Fund: „Die eine Hälfte des Marktes, defensive Titel aus Sektoren wie Healthcare, Telekommunikation, Versorgung, Informationstechnologie und Basiskonsumgüter, wird zu historisch hohen Bewertungen gehandelt. Die andere Hälfte besteht aus zyklischen Sektoren, Aktien von Banken, Versicherungen, Industrieunternehmen, Grundstoffunternehmen oder Ölkonzernen. Diese werden von Investoren links liegen gelassen, obwohl sie vom anziehenden Wachstum in Europa profitieren, und sind daher sehr niedrig bewertet.“ Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liege bei diesen Titeln zwischen sieben und elf, während defensive Werte für das 25-Fache des Jahresgewinns gehandelt würden. Dies mache zyklische Aktien attraktiv für Anleger. Wann es zu einer Trendumkehr komme, sei nicht genau vorhersagbar, aber die derzeitige Situation sei nicht nachhaltig.

Die Zweiteilung des Marktes führe darüber hinaus zu einem interessanten Paradox: Einerseits suchten Investoren verzweifelt nach attraktiven Ausschüttungen, weil die Anleiherenditen sich nahe am Nullpunkt bewegten und auf dem Anleihemarkt in den kommenden Jahren zudem das Risiko negativer Erträge bestehe. Andererseits gäben sich dieselben Investoren damit zufrieden, teure Aktien zu kaufen, die kaum Aussicht auf weiteres Dividendenwachstum böten. „Das liegt daran, dass die betreffenden Unternehmen bereits 70 Prozent ihres freien Cashflows ausschütten und zugleich in den vergangenen fünf Quartalen negative Gewinnrevisionen hinnehmen mussten“, so der Fondsmanager. Im Gegensatz dazu liege die Ausschüttungsquote der Unternehmen in Josts Portfolio lediglich bei 30 Prozent des freien Cashflows. „Der Grund dafür liegt im Schuldenabbau im Nachgang der Finanzkrise“, erläutert Jost. „Dieser Prozess ist nun abgeschlossen und wir beobachten, dass Unternehmen wieder höhere Ausschüttungsquoten ankündigen.“

Als Beispiel für einen attraktiven zyklischen Titel nennt der Experte die Aktie von HeidelbergCement, dem zweitgrößten Zementhersteller der Welt. Dieser habe auf einer Investorenveranstaltung ein Gewinnwachstum vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von derzeit 2,3 Milliarden Euro auf 4 Milliarden Euro im Jahr 2019 in Aussicht gestellt. „Dies mag aggressiv klingen, ist aber sicher realistisch“, so Jost. Schließlich profitiere das Unternehmen nicht nur von organischem Wachstum, sondern auch vom schwachen Euro-Wechselkurs, vom niedrigen Ölpreis und der Wiederauffüllung von Lagerbeständen.

Michael Lai: Reformen stützen den chinesischen Aktienmarkt

Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass Chinas Wirtschaft derzeit eher fragil ist.

Der Manager des GAM Star China Equity glaubt allerdings, dass die Reformagenda der Regierung den Aktienmarkt weiter stützen wird.

Abgesehen von einzelnen Sektoren wie Basiskonsumgüter oder Energie ist der Markt zudem noch relativ günstig bewertet.

 

Über GAM

GAM wurde 1983 als FondsTochter der UBS gegründet. Von 1999 bis 2005 gehörte die Gesellschaft zum Bankhaus Julius Bär. Seit September 2009 ist GAM selbständig. Fonds: 450. Verwaltetes Vermögen: 36,9 Mrd. Euro. Anzahl der Mitarbeiter: 760. Geschäftsführer: David M. Solo.

 

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