FondsAnbieter- GAM: „Anleger unterschätzen das Potential des Reformprozesses in Indien“

24. Juni 2015 von um 10:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter-GAM: Regierung will mit Reformen die überbordende Bürokratie abbauen und Unternehmertum fördern

Indische Unternehmen stehen am Beginn eines neuen ErtragszyklusFortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.

Niedrige Ölpreise entlasten die Handelsbilanz des Landes und nehmen Druck von der Rupie

Mit dem von der Regierung Modi eingeleiteten Reformprozess steht Indien in den kommenden Jahren vor einem langanhaltenden Wirtschaftsaufschwung. Zu dieser Einschätzung kommt Madhav Bhatkuly, Fondsmanager des GAM Star India Equity. „Die Voraussetzungen dafür könnten besser kaum sein, denn nach langer Zeit kommen gleich eine ganze Reihe von positiven Faktoren zusammen“, sagt er. Die Reformpläne seien zwar sehr ambitioniert, werden aber von breiten Teilen seiner Wählerschaft getragen. „Dieser Reformprozess darf aber nicht unterschätzt werden, schafft er doch die Voraussetzungen, mehr internationale Firmen anzuziehen und den Unternehmergeist in seiner gut ausgebildeten Bevölkerung zu fördern“, so Bhatkuly.

Indiens Regierung hat ambitionierte Pläne

‚Die Briten haben die Bürokratie eingeführt, die Inder haben sie perfektioniert‘, so ein bekanntes Sprichwort in Indien. Laut Bhatkuly packe Modi mit seiner Reformagenda das Problem der überbordenden Bürokratie endlich aktiv an, mit dem Ziel, wirtschaftliches Handeln zu stimulieren. Heute brauche es sehr gute Nerven und viel Ausdauer, um bürokratische Hindernisse zu überwinden und Geschäfte in Indien zu tätigen. Eine kürzlich publizierte Studie über unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern zeigt, dass in dieser Hinsicht noch viel zu tun bleibt: Von den insgesamt 189 bewerteten Nationen belegt Indien nur Rang 142*. Zu Modi‘s Reformen gehört auch die Verschlankung und Beschleunigung der Genehmigungsprozesse bei Industrieneubauten. Heute sind dafür über 70 Bewilligungen nötig, deren Beschaffung gut und gerne drei Jahre verschlingen. Und auch das komplizierte Steuersystem, das unter anderem aus einer Vielzahl von regionalen Steuern besteht, soll vereinheitlich und einfacher werden.

Viele positive Faktoren treffen aufeinander

Aber nicht alleine aufgrund der Reformbemühungen seien die wirtschaftlichen Aussichten in Indien laut Bhatkuly so gut wie lange nicht mehr. „Die indischen Unternehmen stehen am Anfang eines Ertragszyklus“, prognostiziert der Fondsmanager: „Die Unternehmensgewinne liegen auf dem niedrigsten Niveau seit 2003 und es gibt deutliche Anzeichen für einen Turnaround.“ Dazu hat die Notenbank die Inflation erfolgreich in den Griff bekommen, was ihr Spielraum für zukünftige Zinssenkungen eröffnet. Außerdem ist Indien – unter allen Emerging Markets – die ölintensivste Volkswirtschaft. Die gesunkenen Kosten für Ölimporte entlasten die Leistungsbilanz Indiens und verbessern damit die Aussichten für den Außenwert der Rupie. „Das Zusammentreffen all dieser Faktoren macht Indien – unabhängig von der Entwicklung anderer Schwellenländern – zu einem langfristig äußerst attraktiven Investment“, so Bhatkuly.

 

Über GAM

GAM wurde 1983 als FondsTochter der UBS gegründet. Von 1999 bis 2005 gehörte die Gesellschaft zum Bankhaus Julius Bär. Seit September 2009 ist GAM selbständig. Fonds: 450. Verwaltetes Vermögen: 36,9 Mrd. Euro. Anzahl der Mitarbeiter: 760. Geschäftsführer: David M. Solo.

 

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