FondsAnbieter-Franklin Templeton: Aktien: Die besten Tage mitnehmen

11. April 2013 von um 11:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter- Franklin Templeton: „Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und sich nach dem Aufwachen über hohe Gewinne freuen“: So lautet André Kostolanys Rat. Doch seit dem Platzen der Internetblase zur Jahrtausendwende an der Börse mehren sich die Zweifel an der Empfehlung des Aktien-Gurus. Bei näherem Hinsehen spricht indes weiter vieles für Kostolanys Überzeugung. Denn das größte Risiko zu geringer Gewinne oder gar Verluste besteht darin, dass Aktien(fonds)anleger die besten Börsentage verpassen. Sobald die Börsenkurse eine Zeitlang schwanken, machen insbesondere private Aktien- und Aktienfondsanleger immer wieder die gleichen Fehler, die sie langfristig viel Geld, sprich: Rendite, kosten. „Wegen ihrer großen Unsicherheit gepaart mit der wachsenden Angst vor Verlusten trennen sich Aktien- und Aktienfonds-Anleger wahllos und oft auch in Panik von ihren Werten im Portfolio“, weiß Reinhard Berben, Geschäftsführer Deutschland der Fondsgesellschaft Franklin Templeton Investments.

10 Börsentage können entscheidend sein

Sobald die Börsen in einen Abwärtssog geraten, kann aber niemand verlässlich vorhersagen, wann die Kurse ihren Tiefstpunkt erreicht haben. Gleichwohl machen viele Anleger in ihrer Unsicherheit und Verzweiflung gerade diesen Versuch. Sie verkaufen ihre Aktien oder Aktienfondsanteile und parken ihr Kapital niedrig verzinst am Geldmarkt, bis die Turbulenzen vorbei sind. Doch „erfahrungsgemäß erkennen die meisten Investoren einen nachgebenden Aktienmarkt zu spät und einen Aufwärtstrend erst, nachdem sie den größten Teil der Gewinne versäumt haben“, sagt Reinhard Berben.

Welche – teils – verheerenden Folgen entgangene Gewinne auf die Wertentwicklung von Aktieninvestments haben können, zeigt beispielhaft eine Untersuchung des USamerikanischen Fonds-Analysehauses Morningstar. Die Morningstar-Analysten haben sich die Wertentwicklung des US-amerikanischen Börsenindexes S&P 500 im Zehn-Jahres- Zeitraum 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2007 angeschaut. In dieser Zeit erreichte das marktbreite US-Aktienbaromter eine Rendite von 5,91 Prozent im Jahresschnitt. Vorausgesetzt, ein Anleger war ununterbrochen voll investiert.

Naturgemäß war der US-amerikanische Aktienmarkt, wie praktisch die meisten Börsenplätze rund um den Globus, von 1998 bis Ende des Jahres 2007 teils heftigen Schwankungen unterworfen. In diese Zeit fiel beispielsweise das Platzen der Dotcom-Blase, das dramatische Kursverluste insbesondere bei Technologieaktien auslöste. Dennoch wurden Anleger, die die Nerven behielten, mit einer Rendite von nahezu sechs Prozent im Jahresschnitt belohnt. Wer allerdings in Panik geriet und verkaufte, bezahlte dafür mit weniger Rendite oder sogar Verlusten. So fand Morningstar heraus: Wurden während besagter zehn Jahre die zehn besten Börsentage versäumt, ermäßigte sich die Rendite auf 1,13 Prozent im Jahresschnitt. Wer als Anleger sogar an den 40 besten Tagen des Indexes nicht dabei war, was angesichts von insgesamt rund 3.650 Tagen eher wenig anmutet, beklagt unter dem Strich einen Verlust von 8,40 Prozent im Jahresschnitt.

Tipp für Anleger: Die anfangs gesteckten Ziele, zum Beispiel private Altersvorsorge oder Eigenkapital für den Immobilienerwerb, nicht aus den Augen lassen. Bei der langfristigen Geldanlage in Aktien und Aktienfonds wechseln sich schwächere und starke Börsenphasen erfahrungsgemäß ab. Oft sind die Risiken, hohe Kursgewinne zu verpassen, größer als jene, vorübergehend Verluste zu erleiden. Reinhard Berben: „Geduld bei der Anlage in Aktien und Aktienfonds ist somit nach wie vor einer der besten Ratgeber.“

 

 

Über Franklin Templeton

Franklin Templeton Investments ist eine der größten Investmentgesellschaften der Welt. Templeton wurde 1940 von Sir John Templeton gegründet. Die Gründung von Franklin erfolgte 1947 durch Rupert H. Johnson. Franklin ist für seine Expertise auf dem US-amerikanischen Markt bekannt. Im Oktober 1992 schlossen sich die beiden Gesellschaften zur Franklin Templeton Gruppe zusammen, in die 1996 Franklin Mutual Advisers als weiteres Unternehmen integriert wurde. Weltweit verwaltet Franklin Templeton Investments ein FondsVermögen von rund 726 Mrd. US-Dollar für institutionelle und private Anleger. 1992 wurde die Niederlassung in Frankfurt gegründet. Für Anleger in Deutschland verwaltet Franklin Templeton rund 21 Mrd. US-Dollar und ist damit einer der größten ausländischen Anbieter von Publikumsfonds.

 

Kategorien: Anbieter. Berichten.
[top]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>