FondsAnbieter- Fidelity: Fidelity Pressemitteilung: Experten fordern: Betriebliche Altersvorsorge neu denken

17. September 2014 von um 10:30 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- Fidelity: Experten der 8. Villa Mumm Konferenz von Fidelity am 11.9.2014 waren sich einig: Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) in Deutschland wird neu erfunden

Skizze einer ,,Neuen bAV“: Ein verändertes Verständnis von Vorsorge und Vermögensbildung und zeitgemäße Umsetzungsmodelle sind notwendig

Praxisbeispiele wie die Altersvorsorge von BMW zeigen, dass sich beitragsorientierte Modelle mit automatischer Entgeltumwandlung durchsetzen

Die Zukunft der Alterssicherung in Deutschland wird künftig nicht ohne starke betriebliche Altersvorsorge (bAV) funktionieren. Um diese weiter zu stärken, muss die bAV in der Breite neu erfunden werden. Erstklassige Unternehmen setzen bereits eine ,,Neue bAV“ um.

So lautet das Fazit der 8. Villa Mumm Konferenz, die Fidelity Worldwide Investment vergangenen Donnerstag ausgerichtet hat. Auch in diesem Jahr lud der Vermögensverwalter Experten institutioneller Investoren, Wissenschaftler und Unternehmensvertreter ein, um gemeinsam Wege zu besprechen, wie die Altersvorsorge in Deutschland gestärkt werden kann.

Dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Thema höchster Dringlichkeit handelt, haben auch die Eröffnungsvorträge von Prof. Dr. Michael Hüther1 und Dr. Martin Schulz2  deutlich gemacht: Durch einen aktuellen Blick auf das makroökonomische, politische und demografische Umfeld wurde deutlich, dass auf die deutsche Gesellschaft und ihre Systeme zur Altersvorsorge große Herausforderungen zukommen. Gerade am Beispiel Japan sei das sehr konkret ableitbar.

,,Es besteht akuter Handlungsbedarf„, fasst Dr. Klaus Mössle, Leiter Institutionelles Geschäft bei Fidelity Worldwide Investment in Deutschland, die eröffnende Diskussion zusammen.

Skizze einer ,,Neuen bAV“

Eine gestärkte betriebliche Altersvorsorge, so die Experten, sei ein entscheidendes Element, die Vorsorgesituation in Deutschland zu verbessern. Es werde nur viel zu wenig genutzt. Aktuell trägt die bAV nur 5 Prozent des durchschnittlichen Alterseinkommens bei. Das heißt, sie fristet ein Schattendasein. Der gesetzliche Anspruch auf Entgeltumwandlung, vor über zehn Jahren eingeführt, läuft ins Leere − und das, obwohl die bAV die mit Abstand effizienteste Form des Vorsorgesparens ist.

,,Um die bAV in Deutschland zu stärken, muss sie neu gedacht werden. Es geht um eine im wahrsten Sinne des Wortes ,Neue bAV'“, so Mössle. ,,Schließlich kann sie mehr sein als ein Betriebs-Sparbuch. Dazu notwendig: Eine automatische Teilnahme für Arbeitnehmer mit Ausstiegsmöglichkeit, überschaubarer Aufwand und kalkulierbare Risiken für Arbeitgeber, eine renditestarke Geldanlage ohne jährliche Zinsgarantie, eine Trennung von Einzahlungs– und Auszahlungsphase sowie flexible Auszahlungsmöglichkeiten.“

Die ,,Neue bAV“ muss einfach, renditestark und flexibel sein. Dazu notwendig sind die passenden politischen Rahmenbedingungen. Wo tarifliche Automatismen oder Branchenlösungen existieren, sollen diese jedoch Vorrang vor möglichen gesetzlichen Regelungen genießen. ,,Das Ziel ist allen Lösungen gemeinsam: Sie sollen zusammen mit der gesetzlichen Rente ein Alterseinkommen von gut 85 Prozent des Nettoeinkommens ermöglichen“, sagt Mössle.

Drei zeitgemäße Umsetzungsbeispiele aus der Wirtschaft vorgestellt

Dass ein neues Ausrichten der bAV bereits heute erfolgreich angewandt wird, zeigten die drei auf der Konferenz vorgestellten Praxisbeispiele von BMW, Capgemini und Inficon. Sie machten deutlich, dass der Trend zu beitragsorientierten Modellen geht, die Arbeitnehmern wie Arbeitgebern und Sozialpartnern konkreten Nutzen stiften – sei es durch den Aufbau von Vermögen oder ein zusätzliches Argument für die eigene Arbeitgebermarke im Wettbewerb um Talente.

 

Über Fidelity

Die US-amerikanische FondsGesellschaft Fidelity wurde 1946 gegründet. Publikumsfonds in Deutschland: 140. Deren verwaltetes Vermögen:12,3 Milliarden Euro. Zu Umsatz und Gewinn keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter weltweit: 4.500, davon 316 in Deutschland. Geschäftsführer: Dr. Christian Wrede, Dr. Evelyn Muth und Ellen Posch.

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