FondsAnbieter- Fidelity: Fidelity Marktkommentar: Schottland entscheidet, Schweden wählt – was bedeutet das für die Märkte?

10. September 2014 von um 10:16 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- Fidelity: Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity Worldwide Investment zum Referendum in Schottland:SJB Fonds Echo. Analysiert.

Die aktuelle Abwertung des Britischen Pfund im Zuge einer befürchteten Abspaltung Schottlands erscheint übertrieben

Einige schottische Unternehmen könnten bei einem Ja zur Unabhängigkeit ihren Sitz nach England verlagern

,,Am 18. September entscheiden die Schotten über die Zugehörigkeit ihres Landes zu Großbritannien. Welche Folgen hätte der Austritt für schottische Unternehmen und die Märkte?

Das Britische Pfund hat im Zuge einer befürchteten Abspaltung Schottlands in den vergangenen Tagen deutlich verloren. Allerdings erscheint diese Abwertung übertrieben. Zwar ist eine leichte Schwächung des Pfund gegenüber dem US-Dollar gerechtfertigt. Gegenüber dem Euro sollte das Pfund jedoch stärker sein, da die Bank von England die Zügel der Geldpolitik anzieht, während die Europäische Zentralbank sie weiter lockert. Daher ist bei einem schottischen Nein zur Abspaltung mit einem starken Kursanstieg des Pfunds zu rechnen.

Für den britischen Bankensektor würde ein Ja zur Unabhängigkeit Schottlands einige Unsicherheit bedeuten. Vor allem aufgrund der offenen Frage, welche Währung Schottland einführen würde. Während die Befürworter einer Abspaltung nämlich gerne das Britische Pfund behalten würden, wird dies von den Parteien in England bislang klar ausgeschlossen.

Zudem könnten sich einige Unternehmen, wie z.B. Standard Life, entscheiden, ihren Sitz nach England zu verlagern, was zu relativ hohen Einmalkosten führen würde. Interessant wären auch die Auswirkungen auf die Strombranche, da ein Austritt Schottlands aus Großbritannien den gemeinsamen Elektrizitätsmarkt in Frage stellt. Gerade was den Energiesektor betrifft, dürften sich große Debatten um die Öl- und Gasförderung entfachen, da ein wesentlicher Anteil der britischen Ölreserven im Einzugsbereich Schottlands liegt. Diese spielen für die wirtschaftlichen Perspektiven eines unabhängigen Schottlands eine wesentliche Rolle, wären aber im Falle einer Abspaltung sicherlich Gegenstand harter Verhandlungen.”

Betrand Puiffe, Manager des Fidelity Nordic Fund, zu den Parlamentswahlen in Schweden:

Der vermutlich bevorstehende Regierungswechsel in Schweden ist kein ,Game Changer’ für Märkte

Zurückhaltung bei skandinavischen Bankaktien angebracht

,,Bei der am 14. September anstehenden Parlamentswahl in Schweden ist das Comeback einer Mitte-Links-Regierung wahrscheinlich. Die Unterschiede zur Politik der aktuellen Mitte-Rechts-Regierung dürften jedoch gering ausfallen.

So hat das Mitte-Links-Bündnis beispielsweise angedeutet, im Falle eines Wahlsiegs die Unternehmenssteuer weiter senken zu wollen. Sie wurde bereits von 26,3 Prozent auf 22 Prozent gesenkt. Allerdings dürfte die Senkung durch eine Sondersteuer für die nordischen Banken kompensiert werden. Dies und die Tatsache, dass die Bewertungsniveaus der skandinavischen Bankaktien bereits relativ hoch sind, führen dazu, dass ich ihnen gegenüber aktuell zurückhaltend bin.

Ein weiterer Anhaltspunkt dafür, dass der vermutlich bevorstehende Regierungswechsel kein echter ,Game Changer’ für die Märkte sein wird, sind die angekündigten Pläne des Mitte-Links-Bündnisses, die Zahl der Immobilienneubauten deutlich zu steigern. Das heißt, wir können Maßnahmen erwarten, die gezielt die Nachfrage ankurbeln sollen.”

 

 

Über Fidelity

Die US-amerikanische FondsGesellschaft Fidelity wurde 1946 gegründet. Publikumsfonds in Deutschland: 140. Deren verwaltetes Vermögen:12,3 Milliarden Euro. Zu Umsatz und Gewinn keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter weltweit: 4.500, davon 316 in Deutschland. Geschäftsführer: Dr. Christian Wrede, Dr. Evelyn Muth und Ellen Posch.

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