FondsAnbieter- Fidelity: Fidelity legt neue Lebenszyklusfonds auf

05. März 2014 von um 11:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter- Fidelity: Die internationale Fondsgesellschaft Fidelity Worldwide Investment bringt mit Fidelity Target Fund 2045 und Fidelity Target Fund 2050 zwei neue Lebenszyklusfonds auf den deutschen Markt. Sie verlängern den zeitlichen Horizont der sechs laufenden Lebenszyklusfonds, die jeweils auf ein Zieldatum mit Abstand von fünf Jahren zwischen 2015 und 2040 hin gemanagt werden.

Fidelity ist weltweit ein Pionier von Lebenszyklusfonds. In Deutschland hat Fidelity seine Target Funds erstmals 2003 eingeführt. Seit 2008 kommen die Fonds in einer institutionellen Anteilklasse in der betrieblichen Altersvorsorge zum Einsatz. Zu den deutschen Unternehmenskunden, die Lebenszyklusfonds von Fidelity in ihren Pensionsplänen einsetzen, zählen DAX-30-Unternehmen ebenso wie Mittelständler und eine supranationale Organisation. Deutlich mehr als die Hälfte des verwalteten Vermögens stammt aus der betrieblichen Altersvorsorge.

Lebenszyklusmodell harmonisiert Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen

Eine wachsende Zahl deutscher Firmen garantiert ihren Mitarbeitern in der bAV den Kapitalerhalt der im Lauf des Arbeitslebens eingezahlten Arbeitgeber- und Mitarbeiterbeiträge und zahlt zusätzlich die volle Rendite des ausgewählten Anlagemodells an die Planteilnehmer aus. Die Fidelity Target Funds sind genau auf diese Kundenziele zugeschnitten, sagt Klaus Mössle, Leiter des institutionellen Geschäfts bei Fidelity in Deutschland. Primäres Ziel der Fonds ist der nominelle Werterhalt aller eingezahlten Beiträge bei Erreichen des Zieldatums, also bei Rentenbeginn. Das verbleibende Risikobudget setzt das Fondsmanagement für die Erwirtschaftung einer attraktiven Rendite ein. Auf diese Weise werden sowohl die Interessen der Mitarbeiter an einer möglichst hohen realen Verzinsung der monatlich oder jährlich eingezahlten Beiträge nach Inflation und Kosten, als auch die der Arbeitgeber an einer Minimierung des Nachschussrisikos optimal berücksichtigt, so Mössle.

Die Kapitalanlage des Lebenszyklusmodells orientiert sich am Lebensalter des Anlegers oder Begünstigten, aus dem sich die Anlagedauer bis zum Rentenbeginn nach dem betrieblichen Pensionsplan ableitet. Je weiter der gewünschte Renteneintritt in der Zukunft liegt, desto länger investiert der Fonds in wachstumsorientierte Investments, beispielsweise Aktien. Etwa 20 Jahre vor dem Zielzeitpunkt beginnt der Fondsmanager sukzessive mit der Beimischung stabilerer Anlagen. Zuerst erhöht er den Anteil von Anleihen, ganz zum Ende der Laufzeit werden Geldmarktpositionen aufgebaut, um so die zuvor erzielten Erträge zu sichern. Während des dynamischen Umschichtungsprozesses, der weitgehend ohne Derivate auskommt, hat der Fondsmanager stets den Markt im Blick und kann anders als bei statischen Modellen flexibel auf dessen Entwicklung reagieren. Auf diese Weise wird für jeden Mitarbeiter ein optimales Risiko-Rendite-Verhältnis bis zum gewünschten Renteneintritt erreicht.

Praxistest erfolgreich bestanden

Dass das Konzept funktioniert, zeigt der Praxistest: Der Ende 2015 auslaufende Fidelity Target Fund hat seit Auflegung am 15.9.2003 bis Ende 2013 eine jährliche Wertsteigerung von 5,28 Prozent erzielt. Auch wer vor 1, 3, 5 oder 10 Jahren Geld in den Fonds investierte, hat Ende 2013 eine jährliche Rendite von jeweils deutlich über 5 Prozent erreicht, im 5-Jahreszeitraum waren es sogar jährlich 9,68 Prozent. Da der Target Fonds 2015 zum jetzigen Zeitpunkt gemäß der Fondsystematik zu rund 75 Prozent in Rentenpapieren mit relativ kurzer Duration angelegt ist und diesen Anteil monatlich erhöht, können Anleger davon ausgehen, dass diese Renditen zum Zieldatum hin keinen wesentlichen Schwankungen ausgesetzt sind, erklärt Mössle. Die Fonds sind durchweg sehr liquide investiert und können bei Bedarf jederzeit verkauft werden.

In den USA sind Lebenszyklusfonds heute mehrheitlich die Standardoption in beitragsorientierten Pensionsplänen. Aber auch in Deutschland wächst der Markt. Mössle prognostiziert eine Verzehnfachung des Markts für Lebenszyklusstrategien innerhalb der nächsten zehn Jahre: Bis 2020 wird das in Lebenszyklusmodellen verwaltete Vermögen aufgrund des hohen Bedarfs vor allem im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge von derzeit zwei bis fünf Milliarden Euro auf rund 15 bis 20 Milliarden Euro wachsen. Das schließt Spezialfonds mit ein. Fidelity hält nach aktuellen BVI-Zahlen rund 40 Prozent Marktanteil an Lebenszyklus-Publikumsfonds in Deutschland.

Auch für die private Vorsorge oder Zielsparen sind Lebenszyklusfonds geeignet, da sie über die Laufzeit das Kapital von Aktien in schwankungsärmere Anlageklassen umschichten, um die Anlagesumme und die bis dahin erzielten Zuwächse abzusichern. Für die Ausbildungsfinanzierung meiner Kinder lege ich monatlich feste Beträge in den Target Fonds 2020 und 2025 an, sagt Mössle. Fidelity reduziert die Fondskosten der Fidelity Target Funds mit näher rückendem Zieldatum. Die Managementgebühr liegt für die Anteilsklasse A zunächst bei 1,50 Prozent pro Jahr, wie bei Aktienfonds, und reduziert sich gegen Ende der Laufzeit sukzessive bis auf 0,85 Prozent pro Jahr. Für die P-Anteilsklasse liegt die jährliche Managementgebühr anfangs bei 0,8 Prozent pro Jahr und reduziert sich über die Laufzeit auf schließlich 0,4 Prozent pro Jahr, wenn der Fonds kurz vor Laufzeitende zu 100 Prozent in Geldmarktmitteln investiert ist.

 

 

 

Über Fidelity

Die US-amerikanische FondsGesellschaft Fidelity wurde 1946 gegründet. Publikumsfonds in Deutschland: 140. Deren verwaltetes Vermögen:12,3 Milliarden Euro. Zu Umsatz und Gewinn keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter weltweit: 4.500, davon 316 in Deutschland. Geschäftsführer: Dr. Christian Wrede, Dr. Evelyn Muth und Ellen Posch.

Kategorien: Anbieter. Berichten.
[top]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.