FondsAnbieter- Deutsche Bank Research: Zinsbesteuerung, Amtshilfe und Co. Steuerlicher Informationsaustausch setzt sich durch

06. August 2013 von um 10:30 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter-Deutsche Bank Research: Sowohl die Dynamik und Anzahl internationaler Initiativen zur besseren steuerlichen Erfassung bzw. Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden (Kapital-) Einkommen als auch das öffentliche Interesse daran sind so groß wie selten zuvor. Die Ursachen liegen zum einen in der anhaltend hohen Staatsverschuldung, weswegen gerade die EU-Staaten auf hohe Steuereinnahmen angewiesen sind. Zum anderen haben die USA mit der Verabschiedung des FATCA-Gesetzes und den anschließenden Verhandlungen zur weltweiten Anwendung seit Mitte 2012 für Bewegung gesorgt.

In der Debatte und zahlreichen Initiativen ist zwischen zwei Ebenen zu unterscheiden: der Bekämpfung der (illegalen) Steuerhinterziehung (vor allem von Kapitaleinkommen) sowie der legalen, so genannten „aggressiven“ Steuerplanung durch Gewinnverlagerungen. Aus Sicht des Fiskus sind beide Phänomene der Steuervermeidung von ihrer Wirkung her zwar gleich, da sie letztlich zu einem niedrigeren Steueraufkommen führen und zudem die Gleichmäßigkeit der Besteuerung bzw. die Steuergerechtigkeit in Frage stellen. Im Hinblick auf die Wahl geeigneter Gegenmaßnahmen muss aber zwischen beiden Ebenen unterschieden werden.

Relativ weit fortgeschritten sind die Bemühungen, den automatischen Informationsaustausch in Steuerfragen als europäischen bzw. internationalen Standard zu etablieren. Auf EU-Ebene liegen mit der erweiterten Zinsbesteuerungs- und der erweiterten Amtshilferichtlinie zwei Vorschläge vor, den automatischen Informationsaustausch für eine Vielzahl von Einkunftsarten bis 2015 zu etablieren. Dazu gehören neben Zinseinkünften auch Dividenden, Veräußerungsgewinne sowie alle sonstigen Einkünfte aus den Vermögenswerten auf einem Finanzkonto. Bis Ende 2013 sollen die Richtlinien verabschiedet sein und der Informationsaustausch Anfang 2015 starten. Die Chancen hierfür stehen grundsätzlich nicht schlecht; das Startdatum ist jedoch sehr ambitioniert. Eine Vereinheitlichung und Vereinfachung der internationalen Verfahren auf möglichst breiter Basis statt eines Flickenteppichs bilateraler Abkommen ist zu begrüßen.

Die so genannte „aggressive“ Steuerplanung, bei der faktisch Steuerfreiheit von Gewinnen möglich ist, kann durch einen erweiterten Informationsaustausch nicht adressiert werden. Dafür bedürfte es umfangreicher Eingriffe in die Steuersysteme und der Verfahren zur grenzüberschreitenden Besteuerung. Unterschiedliche Besteuerungssystemen der Länder, aber auch die veraltete Grundkonzeption nationaler Besteuerungssysteme sowie der Grundlagen der internationalen Besteuerung erlauben kaum noch, die heute stark integrierten Wertschöpfungsketten sowie neuen Geschäftsmodelle und Technologien adäquat zu erfassen. Die OECD hat erste Vorschläge vorgelegt. Die EU-Staaten haben beschlossen, die vorgeschlagenen Maßnahmen zu unterstützen. Eine möglichst breite Beteiligung vieler Staaten ist Voraussetzung dafür, wirksame Änderungen herbeizuführen. Vielzahl von Initiativen zur internationalen Zusammenarbeit in Steuerfragen

Die Dynamik und die Zahl internationaler Initiativen zur besseren steuerlichen Erfassung bzw. Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden (Kapital-)Einkommen als auch das breite öffentliche Interesse daran sind so groß wie selten zuvor. Ursache hierfür ist zum einen die weiter schwelende Krise in Europa, die dazu führt, dass die Staaten dringend auf Einnahmen angewiesen sind. Zum anderen haben die USA mit Verabschiedung des FATCA-Gesetzes und sich daran anschließenden Verhandlungen zur weltweiten Anwendung seit Mitte 2012 für viel Bewegung gesorgt.

Die große Zahl an Vorhaben ist nicht auf die EU beschränkt, sondern umfasst viele weitere Staaten – selbst über die OECD hinaus. Dies erschwert den Überblick – zumal es zwischen den Initiativen zum Teil deutliche Überlappungen gibt. Im Folgenden werden die verschiedenen Initiativen skizziert und ihre zeitliche Umsetzung dargestellt. Die derzeitig auf allen Ebenen diskutierte Zusammenarbeit in Steuerfragen1 bezieht sich im Wesentlichen auf direkte Steuern. Dementsprechend konzentriert sich der vorliegende Überblick darauf.

Kategorien: Anbieter. Berichten.
[top]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.