FondsAnbieter- Craton Capital: Precious Metal Fund Monatsbericht Juli 2013

15. August 2013 von um 10:30 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter-Craton Capital: Nach den vergangenen schwierigen Monaten war die Erholung im Juli eine erfreuliche Entlastung. Dabei erholten sich alle Edelmetallpreise von ihren Juni-Tiefs. Aktien entwickelten sich besser als die physischen Metalle, und der Fonds (+16%) konnte die Goldindizes (+9,6%) deutlich übertreffen. Dies ist nicht darauf zurückzuführen, dass der Fonds höhere Risiken eingegangen ist, sondern auf die Qualität der Aktienselektion. Die ausgewählten Unternehmen bestätigten ihre Prognosen und/oder fokussieren sich auf Kosteneinsparungen.

In den letzten Wochen zeichnet sich ein leichter Rückgang der Mittelabflüsse aus Gold-ETFs ab. Es ist noch zu früh, um von einem Turnaround zu sprechen, aber die leichte Erholung des Goldpreises dürfte den spekulativen Anlegern eher ungelegen kommen: Offensichtlich geht die Entwicklung, anders als vor einigen Monaten angenommen, doch nicht nur linear in eine Richtung. Auch Folgendes dürfte einigen spekulativen Anlegern zu denken geben (wobei wir hier von „spekulativ“ ohne negative Konnotation sprechen): Während die spekulativen Short-Positionen an der Comex auf einem Allzeithoch liegen, bewegen sich die Commercial Shorts in der Nähe historischer Tiefs. Dies ist insofern erwähnenswert, als die Commercial Shorts die Markterwartungen der Branchenakteure, wie z.B. Produzenten, Veredler und Juweliere, widerspiegeln. Die Positionierung impliziert, dass die Brancheninsider den Goldpreis als zu niedrig erachten und eher einen Anstieg als einen Rückgang erwarten. Derweil ist die Berichtssaison für das 2. Quartal in vollem Gang. Erwartungsgemäß handelt es sich um ein äußerst unruhiges Quartal. Grosse Produzenten wie Barrick und Kinross meldeten hohe Abschreibungen, und die Gewinne und Cashflows gerieten aufgrund des Goldpreisverfalls zwischen April und Juni branchenweit unter Druck. Die Anleger sollten ihren Fokus allerdings auf die Einhaltung der Produktionsvorgaben und die Reduzierung der „All-In Sustaining Costs“ legen – Indikatoren für die künftige Rentabilität. Trotz schwierigem Quartal ist die gute Nachricht, dass die Mehrheit der Produzenten auf gutem Weg sind, ihre Produktionsziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Außerdem wurden die Voraussetzungen für den Kostenabbau geschaffen, und auch hier weisen die Unternehmen erste Erfolge auf.

Wir halten es durchaus für möglich, dass die „All-In Sustaining Costs“ bis Jahresende um bis zu 10% reduziert werden und rechnen in den kommenden Jahren mit weiteren aggressiven Einsparungen. In unserem kürzlich veröffentlichten Marktkommentar gehen wir detaillierter darauf ein, wie die Branche ihre Kostenbasis verringern und die Margen wieder steigern kann. Die Bergbaubranche muss diesen Paradigmenwechsel weiter vorantreiben und weitere Kosteneinsparungen sowie Investitionskürzungen vornehmen. Gelingt dies, so wird sich den Anlegern künftig ein wirtschaftlich äußerst robuster Sektor präsentieren, und die Jahresmitte 2013 wird rückblickend betrachtet – trotz oder gerade wegen des Preisdrucks bei Edelmetallen – als Wendepunkt zum Besseren wahrgenommen werden.

 

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