FondsAnbieter-Charlemagne Capital: Charlemagne Capital’s Magna Funds – Monatsbericht September 2015

28. Oktober 2015 von um 11:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- Charlemagne Capital: wir freuen uns, Ihnen die aktuellen Monatsberichte SJB Fonds in der Presseder Magna Fonds zur Verfügung stellen zu können.

Magna Emerging Markets Dividend Fund

Für einen Großteil des letzten Quartals richteten Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die letzte Fed-Sitzung. Die Neuaufnahme der globalen Konjunktursituation als kritische Variable bei den Überlegungen der Fed erhöhte die Marktunsicherheit nur noch. Die unmittelbare Reaktion auf die Nichterhöhung der Zinsen war, die Entscheidung als eine Art feigen Rückzieher zu sehen. Wie dem auch sei, verschiedene Beobachter des makroökonomischen Umfelds, darunter auch der IWF, revidierten in letzter Zeit ihre globalen BIP-Schätzungen nach unten. Diese Einschnitte gab es sowohl bei den Industriestaaten als auch in den Schwellenländern, obwohl bei der Presse vor allem letztere im Vordergrund standen.

Alle größeren Emerging Markets, außer Indien, fielen im Quartal um mindestens 10%. Chinesische Aktien wurden zwar in sehr hohem Maß veräußert, schnitten über 12 Monate aber dennoch besser als andere Emerging Markets ab, weil sie zu Beginn stark notierten. Der andere wichtige Markt, von dem in den Medien die Rede war, ist Brasilien, dessen Volkswirtschaft weiterhin schwächelt. Dazu kommen mehr und mehr Spekulationen, was das zukünftige Schicksal von Präsidentin Rousseff angeht, was momentan zu wenig Vertrauen für diesen Markt führt. Die Philippinen und Polen schnitten auch relativ überdurchschnittlich ab, und die größten Einbrüche hatten neben Brasilien und China u.a. Indonesien und die Türkei zu verbuchen.

Normalerweise bewährt sich eine defensive Strategie bei schwächelnden Märkten. Im September kam dann aber noch Gegenwind aus Korea, das sich überdurchschnittlich entwickelte und in dem wir schon lange untergewichtet sind. Die Aktien von St Shine Optical, einem taiwanesischen Kontaktlinsenhersteller, kletterten im Monatsverlauf steil nach oben.

Der Titel hatte in letzter Zeit enttäuscht, doch die jüngsten Umsatzzahlen deuten auf eine Erholung hin. Die Titelauswahl in Taiwan erwies sich insgesamt als positiv: TSMC blieb auf der Höhe und AirTAC, der Hersteller von pneumatischen Produkten, legte im Monatsverlauf zu. Die Moskauer Börse notierte am Monatsende stärker, da der Vorstand eine neue Dividendenpolitik verabschiedete: nicht weniger als 55% vom Ertrag, ein klares Ja zur Dividende.

Es überrascht sicherlich nicht, dass brasilianische Titel im September eher eine Belastung waren. Sowohl BB Seguridade, ein mit der Banco do Brasil verbundener Versicherer, und Smiles, der ein Loyalitätsprogramm für die Fluglinie GOL betreibt, brachen deutlich ein. Auch der auf den Philippinen ansässige globale Hafenbetreiber ICTSI notierte schwach. Letzterer expandiert rasch auf ausländischen Märkten und zwar mit dem Cash, das die existierenden Häfen erwirtschaften. Hier kam es aufgrund der globalen Konjunkturflaute jetzt allerdings zu Stagnation. Aus diesem Grund stießen wir die Position ab.

 

Magna Undervalued Assets Fund

Für einen Großteil des letzten Quartals, in der Tat sogar für die letzten zwei Jahre, richteten die Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die letzte Fed-Sitzung. Die Neuaufnahme einer neuen kritischen Variable bei den Überlegungen der Fed – die globale (sprich die chinesische) Konjunktursituation – erhöhte die Marktunsicherheit nur noch. Die unmittelbare Reaktion auf die Nichterhöhung der Zinsen war, die Entscheidung als eine Art feiger Rückzieher zu sehen. Wie dem auch sei, verschiedene Beobachter des makroökonomischen Umfelds, darunter auch der IWF, revidierten in letzter Zeit ihre globalen BIP-Schätzungen nach unten. Diese Einschnitte gab es sowohl bei den Industriestaaten als auch in den Schwellenländern – gleichermaßen auch beim IWF, mit jeweils 0,2% bei beiden – obwohl bei der Presse vor allem letztere im Vordergrund standen. Der Aktienkurseinbruch beim Rohstoffunternehmen Glencore dient der Argumentation, dass die Rohstoffpreise noch eine Zeitlang auf niedrigem Niveau verharren werden.

Die Fed im Auge zu behalten, ist nicht gerade eine unserer Spezialitäten. Man muss aber sagen, dass sich die Fed über die Jahre hinweg in den Augen des Marktes Glaubwürdigkeit aufgebaut hat, eine Eigenschaft, die sich die People’s Bank of China nach der Währungsabwertung im August erst wieder erarbeiten muss. Die anstehende fünfte Plenarsitzung wird daher mit Aufmerksamkeit auf Hinweise verfolgt werden, wieviel Flaute die Behörden in Beijing als unbedenklich ansehen. Im Quartalsverlauf wurden chinesische Aktien stark abgestoßen, schnitten über das ganze Jahr wegen einer starken Performance letzten Herbst/Winter aber immer noch besser ab als die Emerging Markets insgesamt.

Alle größeren Emerging Markets, außer Indien, fielen im Quartal um mindestens 10% auf US-Dollarbasis. Die Philippinen und Polen schnitten auch relativ überdurchschnittlich ab, und die größten Einbrüche hatten neben China u.a. Brasilien, Indonesien und die Türkei zu verzeichnen.

Inmitten dieser Trübsal enttäuschte die Performance des Fonds, obgleich die langfristigen Zahlen weiterhin hervorragend sind – erstes Quartil über 1, 3 und 5 Jahre. Die chinesischen Holdings, vor allem der HSBC China Dragon Fund und China Merchants China Direct, fielen deutlich und die Abschläge weiteten sich im Quartalsverlauf noch aus. Wir sind keine Makroinvestoren, erkennen aber sehr wohl den Substanzwert in diesen chinesischen Investments: CMCDI wird mit einem Abschlag von 62% gegenüber dem 52-Wochen-Schnitt von 52% gehandelt.

Das bedeutet natürlich, dass eine Rückkehr zum Durchschnittswert, ceteris paribus, einer Rendite von 26% entsprechen würde.

Fondul Proprietatea, der rumänische Fonds, hielt sich über das Quartal gut. Der größte Aktionär, der Anfang des Jahres noch vor dem Londoner Börsengang Aktien abstieß, kauft jetzt wieder zu, und die Geschäftsführung tut auch weiterhin das Richtige, was Aktienrückkäufe und die Schaffung von Shareholder Value angeht. Eine Londoner Notierung der größten Position, OMV Petrom, innerhalb von sechs Monaten und eine mögliche Notierung der zweitgrößten Position, Hidroelectica, Mitte nächsten Jahres werden wie Katalysatoren wirken und Fondul weiterhin Auftrieb verschaffen. Hier ist erwähnenswert, dass Hidro mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,6 in den Büchern steht im Vergleich zu 1,5 oder mehr bei anderen europäischen Wettbewerbern, die ebenfalls Anteile an Hidro halten.

Die größte Position im Fonds, der DWS Vietnam Fund, bewegte sich über den Zeitraum auch nur geringfügig.

Während der letzten Monate gab das Unternehmen bekannt, dass es eigene Aktien einziehen wird, und bestätigte die Absicht, das Portfolio bis zum Auslauftermin Ende nächsten Jahres voll liquide zu halten. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung müssen zwei neue Direktoren bestellt werden, die Bedenken in Bezug auf die Unternehmensführung weiter abmildern müssten. Der nächste Katalysator könnte der Verkauf von Greenfeed sein, einem beachtlichen nicht börsennotierten Investment im Fondsbestand. Die wirtschaftliche Story für Vietnam verbessert sich mit der Unterzeichnung der transpazifischen Partnerschaft, die 40% des globalen BIP abdeckt, und dem niedrigen Ölpreis. Trotz einer starken Performance dieses Vermögenswertes liegt der Abschlag weiter bei 20%, was uns zu günstig erscheint.

Aseana Properties, der südostasiatische Fonds geht still und leise seinen Geschäften nach und macht mit dem Verkauf einer kleiner Position in Vietnam zu mehr als Buchwert Vermögenswerte flüssig. Das führte zu einem Plus von 9,3% für diesen Vermögenswert. Das Ganze ist Teil einer andauernden Zusage, die im August noch einmal bekräftigt wurde, dass über einen Zeitraum von drei Jahren Cash erwirtschaftet wird. Unserer Meinung nach ist ein Abschlag von 25% attraktiv.

 

Magna Global Emerging Markets Fund

Für einen Großteil des letzten Quartals richteten Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die letzte Fed-Sitzung. Die Neuaufnahme der globalen Konjunktursituation als kritische Variable bei den Überlegungen der Fed erhöhte die Marktunsicherheit nur noch. Die unmittelbare Reaktion auf die Nichterhöhung der Zinsen war, die Entscheidung als eine Art feigen Rückzieher zu sehen. Wie dem auch sei, verschiedene Beobachter des makroökonomischen Umfelds, darunter auch der IWF, revidierten in letzter Zeit ihre globalen BIP-Schätzungen nach unten. Diese Einschnitte gab es sowohl bei den Industriestaaten als auch in den Schwellenländern, obwohl bei der Presse vor allem letztere im Vordergrund standen.

Alle größeren Emerging Markets, außer Indien, fielen im Quartal um mindestens 10%. Chinesische Aktien wurden zwar in sehr hohem Maß veräußert, schnitten über 12 Monate aber dennoch besser als andere Märkte ab, weil sie zu Beginn stark notierten. Der andere wichtige Markt, von dem in den Medien die Rede war, ist Brasilien, dessen Volkswirtschaft weiterhin schwächelt. Dazu kommen mehr und mehr Spekulationen, was das zukünftige Schicksal von Präsidentin Rousseff angeht, was momentan zu wenig Vertrauen für diesen Markt führt.

Die Aktien von St Shine Optical, einem taiwanesischen Kontaktlinsenhersteller, kletterten im Monatsverlauf steil nach oben.

Der Titel hatte in letzter Zeit enttäuscht, doch die jüngsten Umsatzzahlen deuten auf eine Erholung hin. Das koreanische Unternehmen LG Household & Healthcare, dessen Aktie sich seit Kauf gut entwickelte, schnitt ebenfalls gut ab, da die Auswirkungen des MERS-Virus wieder abklangen und die chinesischen Touristen nach Korea zurückkehren. Ein anderer koreanischer Titel, Kia Motors, profitierte von einem 10%igen Wertrückgang des Wons gegenüber dem Dollar im Laufe der letzten Monate. Trotz des Kursanstiegs bleibt der Titel dennoch einer der günstigsten unter den großen Automobilherstellern. Auch die indische HDFC Bank leistete einen Beitrag zur Performance. Die Reserve Bank of India lockerte die Risikogewichtung für kleinere Immobiliendarlehen, um in diesem Sektor das Wachstum anzukurbeln. Die Politik wird in diesem Bereich wohl auch in der vorhersehbaren Zukunft entgegenkommend bleiben. Die Bank ist in der Lage, niedrigere Sätze weiterzugeben, was die Margen stabil halten müsste und von Vorteil sein sollte, wenn der Investitionszyklus an Tempo gewinnt.

Es überrascht sicherlich nicht, dass brasilianische Titel im September eher eine Belastung waren. Sowohl der Versicherer BB Seguridade als auch das Bildungsunternehmen Kroton brachen deutlich ein. Auch der auf den Philippinen sitzende globale Hafenbetreiber ICTSI notierte schwach. Er expandiert zwar rasch auf ausländischen Märkten mit dem Cash, das die existierenden Häfen erwirtschaften, doch aufgrund der globalen Konjunkturflaute kam es jetzt hier zu Stagnation. Aus diesem Grund stießen wir die Position ab.

 

Magna New Frontiers Fund

Der Nettoinventarwert des Fonds fiel im September geringfügig, was um einiges besser war als die Performance des MSCI Frontier Markets Index, der 1,6% an Wert verlor. Dieses Jahr ist es uns bisher gelungen, Anlegerkapital im äußerst negativen Marktumfeld für Emerging und Frontier Markets zumindest einigermaßen zu schützen. Im Jahresverlauf ist der Fonds Composite um 1,3% gestiegen, vor Gebühren, und im Gegensatz zu dem um 6,1% rückläufigen Index. Auf individueller Titelbasis erwies sich der September als sehr stabiler Monat mit geringfügiger Erholung einiger Aktien, die im August vor allem unter dem Abstoßen von Beständen gelitten hatten.

Zum Redaktionsschluss zeigte sich bereits, dass die ersten zwei Oktoberwochen mit einem Anstieg des FondsNettoinventarwerts von über 1% gegenüber einem geringfügigen Rückgang des MSCI Frontier Markets Index noch viel spannender waren. Für das in Nahost tätige Gesundheitsunternehmen Al Noor Hospitals Group, das 4,9% des Fonds ausmacht, ging ein Kaufangebot vom südafrikanischen Krankenhausbetreiber Mediclinic ein, mit einem Aufschlag von 39% auf den gegenwärtigen Marktkurs. Die Transaktion wird zwar nicht vor Anfang nächsten Jahres abgeschlossen werden, aber der hauptsächlich durch Cash finanzierte Deal stützt den Kurs kräftig.

Die Bank of Georgia, die 4,4% des Fonds ausmacht, hat den bereits seit langem erwarteten Börsengang seines Gesundheits-Tochterunternehmens eingeleitet. Sie streben für den Geschäftsbereich in den nächsten Wochen eine Premium-Notierung in London zu einer Bewertung an, mit der die Bank einen beachtlichen Gewinn realisieren würde, falls der erhoffte Wert in der Tat erzielt wird.

Die vietnamesische Regierung kündigte an, dass sie ihre Beteiligungen an einigen großen vietnamesischen Börsenunternehmen veräußern wird, einschließlich Vinamilk, die 3,2% des Fonds ausmachen. Es scheint, dass etwaige Veräußerungen mit einer Erhöhung der „Foreign Ownership Limits“ (Limits für Aktienbesitz durch Ausländer) einhergehen müssen. Nach dieser Ankündigung legten die betroffenen Titel eine starke Performance an den Tag.

Eine genaue Analyse des Portfolios nach den starken Verkaufstendenzen im August bestätigte unsere Ansicht, dass die Unternehmen im Portfolio nicht grundsätzlich von den Befürchtungen für die globale Konjunktur betroffen sind, die die Marktbewegungen schürten. Wir hielten daher auch durchgehend an unseren Positionen fest und wie weiter oben schon betont, setzt sich Substanzwert auch wieder durch. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass das Portfolio sehr gut aufgestellt ist und dass sich über eine Rückkehr zum fundamentalen Investieren weiterer Wert sowohl für Anteilseigner als auch für die Unternehmen realisieren lässt.

 

Magna Latin American Fund

Die lateinamerikanischen Märkte kamen gegen Ende September nach den starken Rückgängen wieder auf die Füße, zum Teil wegen des positiven Impulses, der von der Entscheidung der Fed ausging, die Zinsen nicht zu erhöhen.

Dennoch war auch dieser Monat wieder enttäuschend und Brasiliens Verlust der Investment-Grade-Einstufung von Standard & Poor’s kam angesichts der politischen Pattsituation im Land, die entschlossene Maßnahmen praktisch unmöglich macht, auch nicht wirklich überraschend. Die Regierung wartete dann auch unmittelbar mit Vorschlägen zu Maßnahmen auf, die wieder zu einem Primärüberschuss führen sollen, wobei über die dabei wichtigen Punkte erst noch im Kongress abgestimmt werden muss, und der zeigt sich bisher nicht kooperativ.

Unsere Nullgewichtung in Petrobas zahlte sich wieder aus, da die Schulden des Unternehmens in Dollar ausgewiesen sind, seine Einnahmen jedoch hauptsächlich in heimischer Währung erwirtschaftet werden. Ähnliches kann man bei der brasilianischen Fluglinie GOL argumentieren. Sie litt unter den Bedenken, dass eine geringere Nachfrage und die schwache Währung Cash-Reserven aufzehren könnten. Wir sind zwar nicht direkt an der Fluglinie beteiligt, allerdings war Smiles, der Betreiber des Loyalitätsprogramms von GOL, angesichts von Befürchtungen, dass die Quelle für Smiles wertvollstes Gut (diskontierte Flugtickets) versiegen könnte, die größte Belastung des Monats. GOL wird wohl kaum aus Brasilien verschwinden, wird das Unternehmen doch von Delta unterstützt. Wir halten darum unsere Smiles-Position.

Suzano und Klabin, die Zellstoff- und Papierunternehmen, profitierten beide von der schwächeren Währung und generierten im Laufe des Monats positive Erträge. Localiza, das führende Autovermietungsunternehmen des Landes, konnte sich ebenfalls von den jüngsten Tiefständen erholen. Die aggressiven Preise, die von einem neuen Konkurrenten ausgehen, dürfte dieser wohl nicht auf längere Sicht durchhalten können. Das ist die Art von Entwicklung, die wir in den nächsten Monaten erwarten, wenn globale Investoren nach marktführenden hochwertigen Unternehmen Ausschau halten, die attraktive Einstiegsmöglichkeiten auf eine dreijährige Anlagesicht bieten.

Bei den positiven Beiträgen dominierten in diesem Monat im Anschluss an die erfolgreiche zweite Phase des Ausschreibungsverfahrens im Energiesektor mexikanische Titel. Dies bekräftigt, dass die Regierung die Vertragsbedingungen wegen niedriger Ölpreise flexibel anpasst, was ein gutes Zeichen für zukünftige Runden ist.

IEnova ist ein Titel im Portfolio, der hiervon profitieren müsste, da es landesweit eine stärkere Nachfrage nach Pipelines und Lagermöglichkeiten gibt. Obwohl das Unternehmen diesen Monat bei einem neuen Projekt nicht den Zuschlag bekam, stockten wir den Titel auf, da wir andere Erfolge im Bereich Neugeschäft erwarten und der Aktienkurs unter den Wert der gegenwärtigen Aktiva gefallen war.

 

Magna MENA Fund

Im September waren die MENAAktienmärkte zu einem gewissen Grad von der höheren Volatilität isoliert, die die übrigen Märkte angesichts der Bedenken für die globale Konjunkturentwicklung und der herrschenden Unsicherheit in Bezug auf die US-amerikanische Zinspolitik weiterhin dominierte. Da die meisten MENA-Währungen praktisch an den Dollarkurs gekoppelt sind, waren Befürchtungen in Bezug auf Wechselskursrisiken weniger stark ausgeprägt. Obwohl die MENA-Region die Emerging Markets insgesamt von der Performance her übertraf, notierten Aktien dennoch überall in der Region zum Monatsende im Allgemeinen etwas schwächer.

Die Handelsaktivitäten waren insgesamt gedämpft, da ein Großteil des Septembers dem Eid al-Adha, also dem islamischen Opferfest, gewidmet war. Die tragischen Todesfälle, zu denen es während der Haddsch-Pilgerfahrt kam, und davor, als ein Kran in Mekka umstürzte, drückten ebenfalls die Stimmung, und der saudische Aktienmarkt erwies sich diesen Monat als der schwächste der Region.

Lediglich Ägypten widersetzte sich dem Trend und notierte höher, weil dort die Kurse nach den heftigen Einbrüchen des Augusts wieder nach oben kletterten. Die Investoren reagierten auch positiv auf die Ernennung des angesehenen Ölministers Sherif Ismail zum Premierminister durch Präsident Sisi und die darauf folgende völlige Kabinettsumbildung, nachdem es wegen eines Korruptionsskandals ja zum Rücktritt des ehemaligen Premierministers und seiner Regierung kam.

Unter den ägyptischen Titeln im Fonds leisteten das erst seit kurzem an der Börse notierte Lebensmittelunternehmen Edita und der medizinische Dienstleister Integrated Diagnostics Holdings im Monatsverlauf signifikante positive Performance-Beiträge. Beide Titel haben eine relativ geringe Liquidität, so dass bereits geringe Handelsvolumen die Aktienkurse bewegen können. Weitere ägyptische Titel erholten sich im Monatsverlauf nach einem bisher sehr schwierigen Jahr ebenfalls etwas. In Gesprächen mit Managementteams bei einer Konferenz in London kristallisierte sich heraus, dass insgesamt hohes Vertrauen in die weitere Konjunkturentwicklung besteht. Verständlicherweise zeigt sich eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf den Wechselkurs, der von der Notenbank mit straffen Zügeln geführt wird.

Aber insgesamt bleibt die Stimmung weiterhin positiv.

Trotz des schwächeren Trends in Saudi-Arabien sorgte die dortige Titelauswahl für Mehrwert im Portfolio. In Ermangelung firmenspezifischer Neuigkeiten schienen die Investoren den Wert in vielen im Portfolio vertretenen Unternehmen zu schätzen, was dem Schadenversicherer Tawuniya, dem Krankenversicherer Bupa Arabia und dem Lebensmittererzeuger Halwani Bros merklich zugutekam.

 

Magna Africa Fund

Auch im September waren die Märkte weiterhin von Volatilität beherrscht wobei die Emerging Markets dabei dem größten Druck ausgesetzt waren. Die Entscheidung der US-amerikanischen Federal Reserve, die Zinsen nicht zu erhöhen, bringt weitere Unsicherheit in Bezug auf die Reaktion der globalen Kapitalflüsse, wenn dann die Zinsen in der Tat steigen werden, und auch der Druck auf die Wechselkurse blieb weiterhin hoch. Der Rand verlor weitere 4% an Wert gegenüber dem Euro, dem Fonds gelang es dennoch eine knapp positive Rendite zu erwirtschaften.

Unsere Anteile an den vor kurzem an die Börse gegangenen ägyptischen Unternehmen Edita und Integrated Diagnostics Holdings erholten sich von ihrer schwachen Leistung im August und kurbelten die Wertentwicklung im September an. Beide Titel haben eine relativ geringe Liquidität, so dass bereits geringe Handelsvolumen die Aktienkurse beeinflussen können.

Beide gehören zu den Kernbeständen des Fonds. Wir müssen die Volatilität also einfach hinnehmen und werden keinesfalls versuchen, besonders schlau zu sein und mit ihnen Mikromanagement zu betreiben. Auch andere ägyptische Titel erholten sich nach einem schwierigen Jahr im Monatsverlauf etwas. Wir hatten bei einer Konferenz die Gelegenheit, uns mit einer Reihe von Managementteams zu besprechen, und insgesamt wird das Geschäftsklima weiterhin positiv eingeschätzt.

Verständlicherweise zeigt sich eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf den Wechselkurs, der von der Notenbank sehr straff gehalten wird. Aber insgesamt bleibt die Stimmung weiterhin positiv.

Im Portfolio schnitten die Holdings aus Nigeria und Kenia in diesem Monat relativ gut ab. Die Equity Bank in Kenia und die Zenith Bank in Nigeria kletterten beispielsweise jeweils um 12%, während die Nigerian Breweries um 23% in die Höhe schnellten. In den letzten Monaten hatten wir unsere Anteile in Kenia aufgestockt und sind der Ansicht, dass der Ausblick hier günstig ist, ungeachtet gewisser nicht vorhersehbarer Sicherheits– und Witterungsrisiken. Die nigerianische Notenbank hält den Naira weiterhin auf einem höheren Kurs und der Ausschluss des Landes aus dem JP Morgan Emerging Market Bond Index wirkt sich negativ auf die Stimmung aus. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass eine Wertberichtigung der Währung notwendig ist, allerdings ist es unklar, wann der Zeitpunkt dafür sein wird.

In Südafrika haben wir unsere geringen Anteile am Einzelhändler Mr Price und der Bank FirstRand aufgestockt – bei beiden handelt es sich um Unternehmen mit einem überzeugenden Geschäftsmodell, die unter Druck gekommen waren. Die Zukäufe bei Mr Price erfolgten im Anschluss an eine Kurskorrektur nach einem enttäuschenden Umsatzzahlen-Update. Wir sind davon überzeugt, dass die Firma aufgrund eines hervorragenden Kostenfokus ihre Margen halten kann. Holdsport, ein Facheinzelhändler für Sport- und Outdoor-Ware, ist seit Börsengang in unserem Portfolio und legte im Monatsverlauf nach einem starken HandelsergebnisUpdate um 4% zu. Das Zwischenergebnis steht diesen Monat an.

 

 

charlemagneHintergründig. Charlemagne Capital.

Charlemagne Capital wurde 2000 gegründet. Fonds in Deutschland: 9. Verwaltetes Vermögen: 2,08 Mrd. US-Dollar. Zu Umsatz und Gewinn macht die FondsGesellschaft keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter: 70. Geschäftsführer: Michael Baer, Jayne Sutcliffe, Jane McAndry, Adrian Jones, James Mellon, Lord Lang of Monkton und Jacob Johan van Duijn, Huw Lloyd Jones. Stand: 30.06.2015. SJB Abfrage: 29.07.2014.

Internet: www.charlemagnecapital.com

Kategorien: Anbieter. Berichten.
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