FondsAnbieter-AXA Investment Managers: Zitat der Woche: Investieren im Jahr des Affen

11. Januar 2016 von um 10:30 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- AXA Investment Managers: Aktien

China-Sorgen verhageln Jahresauftakt

Ein drastischer Kursrutsch in China hat den internationalen Aktienmärkten den schlechtesten Jahresstart überhaupt beschert. Für die Verkaufswelle waren gleich mehrere Faktoren verantwortlich: Mit dem Abrutsch der chinesischen Einkaufsmanagerindizes kehrte die Sorge um die wirtschaftliche Verfassung Chinas zurück aufs Parkett. Daneben keimten Ängste vor einem Währungskrieg auf, nachdem die Regierung in Peking die Wechselkursspanne des Yuan acht Tage in Folge vermeintlich niedriger festsetzte. Zuletzt verstärkten technische Faktoren wie der Wegfall der Verkaufsbeschränkungen

für Großanleger und eine neu eingeführte Börsenregel den Abwärtstrend. In Summe gab der CSI 300 Index in den ersten vier Handelstagen des neuen Jahres um 12 Prozent nach. Am Freitag beruhigte sich die Stimmung im Reich der Mitte allerdings merklich – wohl auch, weil die chinesische Konjunktur allein angesichts einer soliden Weltwirtschaft einen Abverkauf der Börsen nicht rechtfertigt. Zudem werteten Marktteilnehmer die Abwertung des Yuans weniger drastisch, da die Pekinger Führung den Yuan mittlerweile gegenüber einem Währungskorb – und nicht mehr ausschließlich gegen den US-Dollar steuert.

Orange will Telefonsparte von Bouygues kaufen

Was die Spatzen schon seit geraumer Zeit vom Dach gepfiffen haben, ist nun offiziell bestätigt worden: Der französische Telekomanbieter Orange und sein Rivale Bouygues Telecom haben die Aufnahme von Fusionsverhandlungen bekannt gegeben. Der französische Mobiltelefonmarkt ist seit geraumer Zeit in Bewegung. Derzeit tummeln sich vier große Anbieter im Wettbewerb. Neben dem staatlichen Telekomanbieter Orange buhlen Bouygues Telecom, Numericable-SFR und Free (Iliad) um die Gunst der französischen Kunden. Branchenkenner halten im hart umkämpften Markt allerdings eine Anzahl von maximal drei Anbietern für überlebensfähig. Deswegen sucht Bouygues schon seit knapp zwei Jahren nach einem Käufer für seine Telefonsparte.

Sollten Orange und Bouygues Telecom handelseinig werden, entstünde am französischen Markt ein neuer Telekomriese mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent. An den Märkten kommen die Fusionspläne bislang gut an: Aktien von Orange und Bougues legten infolge der Bekanntgabe um gut einen Prozent zu. Vor allem Numericable-SFR (plus 10 Prozent) und Free (Iliad) (plus 5 Prozent) profitierten aber von der Aussicht auf eine Konsolidierung am französischen Telekommarkt.

Alcoa schließt größte Schmelzhütte der USA

Nur wenige Tage vor dem Start in die Berichtssaison wartet der Aluminium-Riese Alcoa mit einer Hiobsbotschaft auf. Der Metallkonzern schließt angesichts wegbrechender Preise sein größtes Werk Warrick in Indiana. In den USA werden infolge der Stilllegung künftig nur noch fünf Schmelzöfen etwa 720.000 Tonnen Aluminium pro Jahr produzieren. Das ist der niedrigste Stand seit 1950. Noch im Jahr 2000 wurden in den USA 23 Schmelzöfen betrieben. Allein 2015 hat sich der Aluminium-Preis an der Börse in London um gut ein Fünftel verbilligt. Den Preisverfall führt die Branche vor allem auf die schwächere Nachfrage aus China zurück. Um für die Zukunft besser gewappnet zu sein, will Alcoa in der zweiten Jahreshälfte die traditionelle Aluminium-Produktion vom Geschäft mit Leichtmetallen für die Flugzeug- und Autoindustrie abspalten.

Renten

Sichere Staatsanleihen profitieren

Im Verlauf der nunmehr hinter uns liegenden ersten Handelswoche konnten die als sicher geltenden Staatsanleihen der europäischen Kernländer Kursgewinne verbuchen. Die Rendite der richtungsweisenden Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit gab bis Freitagnachmittag um etwas mehr als zehn Basispunkte auf 0,5 Prozent nach. Mit Blick auf die Zinsstrukturkurve deutscher Papiere war in der Berichtswoche eine Verflachung zu konstatieren, am deutlichsten zeigte sich dabei der Rückgang im Zehnjahresbereich. Sehr stabil präsentierten sich auch die Märkte in den Peripherieländern wie Italien und auch Spanien, das weiterhin politischen Unsicherheiten ausgesetzt ist. Auch hier kam es zu leichten Renditerückgängen. In Portugal zog die Verzinsung hingegen wieder etwas an. Freundlich tendierte auch der irische Staatsanleihemarkt, obwohl Irland als erster Emittent aus der Peripherie im neuen Jahr eine Anleihe mit zehn Jahren Laufzeit über drei Milliarden Euro platzierte. Irland hatte zuletzt erfreuliche Wirtschaftsdaten vorweisen können und konnte so die Gunst der Anleger erlangen. Auf Indexebene (iBoxx Euro Sovereign) notierte der Markt am Freitagnachmittag 0,5 Prozent fester.

Neuemissionswelle zum Jahresbeginn blieb aus

In den mit Risiko behafteten Anleihesegmenten verlief der Start ins neue Handelsjahr eher holprig. Unter dem Eindruck rückläufiger Aktienmärkte und der anhaltenden Schwäche auf der Rohstoffseite – der Ölpreis fiel weiter auf neue Tiefstände – tendierten Unternehmensanleihen und auch Emerging Market-Titel nach zunächst freundlichem Beginn per saldo auf der Stelle. Gespannt waren die Akteure in beiden Marktsegmenten auf den Primärmarkt. Nach der feiertagsbedingten Pause wurde zu Jahresbeginn zunächst eine starke Neuemissionswelle erwartet. Dem von den Aktienmärkten ausgehenden unsicheren Umfeld geschuldet blieb eine deutliche Belebung am Primärmarkt jedoch aus. Neben einer Multi-Tranche des Automobilproduzenten Daimler und einigen Neumissionen in US-Dollar blieb es weitgehend ruhig. An den EM-Rentenmärkten wagten sich mit der Korean Development Bank und Swire Properties die ersten beiden Emittenten an den Markt.

Sitzungsprotokoll der US-Notenbank

Das zur Wochenmitte veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank lässt den Schluss zu, dass die Entscheidung zur Leitzinserhöhung wohl recht knapp ausgefallen ist. Wesentlicher Diskussionspunkt war dabei die Preisentwicklung in den USA. Denn das derzeitige Inflationsbild passt kaum zu einer Leitzinsanhebung. Das weitere Vorgehen der FOMC-Mitglieder dürfte daher stark von der künftigen Inflationsentwicklung abhängig sein. Weitere Zinsanhebungen dürften daher nicht um jeden Preis und auch nicht in hohem Tempo erfolgen. Damit bestätigt sich letztlich die Einschätzung einer umsichtigen Zinspolitik durch die Fed.

Der US-Rentenmarkt tendierte parallel zum Geschehen in Europa freundlich. US-Treasuries als sicherer Anlagehafen konnten zulegen, die Rendite zehnjähriger Papiere fiel ebenfalls um etwas mehr als 10 Basispunkte unter die 2,2 Prozentmarke. Auch hier tendierte die Zinskurve flacher, im Zehnjahresbereich war der Renditerückgang sogar deutlicher als bei Langläufern (30 Jahre). US-Kurzläufer hatten hingegen Verluste zu verzeichnen, die Renditen zogen dort etwas an. Der US-Dollar wertete mit zuletzt rund 1,09 Dollar im Wochenverlauf etwas gegen den Euro ab.

Ausblick

Konsumweltmeister“ ist der einstige Export-Champion zwar noch nicht, dennoch waren die privaten Ausgaben im Jahr 2015 eine wesentliche Stütze für das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Am Donnerstag werden Details zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im vergangenen Jahr veröffentlicht. Der kräftige Beschäftigungsanstieg in Verbindung mit vergleichsweise hohen Lohnzuwächsen und einer äußerst geringen Inflation haben dafür gesorgt, dass die Verbraucher mehr Geld in der Tasche hatten – und dieses auch ausgaben. Der billige Euro befeuerte zudem den Export, sodass das Wachstum in der Bundesrepublik insgesamt robust ausgefallen sein sollte. Marktteilnehmer erwarten für 2015 einen Anstieg um 1,7 Prozent.

Mit der US-amerikanischen Federal Reserve hat sich vor Weihnachten die erste große Notenbank aus der Deckung getraut. Ihre Zinserhöhung – die erste nach fast zehn Jahren – war inzwischen aber vom Markt erwartet worden, sodass größere Kursbewegungen ausblieben. In ähnlicher Verfassung wie die USA präsentiert sich das Vereinigte Königreich. Die Arbeitslosigkeit ist zuletzt weiter gefallen, die Inflation leicht angestiegen. Dennoch rechnen die Analysten am Donnerstag noch nicht mit einem Zinsschritt der Bank of England. Die Lohn- und Wachstumsdynamik hatte etwas nachgelassen. Richtig spannend dürfte erst der Februar-Zinsentscheid werden, wenn die Währungshüter auch wieder ihren quartalsweisen Inflationsbericht vorlegen.

Ein bunter Strauß an Konjunkturdaten wird schließlich am Freitag in den USA veröffentlicht. Neben ersten Frühindikatoren zum Verarbeitenden Gewerbe und dem Konsum geben Einzelhandels- und Industrieumsätze Auskunft über die wirtschaftliche Lage im Dezember 2015.

 

union investmentÜber Union Investment
Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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