Fonds-Anbieter- M.M. Warburg Invest: Kapitalmarktausblick 2017: Politik oder Wirtschaft – Wer behält die Oberhand? 

14. Dezember 2016 von um 12:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFonds-Anbieter- M.M. Warburg Invest: 2016 ist erneut kein einfaches Jahr für die meisten Anleger gewesen. Dies gilt vor allem für all diejenigen, die ihren Fokus auf deutsche und europäische Aktien gerichtet haben. Schon der Start in das Börsenjahr verlief alles andere als erwartet. Die globalen Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.Aktienmärkte erwischten den schwächsten Jahresbeginn aller Zeiten, der DAX verlor allein in den ersten sechs Wochen rund 2.000 Punkte. Gründe für die Kursverluste von fast 20 Prozent gab es einige: schlechte Konjunkturdaten aus den USA, die Sorge vor einer deutlichen Wachstumsabschwächung in China und nicht zuletzt die immer weiter nachgebenden Rohstoffpreise, die als negatives Indiz für die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer gewertet wurden. Doch zeitgleich mit der Stabilisierung und dann einsetzenden Erholung des Ölpreises ab Mitte Februar fingen sich die Aktienkurse, und es ging wieder langsam aufwärts. Dennoch treten die europäischen Aktienmärkte seit Mitte August mehr oder weniger auf der Stelle.

Allerdings haben sich die fundamentalen Rahmenbedingungen für Aktien in den vergangenen Monaten wieder deutlich verbessert. Die Weltwirtschaft ist auf dem besten Weg, das stärkste Wachstum seit fünf Jahren zu erzielen – obwohl der Aufschwung mittlerweile schon mehr als sieben Jahre anhält. War 2016 der Sicherheitsabstand zu einer möglichen Rezession vergleichsweise gering, so wird dieser im nächsten Jahr größer werden. Dies sollte helfen, die regelmäßig aufkeimenden Konjunkturängste im Zaum zu halten. Die erwartete Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs sollte sich grundsätzlich positiv auf die Aktienmarktentwicklung im Jahr 2017 auswirken. Belastend wirken sich dagegen – wie schon in diesem Jahr – die vielfältigen politischen Risiken aus. Wahlen in den Niederlanden, in Frankreich, voraussichtlich in Italien sowie die Bundestagswahl in Deutschland, der Beginn der Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien und mögliche Überraschungen hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der Wirtschaftspolitik von Donald Trump haben erneut das Potenzial, Anleger zu verschrecken und trotz guter Fundamentaldaten von einem Engagement am Aktienmarkt abzuhalten.

Im Unterschied zum positiven Aktienmarktszenario erwarten wir für die Rentenmärkte nur ein verhaltenes Jahr 2017. Vor allem mit Staatsanleihen könnte es im nächsten Jahr schwierig werden, eine positive Wertentwicklung zu erzielen. Dies liegt daran, dass die internationale Geldpolitik das erste Mal seit langem nicht noch expansiver werden wird. Zwar hält die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik fest, sodass die Zinsen in der Eurozone auch 2017 vergleichsweise niedrig bleiben, dennoch können die Renditen zumindest temporär ansteigen. Da es aufgrund der geringen Kupons so gut wie keinen Puffer gibt, um Kursverluste abzufedern, muss man sich in der nächsten Zeit auf hohe Schwankungen einstellen, die zumindest auch zeitweilig zu empfindlichen Verlusten führen können. Trotz des wenig verheißungsvollen Ausblicks haben Anleihen jedoch als Stabilitätsanker auch weiterhin eine wichtige Funktion in einem Depot. Im Unterschied zum Jahr 2016 verschiebt sich dabei allerdings der Fokus. Lag dieser bislang vor allem auf Staatsanleihen mit längeren Restlaufzeiten und auf Unternehmensanleihen, dürften diese Anleiheklassen 2017 kaum Rendite abwerfen. Statt dessen sollte der Schwerpunkt auf der Anleiheseite auf dem Thema „Spreads“, also Renditeaufschlag gegenüber sicheren Staatsanleihen, liegen. Diese Strategie hat sich bereits 2016 als erfolgreich erwiesen.

 

warburgWarburg. Hintergründig.

Die Kapitalanlagegesellschaft Warburg Invest wurde 1987 gegründet und gehört zur renommierten Hamburger Privatbank M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, die seit 1798 tätig ist und zu den größten und ältesten unabhängigen Privatbanken Deutschlands zählt. Zahl der Publikumsfonds in Deutschland: 96. Zu verwaltetem Vermögen, Umsatz und Gewinn: keine Angaben. Geschäftsführung Hans-Jürgen Schäfer, Dr. Detlef Mertens. Stand: 31.12.2014. SJB Abfrage: 21.08.2015.

www.warburg-fonds.com

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