Fonds-Anbieter- M.M. Warburg & CO: US-Wahlkampf: IWF bleibt seinen Prognoseanpassungen treu

06. Oktober 2016 von um 12:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFonds-Anbieter- M.M. Warburg & CO: Der Internationale Währungsfonds hat angekündigt, seine globale Wachstumsprognose für das Jahr 2016 erneut zu reduzieren. Ihre Werbung. Hier?Damit bleibt sich der IWF mit seinen Prognoseanpassungen treu, denn diese kennen seit Jahren immer nur eine Richtung: die nach unten. Vor allem aufgrund des schwächeren US-wachstums dürfte der IWF seine Wachstumsprognose auf 3,0% anpassen. Dies wäre der geringste Wert seit der schweren Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Auch wenn das weltweite Wachstum im historischen Vergleich moderat ausfällt, ist der „Sicherheitsabstand“ zu einer neuen Rezession immer noch vergleichsweise hoch. Denn erst wenn die globale Wachstumsrate unter die Marke von 2,5% fällt, wäre dieser Tatbestand erfüllt. Dieser Wert erklärt sich damit, dass die Weltbevölkerung kontinuierlich wächst und somit ein Wirtschaftswachstum in dieser Größenordnung erforderlich ist, damit das globale Pro- Kopf-Einkommen zumindest stabil bleibt. Während sich für die Industrieländer derzeit keine wesentliche Veränderung der Konjunkturdynamik abzeichnet, dürften die Schwellenländer in Zukunft wieder stärker wachsen.

Inflation ist weiterhin kein Thema. Die geringe Kapazitätsauslastung und die kaum steigenden Lohnstückkosten, insbesondere in einigen Industrie-ländern, begrenzen den Inflationsdruck. Auch die im Vergleich zum Vorjahresniveau immer noch niedrigen Rohstoffpreise tragen dazu bei, dass derzeit kein Preisdruck vorhanden ist. Allerdings werden die Inflationsraten gegen Jahresende wegen des höheren Ölpreises ansteigen, ohne dass dies aber als generelle Trendwende zu interpretieren wäre.

Die US-Notenbank hat signalisiert, dass sie in diesem Jahr den Leitzins einmal (vermutlich im Dezember) und 2017 voraussichtlich weitere zwei Mal erhöhen will. Die EZB hat ihre Geldpolitik im März weiter gelockert. Bis Ende des Jahres wird sie sich äußern, ob das Anleiheaufkaufprogramm nochmals verlängert werden wird. Eine Verlängerung des Kaufprogramms über den März 2017 hinaus ist aufgrund des verhaltenen Wirtschaftswachstums und der zu niedrigen Inflationsrate wahrscheinlich, wenngleich die Notenbank möglicherweise auch ein „Tapering“ der Anleihenkäufe ankündigen könnte.

Staatsanleihen sind als „sicherer Hafen“ weiterhin gesucht. Da die meisten Notenbanken an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten werden, gehen wir von einer anhaltenden Niedrigzinsphase aus. Aufgrund der geringen Kupons gibt es bei den meisten Staats- und gut gerateten Unternehmensanleihen jedoch fast keinen Puffer, um Kursverluste abzufedern, sodass stärkere Schwankungen in der Wertentwicklung möglich sind. In diesem Umfeld bleiben Unternehmensanleihen mit schlechterem Rating, aber auch festverzinsliche Wertpapiere aus den Schwellenländern attraktiv, da sie einen interessanten Renditeaufschlag bieten.

Der US-Dollar hat mittlerweile den größten Teil seiner Aufwertung hinter sich. Gegenüber dem Euro halten wir in den kommenden Monaten eine Seitwärtsbewegung für wahrscheinlich. Aufgrund der vorsichtigen Haltung der US-Notenbank kommen von dieser Seite keine neuen Impulse mehr für den US-Dollar. Das Britische Pfund dürfte unter Druck bleiben.

Während in der Vergangenheit das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung der Unternehmensgewinne die wichtigsten Einflussfaktoren für die Aktienkurse waren, könnte dies nun zukünftig der Zins sein – zumindest solange keine neue Rezession droht. Aktien sind zwar aufgrund des verhaltenen Wirtschaftswachstums und der vorhandenen wirtschaftlichen und politischen Risiken nur bedingt attraktiv, doch nutzen die Unternehmen die niedrigen Zinsen zunehmend dafür, um sich billig neues Geld zu leihen, das für den Rückkauf eigener Aktien verwendet werden kann. Zudem erhöht die Notenbankpolitik die Wahrscheinlichkeit dafür, dass nicht nur alle Anleiheklassen eine höhere Bewertung erfahren, sondern auch Aktien eine höhere Bewertung zugebilligt wird.

 

warburgWarburg. Hintergründig.

Die Kapitalanlagegesellschaft Warburg Invest wurde 1987 gegründet und gehört zur renommierten Hamburger Privatbank M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, die seit 1798 tätig ist und zu den größten und ältesten unabhängigen Privatbanken Deutschlands zählt. Zahl der Publikumsfonds in Deutschland: 96. Zu verwaltetem Vermögen, Umsatz und Gewinn: keine Angaben. Geschäftsführung Hans-Jürgen Schäfer, Dr. Detlef Mertens. Stand: 31.12.2014. SJB Abfrage: 21.08.2015.

www.warburg-fonds.com

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