Fonds-Anbieter-Invesco: Pressemitteilung. Europa ist nicht das nächste Japan.

14. Dezember 2012 von um 14:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! FondsAnbieter-Invesco: Frankfurt, 13.12.12 –  Die Angst vor einer ‚Japanisierung‘ der Eurozone belastet die europäischen Aktienmärkte. Könnte Europa, ähnlich wie Japan während seines ‚verlorenen Jahrzehnts‘ in den 1990er Jahren, vor einer Phase stagnierender Nachfrage, fallender Aktienkurse und finanzieller Instabilität stehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das European Equity Team von Invesco in Henley, Großbritannien, in seiner im November 2012 veröffentlichten Monthly Summary.

Das Fazit der Investmentexperten: Europa steht tatsächlich vor ähnlichen Herausforderungen wie Japan in den 1990er Jahren, zum Beispiel einer hohen gesamtwirtschaftlichen Verschuldung, unsicheren Wachstumsaussichten und einer alternden Bevölkerung. Allerdings gebe es auch mehrere wichtige Unterschiede zwischen den beiden Regionen, die darauf hindeuten, dass Europa einen anderen Weg als Japan nehmen könnte – mit entsprechend besseren Aussichten für die Aktienmärkte der Region.

„Bislang hat Europa auch dank der entschlossenen staatlichen Interventionen viele der Probleme, mit denen Japan in den 1990er Jahren zu kämpfen hatte, vermeiden können“, sagt Joel Copp-Barton, European Product Director bei Invesco. So habe die EZB die Zinsen frühzeitig und aggressiv gesenkt und das Bankensystem durch massive Liquiditätsspritzen gestützt. Parallel dazu würden die europäischen Krisenstaaten radikale strukturelle Reformen umsetzen, durch die sich ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig wieder verbessern sollte. Copp-Barton zufolge deutet die Tatsache, dass der Euro heute schwächer ist als vor fünf Jahren, ebenfalls auf ein geringes Deflationsrisiko hin.

„Der Entschuldungsprozess der europäischen Banken hat seit Q4 09 gute Fortschritte gemacht, auch wenn weitere Maßnahmen erforderlich sind“, so Copp-Barton. „Die Unternehmen verfügen über eine insgesamt solide Eigenkapitalbasis. Sie erwirtschaften deutlich positive Eigenkapitalrenditen und sitzen auf hohen Liquiditätsreserven.“ Zudem seien die europäischen Aktienmärkte auf einem deutlich niedrigeren Bewertungsniveau in die jüngste Krise gestartet als die japanischen Aktienmärkte in ihr ‚verlorenes Jahrzehnt‘: Ende 2007 notierte der MSCI Europe mit einem 12-Monats-Forward-KGV von 12 – der MSCI Japan im Jahr 1990 hingegen mit 45. Schließlich seien auch die demographischen Aussichten in Europa günstiger als in Japan: Neben den weiter vergleichsweise hohen Geburtenraten in einigen Ländern dürfte die weniger restriktive europäische Einwanderungspolitik den demographischen Druck mindern.

Copp-Barton hält die Betonung dieser Unterschiede gerade deshalb für wichtig, weil die Angst vor einer ‚Japanisierung‘ der Eurozone dazu führen könnte, dass Anleger europäische Aktien meiden. Seiner Erwartung nach wird die EZB die künftigen Gefahren im Blick behalten und bereit sein, die ihr zur Verfügung stehenden Gegenmittel aktiv einzusetzen. Zudem sieht er Anzeichen für eine Minderung der strukturellen Ungleichgewichte in den Peripherieländern. „Es gibt noch viel Handlungsbedarf, aber das nötige Fundament für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder wird gelegt“, meint er. „Diese Weichenstellungen stärken unsere Zuversicht, dass Europa die eigenen Herausforderungen mittelfristig meistern kann. Zugleich könnte dies die Ängste der Anleger beruhigen und zu einer Rückbesinnung auf die Aussichten der europäischen Unternehmen führen, wo wir aktuell sehr attraktive Investmentgelegenheiten sehen.“

Über Invesco:

Die Invesco Asset Management Deutschland GmbH, die Invesco Asset Management Österreich GmbH und die Invesco Asset Management (Schweiz) AG gehören zur Invesco Ltd., einer der weltweit größten unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaften mit einem verwalteten Vermögen in Höhe von über 659 Milliarden US-Dollar.

Kategorien: Anbieter. Berichten.
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