Fonds-Anbieter: GAM: Hedgefonds: Mit Merger Arbitrage vergleichsweise risikoarm von regulatorischen Veränderungen in den USA profitieren

15. Februar 2017 von um 10:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFonds-Anbieter: GAM: Die Event-Driven-Strategien schnitten im Jahr 2016 von allen Hedge-Fund-Strategien am besten ab: Der HFRX Event Driven Index beendete das Jahr mit einem Plus von 11,1 Prozent auf US-Dollarbasis. Auch der Start ins Jahr 2017 verlief gut. Bereits im Januar verzeichnete er einen Zuwachs von 1,1 Prozent. Doch während Distressed- und Special-Situations-Fonds angesichts der Erholung stark unterbewerteter Aktien und Unternehmensanleihen eine besonders gute Performance zeigten, mussten sich die MergerArbitrageStrategien mit deutlich weniger begnügen: Der HFRX Event Driven Merger Arbitrage Index legte 2016 um 4,3 Prozent zu – im Januar gab er hingegen um 0,3 Prozent nach.

Wir bleiben jedoch bei unserer positiven Einschätzung zu Merger Arbitrage und sehen in dem Bereich eine mögliche Quelle für attraktive Erträge. Das Volumen der Fusionen und Übernahmen war im vergangenen Jahr zwar rückläufig und auch das neue Jahr fing eher schwach an. Doch nun besteht die Aussicht, dass Neubesetzungen an der Spitze amerikanischer Aufsichtsbehörden in den kommenden Monaten positive Auswirkungen auf die Zahl der Transaktionen und auf die Spreads bei schwebenden Deals haben werden.

Präsident Trump verkündete im Januar die Ernennung eines neuen Chefs der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC). Es wird allgemein angenommen, dass die FTC unter neuer Leitung unternehmensfreundlicher und regulierungskritischer eingestellt sein wird. Für die nächsten Monate ist mit weiteren Schritten zur Neuordnung der Behörde zu rechnen. Sollten Organe wie die FTC erwartungsgemäß diese Haltung einnehmen, dürften die Unternehmen auch mit Blick auf Fusionsmöglichkeiten, besonders innerhalb einzelner Branchen, zuversichtlicher werden. Dadurch können sich für Anleger neue Gelegenheiten eröffnen, von Fusionen zu profitieren. Zudem würden aufsichtsrechtliche Risiken, die bei Fusionen und Übernahmen immer eine Rolle spielen, an Bedeutung verlieren. Die Erfolgswahrscheinlichkeit schwebender Deals würde steigen und Merger-Arbitrage-Strategien würden von ihren bestehenden Investments profitieren.

Positiv für die Wertentwicklung ist überdies, dass die Merger-Arbitrage-Spreads durch steigende Zinsen Unterstützung erhalten würden. Denn Investoren verlangen eine höhere Kompensation dafür, das Risiko einer Transaktion von der Ankündigung bis zur Vollendung zu tragen.

In Anbetracht der erheblichen politischen Ungewissheit, die sich in der Aktienmarktvolatilität noch nicht widerzuspiegeln scheint, könnte Merger Arbitrage eine vergleichsweise risikoarme Möglichkeit darstellen, von regulatorischen Veränderungen zu profitieren.

Quelle: GAM, Bloomberg, Bloomberg CLA, Hedge Fund Research, MSCI, Thomson Reuters. Alle Angaben auf US-Dollarbasis.

 

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