Fonds-Anbieter-Erste Group Research: Konjunkturausblick 2013. Woher kommt das Wachstum?

21. Dezember 2012 von um 15:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! FondsAnbieter- Erste Group Research: Die Eurozone Konjunktur hat vor einem Jahr begonnen, sich einzutrüben, aber der Tiefpunkt scheint sich weiter und weiter hinauszuzögern. Ihre Werbung. Hier?Man mag sich fragen, woher das Wachstum überhaupt kommen soll? In der Eurozone wird die Innennachfrage (Konsum, Investitionen) weiterhin durch die Schuldenkrise gedämpft bleiben.

Das bedeutet, dass ein Wachstumsimpuls von außen kommen muss – auch und speziell im Export-orientierten Deutschland. Überraschenderweise ist das deutsche Exportwachstum stark von Exporten in die USA (unterstützend, blau) und nach Italien (dämpfend, violett) abhängig, Exporte nach China hingegen erweisen sich empirisch nicht als signifikant.

Angesichts der entscheidenden Bedeutung für das Wachstum beginnen wir mit den moderat positiven Aussichten für den US Konsum – der größten Endnachfragekomponente weltweit. In Italien finden wir mehrere Hinweise auf eine Bodenbildung 2013. Basierend darauf glauben wir, dass Deutschland und der (weiche) Kern der Eurozone im nächsten Jahr eine langsame Erholung sehen sollte. Der Eurozone Arbeitsmarkt ist wieder stark von der Peripherie abhängig; die Arbeitslosigkeit sollte bis 2014 hoch bleiben. Deshalb sollte auch die Eurozone Inflation in den nächsten zwei Jahren absinken.

Wird uns der US Konsum aus der Rezession holen?

Obwohl das US Wachstum nahe dem vor einem Jahr antizipierten liegt (2%), hat sich die Zusammensetzung leicht verschoben. Exporte und Investitionen haben dieses Jahr kaum zum Wachstum beigetragen. Der Häusermarkt hat sich hingegen stärker als erwartet erholt, was Wohnbau-investitionen und Konsum gestützt hat. Die Nachfrage im Rest der Welt wird sich kaum vor der US Innennachfrage erhöhen können; daher sollte der marginale Wachstumsbeitrag der Nettoexporte nahe Null bleiben.  Die Investitionsneigung scheint derzeit durch Besorgnis über das sogenannte ‚fiscal cliff‘ gedämpft (wie zB in den ISM und NFIB Umfragen sichtbar) – was sich wieder umkehren sollte. Wir erwarten, dass früher oder später eine ‚Lösung‘ gefunden werden wird (siehe „Wochenausblick“), was die Investitionen 2013 unterstützen sollte. Das gleiche ist für die Beschäftigung zu erwarten, die im kommenden Jahr weiter zunehmen sollte. Reales BIP Wachstum nahe 2% impliziert ca. 150.000 neugeschaffene Stellen pro Monat (siehe Abbildung). Die Verbesserung der Beschäftigungssituation sollte dennoch nicht zur Gänze in der Arbeitslosenrate reflektiert werden, weil entmutigte Erwerbspersonen wieder nach Arbeit suchen werden; wir erwarten daher, dass diese 2013 etwa unverändert bleiben wird, bevor sie 2014 absinkt. Der Aufschwung am Arbeits- und Häusermarkt sollte die US Haushalte und den Konsum unterstützen. Die Erholung am Häusermarkt scheint nun robust, insbesondere in Folge der Ankäufe der Federal Reserve: Hauspreise und Verkauf von Eigenheimen steigen, während der Häuserlagerbestand fällt (nur Zwangsvollstreckungen bleiben auf hohem Niveau). Das sollte das Konsumentenvertrauen stärken. Infolge der Arbeitsmarktsituation erwarten wir stabiles Einkommenswachstum, was den Konsum stützen sollte. Gleichzeitig werden Haushalte weiter ihre Verschuldung verringern, angesichts der seit der Krise stabil höheren Sparquote. Letztlich wird ein dämpfender Effekt von den staatlichen Sparmassnahmen ausgehen. Allerdings erwarten wir, dass die Beschleunigung der privaten Nachfrage dafür kompensieren wird, was alles in allem zu einer stabilen Wachstumsrate von 2% in 2013 und einer graduellen Beschleunigung auf 2,5% in 2014 führen sollte. Das sollte dem globalen Wachstum einen Impuls geben, speziell den Exporten der Eurozone.

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