Fonds-Anbieter-Erste Group Research: Konjunkturausblick 2013. Werden Italien (und die Peripherie) einen Boden finden?

27. Dezember 2012 von um 11:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter- Erste Group Research: Größte ‚Überraschung‘ 2012: Wachstum und Arbeitslosigkeit in der Eurozone Peripherie. Trotz unserer korrekten Einschätzung vor einem Jahr, dass es weder einen Zerfall der Eurozone noch einen Durchbruch bei der Schuldenkrise geben werde, wich unsere Prognose SJB FondsSkyline 1989 e.K.. PortfolioManagement. Antizyklisch.am stärksten für Italiens BIP Wachstum ab.6 Wir hatten die Auswirkungen einer stark verschlechterten Stimmung, fiskaler Konsolidierung (fiskaler Multiplikator!) und dem schwierigen Finanzierungszugang auf die Innennachfrage dort klar unterschätzt: Italiens Konsum und Investitionen fielen so stark wie in 2009.

Für beides scheint jedoch jetzt ein Wendepunkt in Sicht zu sein: wie aus den Abbildungen hervorgeht, dürften sowohl Konsumentenstimmung als auch Geschäftsklima einen Tiefpunkt im dritten Quartal 2012 erreicht haben. Außerdem scheinen sich die Finanzierungskosten in Folge der ‚OMT‘ Ankündigung der EZB stabilisiert zu haben (siehe Seite 2). Daher sollte sich die Schrumpfung verlangsamen, bevor Konsum und Investitionen im Laufe des Jahres 2013 einen Boden finden.

In „Italien: Fokus auf Wachstum“ zeigen wir, dass wirtschaftspolitische Reformen eine signifikante Auswirkung auf das Wachstum haben können. Insbesondere könnten Exporte durch Maßnahmen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit unterstützt werden, was Investitionen und den Arbeitsmarkt zusätzlich fördern würde. Letzterer sollte – unter der Annahme, dass zumindest teilweise Arbeitsmarktreformen implementiert werden – im Jahr 2013 langsam seine Talsohle finden (siehe S. 8-9), was einen weiteren Beitrag zur Stabilisierung des Konsums darstellt. Die politische Lage in Italien bedingt Unsicherheit bezüglich der Implementierung von Reformen. Sollte Italien jedoch vom einge-schlagenen Reformpfad abweichen, würde sich auch der Druck der Märkte verstärken. Steigenden Finanzierungskosten könnte mit einer präventiven Kreditlinie und der EZB entgegengewirkt werden, wobei die Konditionalität des Programms wiederum sicherstellen würde, dass weitere Reformschritte gesetzt werden. Daher erwarten wir, dass Italien zum Wachstum zurückfinden wird – wenngleich die Abwärtsrisiken signifikant bleiben.

Das bedeutet, dass ein wichtiger dämpfender Faktor für die Eurozone Konjunktur im Laufe des kommenden Jahres nachlassen sollte: wir erwarten in Italien eine Kontraktion von -0,4% in 2013 aufgrund von Basiseffekten (nach -2,2% dieses Jahr), und eine Rückkehr zu moderatem Wachstum in 2014. In Spanien wird sich die Erholung laut IWF wahrscheinlich verzögern, aber das Land bleibt weniger wichtig.

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