Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Warum ist der Tagesverlust im Dax gestern so hoch? (Philly Fed Index)

19. August 2011 von um 23:40 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...

Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik! SJB-Fonds-Markt-Staatsschulden: Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmenfonds steht: Warum ist der Dax gestern so deutlich gefallen? SJB FondsSkyline VermögensVerwalter Bennewirtz aus Korschenbroich gibt klare Kante. Der deutsche Aktienindex (Dax) ist gestern annähernd 6,0 Prozent eingebrochen. Das war der größte Tagesverlust seit fast drei Jahren. Am Freitag setzt sich das Börsenbeben fort. Vormittags fällt der Dax 3,7 Prozent auf 5.393 Punkte. Das ist ein neues Jahrestief. Deutsche Firmen werden abgestraft, obwohl sie Rekordergebnisse schreiben. Für Kunden der SJB FondsSkyline, private Anleger, Sparer und Investoren in Investmentfonds, ist das kaum nachvollziehbar. Auslöser sind Konjunkturindikatoren, die die Lage der Weltwirtschaft eintrüben. Die Angst vor einer neuen Rezession und einem Double Dip nach der Lehman-Krise 2008/2009 nimmt zu. Für Fonds gibt es weiterhin viel Potenzial für Stockpicking und Risikodiversifikation.

Die gestrige Börsentalfahrt wurde durch Veröffentlichung des sogenannten Philly Fed Index der Federal Reserve Bank von Philadelphia ausgelöst. Der Index stürzte 34 Punkte auf -30,7 Punkte ab. Volkswirkte hatten mit einem Stand von plus 1,5 Punkten gerechnet. Der seit 1968 erscheinende Index misst monatlich die Stimmung des verarbeitenden Gewerbes der Region Philadelphia.

Er gilt als Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung in den USA in den kommenden sechs Monaten. Befragt werden rund 250 Unternehmen mit mindestens 100 Arbeitnehmern. Liegt der Index über Null, wird von einer positiven Konjunkturentwicklung ausgegangen. Fällt der Philly Fed Index unter Null, wird mit einem wirtschaftlichen Abschwung gerechnet. Der jetzt gemessene Wert von -30,7 Punkten ist tiefes Rezessionsniveau. Niedriger hatte der Indikator zuletzt im März 2009 gelegen. Vor allem die Auftragseingänge haben die Hoffnung nach einer Besserung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt zerschlagen. Keine Jobs bedeuten keinen Binnenkonsum. Und der chinesische Konsument ist noch nicht so weit, den US-Verbraucher als maßgeblichen Konjunkturfaktor der Weltwirtschaft abzulösen. Folgerichtig reduzierte Morgan Stanley seine globale Wachstumsprognose für das nächste Jahr von 4,5 auf 3,8 Prozent. Die US-Bank warnte ihre Kunden, die Weltwirtschaft sei „gefährlich nah an der Rezession“. Das drückt massiv auf die Börsenkurse und die Wertentwicklung der Portfolios von Aktienfonds.

Ins gleiche Horn stößt Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Er sieht an den Finanzmärkten den „Perfekten Sturm“ aufziehen: „Diese globale Konjunkturabschwächung, gewürzt mit der europäischen und amerikanischen Schuldenkrise, das fliegt uns an den Finanzmärkten jetzt um die Ohren“, kommentiert Mayer. „Das alles weckt abermalige Sorgen vor einer ‚Double Dip’-Rezession“. In dieser Situation werden auch „weiße Ritter“ wie die deutsche Wirtschaft zum „schwarzen Schwan“. Problematisch für die europäische Konjunkturlokomotive Deutschland ist ihre Abhängigkeit vom Export. Die Schwellenländer sind nach Einschätzung von Analysten von Morgan Stanley für 80 Prozent des erhofften Zuwachses gut. Aber auch diese Märkte sind nicht immun gegen die Krise. Fangen sie an zu schwächeln, sinkt auch die Nachfrage nach deutschen Exportgütern. Und die Politik hat in dieser Situation kaum noch Möglichkeiten gegenzusteuern.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Wir sehen eine starke Kurskorrektur an den Märkten. Dax, Dow Jones, Nikkei geben seit Monaten nach. Viele Marktteilnehmer sehen die deutlich verschlechterten Konjunkturindikatoren. Sie erkennen, dass den Notenbanken und sowie der Fiskalpolitik wegen der hohen Staatsschulden die Hände gebunden sind, um dagegenzuhalten. FondsManager werden wie bei Finanzkrisen in der Vergangenheit Streuung und Risikodiversifikation vertrauen. Kein gut aufgestelltes Unternehmen gibt von einem auf den anderen Tag Marktanteile von 20 bis 30 Prozent ab. Für die FondsPortfolios müssen Investmentmanager jetzt unterbewertete Titel finden, deren Substanz intakt ist. Der Dax-Absturz hat ihre antizyklische Suche aus Sicht der SJB FondsSkyline leichter gemacht.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

Empfehlung von VermögensVerwalter Bennewirtz für den FondsBlog und den FondsBlogger: Sie wollen mehr FondsAuskünfte von Ihrer SJB FondsSkyline ? Sie wünschen sich eine direkte Antwort auf Ihre individuelle(n) MarktFrage oder MarktFragen bevor Sie Fonds, Funds oder einen Fund kaufen? Sie wollen als Anleger, Sparer und Investor neben der Frage – Warum ist der Dax gestern so deutlich gefallen?  – vertiefende Informationen, Nachrichten und Analysen auch Auskünfte rund um das Thema Geldanlage und zu Investmentfonds sowie den Spezialthemen finden? Diese finden Sie auf allen auch hier verlinkten SJB-Internetseiten. Ob Beratung, Verwaltung oder Rabatte. Kein Problem. Einfach Anfragen. Für Kunden gibt es zukünftig das FondsPortal mit direktem, exklusiven Depotzugang. Bis Sie Kunde sind lieber Blogger, Ihre direkte Frage einfach hier im Blog, oder kurz unter Fragen stellen. Alternativ besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem Webinar, Seminar oder direkt zu einer individuellen Beratung in unserem Büro in Korschenbroich. Wir freuen uns immer. Genau auf Sie!

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Eine Antwort zu "Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Warum ist der Tagesverlust im Dax gestern so hoch? (Philly Fed Index)"

  1. Der endgültige Zusammenbruch (globale Liquiditätsfalle)

    Die Unvermeidbarkeit einer erneuten Schrumpfung der Weltwirtschaft ergibt sich zwingend aus der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, die sich seit dem Beginn der “Finanzkrise” keinesfalls verringert hat, sondern sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten unvermindert anhält. Der dadurch bedingte Kaufkraftverlust der breiten Masse führt insbesondere in den Zinsverlierer-Staaten zu immer mehr Massenarmut und Hungersnöten. Das wird allerdings nicht der Auslöser für den Zusammenbruch sein, sondern genau wie im Herbst 2008 ein Vertrauensverlust der Anleger in den Kapitalmarkt, der bereits begonnen hat.

    Als das Vertrauen der Anleger vor drei Jahren erschüttert wurde, bestand immer noch Vertrauen in die Haushalte der Industrienationen, sodass viele Sparer in den “sicheren Hafen” der Staatsanleihen flüchteten, was die hohe Politik wiederum in die Lage versetzte, die Geschäftsbanken mit staatlichen Bürgschaften abzusichern und “Konjunkturpakete” zu finanzieren, um das kapitalistische System bis heute aufrecht zu erhalten. Der Bundesrepublik Deutschland geht es deshalb noch verhältnismäßig gut, weil sie als größte und exportstärkste Volkswirtschaft der größte Zinsgewinner innerhalb der Euro-Zone ist und sich seit Einführung des Euros auf Kosten einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in den schwächeren Mitgliedsstaaten (Portugal, Irland, Griechenland, Spanien) einigermaßen gesund erhalten konnte. Als kaum zu vermeidende Gegenreaktion wurden die deutschen Steuerzahler von der hohen Politik dazu gezwungen, für Hilfskredite an die überschuldeten Mitgliedsstaaten zu bürgen.

    Heute gibt es keinen “sicheren Hafen” mehr für die Anleger, denn auch die Staatsanleihen gelten nicht mehr als sicher! Weitere staatliche “Konjunkturpakete” sind nicht mehr zu finanzieren, es kommt zu Bank-Runs, Massenentlassungen, allgemeiner Hoffnungslosigkeit, einem fortschreitenden Zusammenbruch der globalen Arbeitsteilung in rasendem Tempo, während die hohe Politik bis zur totalen Handlungsunfähigkeit gelähmt wird. Das wird nicht irgendwann passieren, sondern innerhalb der nächsten Monate:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/08/666-tage.html

    Die globale Liquiditätsfalle (Armageddon) ist die Voraussetzung dafür, dass der kollektive Wahnsinn der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor) überwunden und der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation, die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), verwirklicht werden kann:

    http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

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